- 03.04.2026, 09:00:39
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Hattmannsdorfer: Versorgungssicherheit ist Gebot der Stunde
Hattmannsdorfer legt Plan zur Verlängerung der strategischen Gasreserve vor – Österreich mit 35,5 % Füllstand gut aufgestellt
„Versorgungssicherheit hat oberste Priorität. Gerade in einem volatilen internationalen Umfeld braucht es klare politische Entscheidungen und verlässliche Vorsorgeinstrumente. Dazu gehört auch unsere strategische Gasreserve, die Stabilität schafft, Planbarkeit erhöht und unser Energiesystem absichert. Österreich ist hier auch im internationalen Vergleich gut aufgestellt: Wir verfügen über überdurchschnittlich hohe Speicherstände und zählen zu jenen wenigen Ländern in Europa, die einen so großen Anteil ihres Jahresbedarfs absichern können. Das zeigt, dass wir früh und richtig gehandelt haben und genau zu diesem Weg bekenne ich mich auch weiterhin,“ so Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer.
Die aktuelle Preissituation auf den internationalen Energiemärkten zeigt klar: Versorgungssicherheit ist kein Selbstläufer, sondern Ergebnis vorausschauender Politik. Österreich ist hier gut aufgestellt, das gilt es auch weiterhin abzusichern.
Mit einem aktuellen Füllstand von 35,5 Prozent verfügt Österreich über eine solide Ausgangsbasis nach dem Winter. Jetzt geht es darum, die Gasspeicher bis zu Beginn der Heizsaison wieder möglichst gut zu befüllen.
Strategische Gasreserve verlängern – Planbarkeit sichern
Ein zentrales Element der österreichischen Vorsorge ist die strategische Gasreserve. Mit 20 TWh, die rund 25 Prozent des jährlichen Gasverbrauchs entsprechen, verfügt Österreich über ein starkes sicherheitspolitisches Instrument.
Damit gehört Österreich im europäischen Vergleich zur Spitzengruppe bei strategischen Gasreserven – nur wenige Länder wie etwa Lettland verfügen über ähnlich hohe Absicherungsniveaus gemessen am Jahresverbrauch.
Die Bundesregierung bekennt sich gesamtheitlich und mit aufrechtem Beschluss zur strategischen Gasreserve und deren Verlängerung – sie ist ein gesamtstaatliches Interesse. „Gerade in geopolitisch unsicheren Zeiten gilt: auf dem Rücken der Versorgungssicherheit darf nicht gespart werden. Eine derartige Reserve sehe ich als staatliche Verantwortung“, erklärt Hattmannsdorfer.
Vor diesem Hintergrund hat sich die Bundesregierung zur Verlängerung der strategischen Gasreserve bekannt. Aktuell ist diese bis zum 01. April 2027 vorgesehen, ein Entwurf zur Verlängerung bis April 2029 liegt bereits in der koalitionsinternen Koordinierung. Um die benötigten Speicherkapazitäten zu sichern und Kosten zu sparen, muss jetzt rasch gehandelt werden, denn hier gilt: jede Verzögerung kostet Geld.
Wirtschaftsminister Hattmannsdorfer hat dazu bereits einen konkreten zweistufigen Plan vorgelegt und an den Koalitionspartner übermittelt.
- Verlängerung der bestehenden Reserve um zwei Jahre (Beschluss im Hauptausschuss erforderlich)
- Frühzeitige und langfristige Kapazitätsbuchungen zur Reduktion der Kosten
„Wer Versorgungssicherheit ernst nimmt, muss heute die richtigen Entscheidungen für morgen treffen. Diese Reserve ist kein Einzelinstrument, sondern Teil eines gesamtstaatlichen Sicherheitskonzepts. Begleitend dazu gibt es beispielsweise auch verpflichtend zu erfüllende Gasversorgungsstände zur Belieferung von geschützten Kunden wie Haushalte. Das österreichische Modell wird mittlerweile auch von anderen Ländern als Vorbild gesehen“, so Wolfgang Hattmannsdorfer.
Europäische Koordination notwendig
Auch auf europäischer Ebene zeigt sich zunehmend, wie wichtig strategische Vorsorge zunehmend ist. Mehrere Mitgliedstaaten haben bereits den Wert solcher staatlicher Instrumente erkannt – Deutschland prüft aktuell den Aufbau einer eigenen strategischen Gasreserve nach österreichischem Modell.
Zugleich hat die Europäische Kommission die Mitgliedstaaten nun ausdrücklich dazu aufgerufen, die Gasspeicher rechtzeitig für den kommenden Winter zu befüllen – ein klarer Hinweis darauf, dass Österreich mit seinem Kurs richtig liegt.
Die hohe Attraktivität der österreichischen Speicherkapazitäten zeigt aber auch, wie wichtig rasches und vorausschauendes Handeln ist, um die Versorgungssicherheit im eigenen Land langfristig abzusichern.
„Nationale Vorsorge ist entscheidend – aber der europäische Energiemarkt funktioniert nur gemeinsam. Deshalb braucht es auch eine abgestimmte Vorgehensweise auf EU-Ebene, um Preise zu stabilisieren und um zu verhindern, dass sich Mitgliedsstaaten gegenseitig Gas oder Speicherkapazitäten abwerben “, betont Hattmannsdorfer.
Energiepolitik ist Sicherheitspolitik
Die Gasversorgung hat sich seit 2022 grundlegend verändert. Österreich ist heute breit diversifiziert – insbesondere durch Lieferungen aus Norwegen sowie LNG-Importe etwa aus den USA und dem Vereinigten Königreich. Gleichzeitig bestehen Abhängigkeiten von globalen Märkten und geopolitischen Entwicklungen.
Gerade deshalb gewinnen strategische Reserven insbesondere in Zeiten volatiler Preise an Bedeutung.
„Energiepolitik ist längst Sicherheitspolitik. Wer Versorgungssicherheit will, braucht belastbare Instrumente – Speicher und strategische Reserven ebenso wie klare gesetzliche Rahmenbedingungen“, so Hattmannsdorfer.
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