- 01.04.2026, 12:58:02
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Grüne Wien/Malle: Späte Einsicht der Stadt Wien – jetzt bei Ausschreibungen künftig mehr Frauen berücksichtigen
„Spät, aber doch, zeigt die Stadt Wien Einsicht und wird nun in mehr als 60 Unternehmen die obersten Leitungspositionen nur mehr mit Ausschreibungen besetzen“, so die stellvertretende Klubobfrau der Grünen Wien, Julia Malle. Erst vor ein paar Monaten hat die Postenvergabe für den scheidenden ÖVP-Mandatar Manfred Juraczka für Aufregung gesorgt, weil es davor keine öffentliche Ausschreibung gab. Die Grünen Wien haben Ende letzten Jahres den Stadtrechnungshof beauftragt zu prüfen, ob hier das Stellenbesetzungsgesetz umgangen werden sollte.
„Wenn die Rot-Pinke Stadtregierung nun endlich öffentliche Führungspositionen mit Ausschreibungen besetzen will, dann kann man gleich Nägel mit Köpfen machen und bei diesen Ausschreibungen Frauen stärker berücksichtigen. Das Ziel ist, den Frauenanteil im Aufsichtsrat von städtischen Unternehmen auf 50 Prozent zu erhöhen“, so Malle. Derzeit sind zum Beispiel bei den Wiener Stadtwerken nur 30 Prozent Frauen im Aufsichtsrat vertreten. Auch in anderen Führungsbereichen sind Positionen mit Top-Gehältern überwiegend von Männern besetzt. „Postenschacher ist historisch überwiegend männlich. Mit mehr Transparenz und einer gesetzlich geregelten Ausschreibungspolitik wird dem Postenschacher hoffentlich ein Riegel vorgeschoben“.
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