- 02.04.2026, 10:51:02
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Polizei verstärkt Verkehrsüberwachung zu Ostern
Im Vorjahr 450 Verletzte und drei Tote zu Ostern. Innenminister Gerhard Karner sieht verstärkte Kontrollen als wichtigen Beitrag zur Erhöhung der Sicherheit auf den Straßen.
Zur Überwachung des Osterreiseverkehrs verstärkt die Polizei in der Karwoche, bis einschließlich Dienstag nach Ostern, ihre Schwerpunktaktionen. Ein besonderes Augenmerk richten die Polizistinnen und Polizisten auf die Einhaltung der vorgeschriebenen Höchstgeschwindigkeit und das Fahren unter Alkohol- oder Drogeneinfluss. Rasen und Alkohol gehören nach wie vor zu den Hauptunfallursachen von tödlichen Verkehrsunfällen.
Die Polizei achtet auch auf die Einhaltung der Sicherheitsgurt- und Kindersicherungspflicht. Dazu kommen die Kontrolle des Sicherheitsabstandes beim Hintereinanderfahren und die Überwachung des Handyverbotes (ohne Freisprecheinrichtung) am Steuer.
„Gerade am Osterwochenende ist das Verkehrsaufkommen sehr hoch. Die ‚Aktion Sicher‘ mit verstärkten Kontrollen in ganz Österreich leistet daher einen wichtigen Beitrag zur Sicherheit auf den Straßen“, sagte Innenminister Gerhard Karner, der auch an alle Verkehrsteilnehmer appelliert, aufeinander Rücksicht zu nehmen und die Geschwindigkeitsbeschränkungen einzuhalten. „Das ist nicht nur gut für die Sicherheit, sondern bei den aktuellen Spritpreisen auch für die Geldbörse.“
„Ziele der verstärkten Polizeikontrollen sind die Schaffung eines Gefahrenbewusstseins, die Herbeiführung einer nachhaltigen Verhaltensänderung bei den Fahrzeuglenkern und der Schutz anderer Verkehrsteilnehmer vor rücksichtslosen Rasern, Dränglern, Alko- und Drogenlenkern“, betonte Bundespolizeidirektor Michael Takács.
Je nach Witterung werden die Kontrollmaßnahmen bei Bedarf auch beliebte Ausflugsstrecken von Motorradfahrerinnen und -fahrern umfassen.
Den Polizistinnen und Polizisten stehen dazu 2.500 Einsatzfahrzeuge, 400 Motorräder, 100 Zivilstreifenfahrzeuge mit Videonachfahreinrichtung, 430 stationäre und mobile punktuelle Geschwindigkeitsanlagen, zehn stationäre Section-Control-Anlagen, 1.247 Lasergeschwindigkeitsmessgeräte, elf Abstandsmess-Systeme, 1.385 Alkomaten und 1.429 Alkohol-Vortestgeräte, 86 Mopedprüfstände und 51 Rotlicht-Verkehrsüberwachungsanlagen („Ampelradar“) zur Verfügung. Es wird Schwerpunkteinsätze in allen Bundesländern, sowohl auf den Transit- und Hauptverkehrsrouten als auch im Nahverkehr und auf dem niederrangigen Straßennetz, geben.
Im vergangenen Jahr wurden am Osterwochenende, von Karfreitag bis einschließlich Ostermontag, bei 373 Verkehrsunfällen mit Personenschaden insgesamt 450 Menschen verletzt und drei getötet. 2024 kamen fünf Verkehrsteilnehmer im Osterverkehr ums Leben, im Jahr 2023 war es einer. In den Jahren 2020 bis 2022 wurden jeweils vier und im Jahr 2019 acht Menschen tödlich verletzt. Die bisher geringste Opferzahl seit Einführung der Statistik im Bundesministerium für Inneres im Jahr 1968 wurde mit jeweils einem Verkehrstoten in den Jahren 2013 und 2023 verzeichnet. Zum Vergleich: Im bisher schlimmsten Jahr, 1976, mussten am Osterwochenende 39 Tote beklagt werden. Im Jahr 2004 kamen 17 Menschen zu Ostern im Straßenverkehr ums Leben.
2025 wurden von der Polizei zu Ostern 53.348 Fahrzeuglenkerinnen und -lenker wegen Überschreitung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit beanstandet. Die Polizei erstattete 355 Anzeigen wegen Alkoholisierung, weitere 86 Drogenlenkerinnen und -lenker mussten sofort aus dem Verkehr gezogen werden. Insgesamt wurde im Vorjahr am Osterwochenende 274 Fahrzeuglenkerinnen und -lenkern der Führerschein vorläufig abgenommen. Fünf Kraftfahrzeuge wurden zu Ostern 2025 infolge hoher Geschwindigkeitsüberschreitungen von der Bundespolizei vorläufig beschlagnahmt.
Das Innenministerium appelliert an die Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer, sich während der Osterfeiertage rücksichtsvoll zu verhalten. Mit der Einhaltung einfacher Grundregeln können Unfälle oder gefährliche Situationen im Straßenverkehr vermieden werden:
- Hektik und Nervosität führen leicht zu Fahrfehlern und Konzentrationsstörungen
- Passen Sie die Geschwindigkeit unbedingt den jeweiligen Straßen-, Verkehrs- und Sichtverhältnissen an, besonders im Hinblick auf mögliche wechselhafte Wetterverhältnisse am Osterwochenende. Eine vorausschauende und kontrollierte Fahrweise hilft Ihnen zudem beim Erkennen und Vermeiden von Gefahren- und Risikosituationen
- Halten Sie Abstand und gehen Sie beim Überholen kein Risiko ein.
- Unternehmen Sie Fahrten nur in einem verkehrstüchtigen Zustand (kein Alkohol, keine Drogen, keine Medikamente, Müdigkeit nicht unterschätzen, regelmäßige Pausen einlegen)
- Moped- und Motorradlenkerinnen und -lenker sollten bei den ersten Ausfahrten besonders vorsichtig sein (technischer Rundum-Check, Einschwingen, Fahrsicherheitstrainings, Schutzausrüstung)
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