- 02.04.2026, 09:33:02
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Verein GEDENKDIENST kritisiert Verlängerung auf 15-Monate
KORREKTUR ZU OTS_20260402_OTS0012
KORREKTUR-HINWEIS
fehlende Absätze wurden ergänzt
Die Österreichische Wehrdienstkommission empfiehlt in ihrem aktuellen Bericht eine
Verlängerung des Gedenkdienstes auf 15 Monate. Der Verein GEDENKDIENST, der seit über 30 Jahren zu einer kritische Aufarbeitung der NS-Vergangenheit beiträgt, kritisiert diesen Vorschlag entschieden. Was als „Belastungsausgleich“ dargestellt wird, entpuppt sich als erhebliche Schwächung zivilgesellschaftlichen Engagements und als existenzielle Bedrohung für den Verein GEDENKDIENST als Trägerorganisation.
Eine Verlängerung des Gedenkdienstes auf 15 Monate wäre ein finanzieller und organisatorischer Mehraufwand, der mit der ohnehin angespannten Fördersituation nicht umsetzbar ist. Zudem orientieren sich die weltweiten Einsatzstellen an einem 12-Monats- Rhythmus. Viele Gedenkdienstleistende wollen nach ihrem Dienstende im September ein Studium oder eine Ausbildung beginnen; eine Anhebung auf 15 Monate würde diesen Übergang erschweren und den Dienst für viele unzugänglich machen.
Grundsätzlich begrüßt der Verein GEDENKDIENST bessere Bedingungen für Wehrdienstleistende, diese dürfen aber nicht auf dem Rücken der Entsendetätigkeit des Vereins ausgetragen werden:
„Wer Erinnerungskultur ernst nimmt, darf sie nicht durch Laufzeitverlängerungen undfinanzielle Hürden aushöhlen. Hier drängt sich der Verdacht auf, dass ziviles Engagementzugunsten der Attraktivierung des Wehrdienstes sanktioniert werden soll.“
, so Adrian Erhart, Obmann des Verein GEDENKDIENST.
Yuno Schwingshandl, stellvertretende Obperson, ergänzt:
„Es erscheint widersprüchlich, die kritische Reflexion der eigenen Geschichte als StaatszielÖsterreichs hervorzuheben, gleichzeitig aber den Zugang zu jenen Institutionen zuerschweren, die diesen gesellschaftlichen Auftrag in der Praxis erfüllen.“
Der Verein GEDENKDIENST fordert daher eine klare Abkehr von dieser
Verlängerungsempfehlung. Kritische Erinnerungsarbeit braucht nachhaltige Förderung - keine zusätzlichen Hürden. Eine zeitliche Ausdehnung um 15 Monate ohne entsprechende Ressourcen ist keine Reform, sondern eine strukturelle Schwächung der Erinnerungskultur Österreichs.
Rückfragen & Kontakt
GENDENKDIENST
Adrian Erhart
Telefon: +43 6509124082
E-Mail: [email protected]
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