• 06.04.2026, 08:00:05
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„RUHE BITTE!!!“: Lisa Gadenstätter geht in „Dok 1“ der Frage nach, „Was Lärm mit uns macht“

Am 8. April um 20.15 Uhr in ORF 1 und auf ORF ON

Wien (OTS) - 

Lärm zählt laut WHO zu den größten Umwelt-Krankheitsauslösern unserer Zeit. Zu viel Lärm stört den Schlaf, erhöht das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, kann Tinnitus begünstigen und beeinflusst die geistige Entwicklung von Kindern. Millionen Menschen sind täglich betroffen. Auch in Österreich ist Lärm für viele Menschen eine dauerhafte Belastung: Laut Statistik Austria fühlen sich 37 Prozent der Bevölkerung, also mehr als ein Drittel, in der eigenen Wohnung durch Lärm gestört. In der aktuellen „Dok 1“-Ausgabe „RUHE BITTE!!! Was Lärm mit uns macht“ geht Lisa Gadenstätter am Mittwoch, dem 8. April 2026, um 20.15 Uhr in ORF 1 und auf ORF ON der Frage nach, welche Lärmquellen als besonders belastend empfunden werden – und was ständige Beschallung mit Körper und Psyche macht.

Sie trifft Menschen, die tagtäglich mit Lärm leben müssen: Emin A. wohnt mit seiner Familie direkt neben der U6. Im Minutentakt rasen die Züge mit bis zu 80 km/h an seinem Fenster vorbei. Ernst Czerny lebt seit 25 Jahren am Wiener Gürtel – so wie rund 80.000 andere Menschen. Für ihn wirkt es, als hätten viele Autofahrerinnen und Autofahrer längst vergessen, dass der Gürtel nicht nur Verkehrsader, sondern auch Wohnraum ist.

In Linz spricht Lisa Gadenstätter mit Anrainerinnen und Anrainern einer Sportmittelschule. Seit dem Ausbau der Sporthalle vor zwei Jahren finden dort regelmäßig Veranstaltungen statt – mit Fangesängen, Trillerpfeifen und lautem Publikum. Für das Ehepaar Kirchmayr und ihre Kinder ist die Situation zunehmend belastend. Sie denken bereits daran, ihr Haus zu verkaufen.

Doch Lärm muss nicht immer ohrenbetäubend laut sein, um krank zu machen. Oft liegt es an bestimmten Frequenzen oder permanenten Geräuschen, die Menschen um den Schlaf bringen und an ihre Grenzen führen. Ingeborg Eberharter aus Neumarkt in der Steiermark kämpfte jahrelang mit dem Lärm eines benachbarten Heizwerks. Mehr als vier Jahre hinweg war sie dauerhaftem Surren ausgesetzt. Alfred Snopek und Doris Bremberger leben direkt neben dem Bahnhof St. Andrä-Wördern. Ihnen macht aber nicht der Zugverkehr zu schaffen, sondern jene Garnituren, die mit laufenden Motoren am Gleis stehen und auf die Abfahrt warten. Das ständige Surren verfolgt die beiden in den Schlaf.

Florian Aigner, heute 42 Jahre alt, arbeitete ab seinem 16. Lebensjahr als Schlosser im Rohrbau. An Gehörschutz denkt, als er zu arbeiten beginnt, kaum jemand. Das hat dramatische Folgen: Inzwischen ist Florian Aigner durch Tinnitus und Geräuschempfindlichkeit nicht mehr arbeitsfähig.

Lisa Gadenstätter begibt sich auf die Suche nach den Ursachen und Auswirkungen von Lärm – und geht der Frage nach, ob und wo wir in einer schnelllebigen, lauten Welt der Dauerbeschallung überhaupt noch Ruhe finden können.

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