- 02.04.2026, 09:25:05
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Wer ist eigentlich Dr. Joksch?
Der Mann, der sich mit einem ganzen System angelegt hat – und daraus neue Perspektiven für Wohlstand und Verantwortung entwickelt.

Es gibt Namen, die im System funktionieren. Und es gibt Namen, die das System herausfordern. Dr. Christian Joksch gehört zur zweiten Kategorie.
Während sich Universitäten in Europa zunehmend über Akkreditierungen, Rankings und Formalvorgaben definieren, stellt Joksch eine Frage, die dort kaum jemand hören will: Was davon hat tatsächlich mit unternehmerischer Realität zu tun?
Sein eigener Weg begann klassisch – fast lehrbuchmäßig: Promotion an der Wirtschaftsuniversität Wien, MBA in den USA, Karriere in der internationalen Versicherungswirtschaft bis in den Vorstand. Ein Systemprodukt, könnte man sagen.
Doch genau diese Karriere wurde zur Grundlage seiner späteren Fundamentalkritik.
1991 gründete Joksch IMADEC – zunächst als Beratungsunternehmen, später als Business School. Der Anspruch war von Anfang an ein anderer als im klassischen Hochschulsystem: Nicht Wissen vermitteln, sondern Entscheidungsfähigkeit entwickeln.
Der entscheidende Wendepunkt folgte mit der Gründung der Privatuniversität IMADEC.
Damit war Joksch nicht mehr Kritiker von außen – sondern Teil des Systems selbst: Akkreditierungsverfahren, staatliche Aufsicht, institutionelle Kontrolle.
Und genau dort eskalierte der Konflikt. Was offiziell als Qualitätssicherung gilt, erlebte Joksch als etwas völlig anderes: ein System, das Innovation verlangsamt, Inhalte standardisiert und letztlich jene bestraft, die nicht in bestehende Raster passen.
Prüfungen, die sich an Formalstrukturen orientieren. Bewertungen, die Infrastruktur statt Wirkung messen. Akkreditierungen, die Prozesse zertifizieren – aber keine Ergebnisse garantieren. Oder in seiner Diktion: „Man kann in diesem System alles korrekt machen – und trotzdem völlig an der Realität vorbeiarbeiten.“
Die Konsequenz war kein Anpassungsversuch – sondern ein Bruch. Joksch verließ den klassischen Universitätsrahmen bewusst und zog eine klare Linie: Keine Unterordnung mehr unter ein System, das er für strukturell falsch hält. Diese Entscheidung ist bis heute der Kern seiner Positionierung. Denn während viele Institutionen versuchen, sich innerhalb bestehender Akkreditierungslogiken zu optimieren, stellt Joksch deren Grundannahme infrage: Dass Qualität durch formale Verfahren entsteht. Seine Antwort darauf ist praktisch – nicht theoretisch.
Bereits ab 2012 entwickelte er Programme speziell für die C-Suite – zu einer Zeit, als dieser Markt in Europa kaum existierte. Während andere noch über Bologna-Strukturen diskutierten, arbeitete er bereits mit Vorständen und Geschäftsführern. Heute ist genau dieses Segment einer der dynamischsten Bereiche der Executive Education weltweit. Mit dem CSM Degree (C-Suite Management) geht Joksch nun den nächsten Schritt – und macht aus seiner Kritik ein klares Modell: Ein Vollstudium für Top-Executives.Bewusst außerhalb klassischer Akkreditierungssysteme. Fokussiert auf Wirkung statt Formalerfüllung. Das ist mehr als ein Programm. Es ist eine Provokation. Denn es stellt eine unangenehme Frage an Universitäten, Akkreditierungsräte und Qualitätssicherung-sinstitutionen gleichermaßen: Was passiert, wenn das System nicht mehr der Maßstab ist – sondern die Realität? Kritiker werfen ihm vor, sich bewusst außerhalb etablierter Strukturen zu positionieren. Seine Antwort darauf ist ebenso einfach wie unangenehm:„Ich habe das System gesehen. Ich habe darin gearbeitet. Und ich habe entschieden, dass es nicht gut genug ist.“ Damit trifft Joksch einen wunden Punkt. Denn je komplexer die Welt wird – durch Künstliche Intelligenz, geopolitische Unsicherheit und permanenten Veränderungsdruck – desto weniger reicht formale Ausbildung aus. Entscheidend ist nicht mehr, wer die richtigen Antworten gelernt hat. Sondern wer unter Unsicherheit die besseren Entscheidungen trifft.
Und genau hier liegt das eigentliche Konfliktfeld: Ein System, das Wissen zertifiziert, trifft auf eine Realität, die Entscheidungskompetenz verlangt. Dr. Joksch steht genau zwischen diesen beiden Welten. Für die einen ist er ein Querdenker. Für die anderen ein Unternehmer mit klarem Blick für Marktlücken. Und für das System?
Vor allem eines: ein Problem, das sich nicht mehr ignorieren lässt. Oder, noch direkter formuliert: Er ist nicht außerhalb des Systems gescheitert – er zeigt, wo es selbst scheitert.
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