- 01.04.2026, 09:43:27
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Manifest für eine neue Betriebswirtschaft
Fünf Forderungen für Universitäten und Business Schools im KI-Zeitalter. Die Betriebswirtschaftslehre steht an einem Wendepunkt.

Während Unternehmen längst begonnen haben, sich neu zu organisieren – getrieben durch künstliche Intelligenz, globale Unsicherheit und exponentielle Dynamiken – verharren viele Universitäten und Business Schools in Strukturen, die für eine andere Zeit geschaffen wurden. Diese Diskrepanz ist nicht länger akzeptabel. Wer heute Führungskräfte mit den Denkmodellen von gestern ausbildet, gefährdet die Wettbewerbsfähigkeit von morgen.
Es braucht daher keinen vorsichtigen Wandel. Es braucht eine klare Neuausrichtung.
Forderung 1: Künstliche Intelligenz muss zur Grundlage jeder Managementausbildung werden
Künstliche Intelligenz ist kein Spezialthema. Sie ist die Infrastruktur wirtschaftlichen Handelns.Jedes Programm, das Führungskräfte ausbildet, muss KI systematisch integrieren – in Strategie, Finanzen, Organisation und Führung. Ein Wahlfach reicht nicht. Alles andere ist Realitätsverweigerung.
Forderung 2: Entscheidungsfähigkeit muss über Wissensvermittlung gestellt werden
Die zentrale Kompetenz der Zukunft ist nicht Wissen, sondern die Fähigkeit, unter Unsicherheit tragfähige Entscheidungen zu treffen.Business Schools müssen daher weg von der reinen Vermittlung von Modellen – hin zu realitätsnahen Entscheidungssituationen, Simulationen und komplexen Fallkonstellationen. Nicht das Reproduzieren von Wissen entscheidet. Sondern das Handeln unter Druck.
Forderung 3: Programme müssen zu adaptiven Systemen werden
Statische Curricula sind ein Relikt. In einer Welt, die sich permanent verändert, müssen Inhalte laufend aktualisiert werden. Programme dürfen keine abgeschlossenen Einheiten mehr sein, sondern müssen sich kontinuierlich weiterentwickeln – unterstützt durch datenbasierte und KI-gestützte Systeme.Lernen ist kein Zeitraum mehr. Es ist ein Zustand.
Forderung 4: Führung muss als Leistung auf Zeit verstanden werden
Die Vorstellung, dass erreichte Positionen dauerhaft legitimieren, ist überholt.Managementausbildung muss darauf vorbereiten, dass Führung kontinuierlich neu erbracht werden muss – unter wechselnden Bedingungen, hohem Druck und permanenter Bewertung. Nicht Titel zählen. Sondern nachweisbare Leistung.
Forderung 5: Institutionen müssen sich neu definieren
Universitäten und Business Schools können nicht länger Hüter von Wissen sein.Ihre Aufgabe ist es, Entscheidungsfähigkeit zu entwickeln, Orientierung zu geben und Menschen auf eine Realität vorzubereiten, die sich ständig verändert. Das erfordert Mut zur Veränderung – auch innerhalb der eigenen Strukturen.Die Zukunft gehört nicht den Institutionen, die ihre Programme modernisieren. Sondern jenen, die ihr Selbstverständnis neu definieren.
Die Grenzen des bestehenden Akkreditierungssystems
Ein besonderer Widerspruch zeigt sich im Umgang mit Akkreditierung und Qualitätssicherung. Viele der heute gültigen Bewertungsmaßstäbe stammen aus einer Zeit, in der Stabilität, Standardisierung und formale Strukturen als zentrale Qualitätsindikatoren galten. Entsprechend werden häufig noch immer Kriterien herangezogen, die primär auf Sichtbarkeit und Umfang abzielen – etwa infrastrukturelle Größenordnungen, formale Lehrstrukturen oder klassische Fakultätsmodelle. Diese Logik greift zunehmend zu kurz.In einer Welt, in der Wissen jederzeit digital verfügbar ist, in der künstliche Intelligenz Inhalte in Echtzeit generiert und in der Entscheidungsfähigkeit zur zentralen Kompetenz wird, verlieren rein strukturelle Messgrößen ihre Aussagekraft. Die entscheidende Frage ist nicht mehr, wie viele Ressourcen formal vorhanden sind. Sondern wie wirksam sie eingesetzt werden. Nicht die Länge einer Bibliothek entscheidet über Qualität.Sondern die Fähigkeit, unter realen Bedingungen bessere Entscheidungen zu treffen. Damit geraten bestehende Akkreditierungssysteme unter Druck. Nicht, weil Qualität an Bedeutung verliert – sondern weil sie neu definiert werden muss. Zukünftig wird sich Qualität weniger an statischen Kriterien messen lassen, sondern an Dynamik, Anpassungsfähigkeit und tatsächlicher Wirkung in der Praxis. Diese Entwicklung stellt etablierte Systeme nicht infrage, um sie zu schwächen.Sondern um sie auf eine Realität auszurichten, die sich grundlegend verändert hat.
„Wir stehen am Beginn einer neuen Ära der Betriebswirtschaft. Entscheidend ist nicht mehr, was jemand erreicht hat, sondern was unter den Bedingungen der Gegenwart tatsächlich geleistet wird“, sagt Dr. Christian Joksch.
Die Wahl ist klar: Reform – oder Bedeutungsverlust. Ein Dazwischen gibt es nicht. Ein Ansatz, der bereits umgesetzt wird – und konsequent weitergetrieben wird. Die beschriebenen Veränderungen sind keine theoretische Perspektive. Sie haben bereits begonnen.
Die IMADEC Executive Education gehört zu den frühen Pionieren dieser Entwicklung. Bereits seit 2012 werden dort gezielt Programme für die C-Suite entwickelt – mit einem klaren Fokus auf Entscheidungsfähigkeit unter realen Bedingungen.
Im Zentrum steht nicht der Titel, sondern die tatsächliche Wirksamkeit. Programme werden kontinuierlich weiterentwickelt, Inhalte dynamisch angepasst und künstliche Intelligenz als integraler Bestandteil moderner Managementpraxis verstanden.
Dieser Ansatz ist eng verbunden mit der Arbeit von Dr. Christian Joksch, der früh erkannt hat, dass klassische Managementausbildung an ihre Grenzen stößt – und der seither konsequent neue Formate entwickelt, die der Realität moderner Führung entsprechen. Nicht als Beobachter, sondern als Antreiber. Nicht als Verwalter des Bestehenden, sondern als Gestalter des Kommenden.
Damit steht IMADEC exemplarisch für eine Entwicklung, die nicht mehr aufzuhalten ist. Die Zukunft der Betriebswirtschaft hat begonnen. Und sie wird dort entschieden, wo der Mut besteht, sie aktiv zu gestalten.
Rückfragen & Kontakt
Büro Dr. Christian Joksch
IMADEC Executive Education GmbH
Tel.: +43 676 6000004
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