- 06.04.2026, 09:42:02
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Totschnig zu Wasserhaushalt im März 2026: Mild und deutlich zu trocken
75 % der Pegel mit niedrigen Werten
Der März 2026 war in Österreich vergleichsweise mild und deutlich zu trocken. Das zeigen aktuelle Auswertungen des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft (BMLUK). Überdurchschnittliche Temperaturen sowie ein markantes Niederschlagsdefizit prägten die hydrologische Situation. Details dazu finden sich im aktuellen Monatsbericht „Wasserhaushalt Österreich“ des BMLUK.
Umweltminister Norbert Totschnig: „Der März war deutlich zu trocken und hat vielerorts zu sinkenden Grundwasserständen geführt. Solche Entwicklungen sind im Jahresverlauf zwar nicht ungewöhnlich, doch die aktuellen Niederschlagsdefizite zeigen klar, dass wir weiterhin aufmerksam bleiben müssen. Besonders die Wintermonate spielen eine zentrale Rolle bei der Auffüllung unserer Wasserspeicher. Als Umweltministerium setzen wir daher auf eine konsequente Beobachtung und ein vorausschauendes Management, um Österreichs Wasserressourcen für die Zukunft zu sichern.“
Die durchschnittliche Lufttemperatur lag im März um +1,5 °C über dem Mittel der Klima-Normalperiode 1991–2020. Gleichzeitig fiel im Österreichmittel mit rund 37 mm nur etwa die Hälfte des üblichen Monatsniederschlags. Besonders ausgeprägt war die Trockenheit in Kärnten, Oberösterreich, der Steiermark und Salzburg. Auch im längerfristigen Vergleich zeigt sich ein Defizit: In den vergangenen drei Monaten lag der Niederschlag um rund 19 % unter dem Durchschnitt, im Zwölfmonatsrückblick bei etwa 14 % darunter.
Geringe Schneemengen und niedrige Abflüsse
Trotz ergiebiger Neuschneefälle zum Monatsende entlang der Nordalpen blieben die Schneemengen in den höheren Lagen insgesamt unter dem langjährigen Mittel. Damit steht weiterhin nur ein eingeschränkter Schneespeicher zur Verfügung.
Hydrologisch führte die Trockenheit zu deutlich reduzierten Abflüssen: Rund 75 % der Pegel wiesen im März niedrige Werte auf, insbesondere im Norden Österreichs. Hochwasserereignisse wurden nicht beobachtet. Am Neusiedler See zeigte sich ein saisonal üblicher, jedoch nur schwach ausgeprägter Anstieg des Wasserstands.
Grundwasserdefizite nehmen wieder zu
Die trockenen Bedingungen wirkten sich auch auf die Grundwasserstände aus. Der Anteil an Messstellen mit niedrigen Niveaus stieg bis Ende März auf rund 65 %, nachdem sich die Situation im Februar vorübergehend etwas entspannt hatte.
Ausblick: Vorerst keine Entspannung
Laut aktuellen Prognosen der GeoSphere Austria ist kurzfristig mit steigenden Temperaturen und vorübergehend trockenerem Wetter zu rechnen. Bis zur Monatsmitte sollten sich durch kühleres, unbeständiges Wetter mit regelmäßigen Niederschlägen dann eher ausgeglichene Verhältnisse einstellen.
In der zweiten Aprilhälfte bleibt es überwiegend zu warm, gleichzeitig werden Niederschläge seltener und trockene Phasen nehmen zu. Anfang Mai wird es voraussichtlich weiterhin deutlich zu warm sein, bei wieder häufigeren Niederschlägen, die auch in der zweiten Maiwoche anhalten dürften.
Vor diesem Hintergrund ist in den kommenden Wochen weder mit einer wesentlichen Verschlechterung, noch mit einer spürbaren Verbesserung der Grundwassersituation zu rechnen. Die derzeit überwiegend niedrigen Niveaus dürften vorerst bestehen bleiben.
Link: Monatsbericht März 2026
Rückfragen & Kontakt
Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und
Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft
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