- 01.04.2026, 08:07:32
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ÖAMTC: 64 Verkehrstote im ersten Quartal 2026
Osterwochenende erfordert besondere Aufmerksamkeit aller Verkehrsteilnehmenden
Im ersten Quartal 2026 verunglückten im österreichischen Straßenverkehr laut vorläufigen Zahlen des BMI 64 Personen tödlich. "Das entspricht einer Zunahme um zwei Prozent zum Vorjahr und stellt den viertniedrigsten Wert seit Beginn der Aufzeichnungen dar", erklärt ÖAMTC-Verkehrstechniker David Nosé. Pkw-Insass:innen machen mit 34 Todesfällen den größten Anteil aus, gefolgt von Fußgänger:innen (10), Klein-Lkw-Insass:innen (8), Motorradfahrer:innen (4) und Radfahrer:innen (3). Keine tödlichen Unfälle verzeichnete man in Wien und im Burgenland.
Insass:innen von Pkw besonders gefährdet, starker Anstieg bei Klein-Lkw
Rund 53 Prozent aller Verkehrstoten waren Pkw-Insass:innen. Die Hälfte davon starb bei Frontalkollisionen, ein Drittel bei Alleinunfällen – die fast alle mit Objektanprall (meist an einem Baum) endeten. 31 der 34 Pkw-Todesopfer verunglückten im Freiland (Quelle: BMI; ÖAMTC, eigene Aufzeichnungen).
Auffällig ist auch der Anstieg der Getöteten bei Klein-Lkw-Insass:innen, die 13 Prozent aller Verkehrstoten ausmachen – ein dreimal so hoher Wert wie in den Vorjahren. Die Hälfte der getöteten Klein-Lkw-Insass:innen kam bei Alleinunfällen mit Objektanprall ums Leben. Ungeschützte Verkehrsteilnehmer:innen (Fußgänger:innen, Radfahrende) verunglückten bislang etwas deutlich seltener tödlich als im Durchschnitt der vergangenen 14 Jahre.
Mutmaßliche Hauptunfallursache ist weiterhin überwiegend Unachtsamkeit/Ablenkung gefolgt von nicht angepasster Geschwindigkeit und Vorrangverletzung. "Dabei ist nicht angepasste Geschwindigkeit nicht gleichbedeutend mit Raserei oder dem Überschreiten des erlaubten Limits, sondern heißt, dass das zum Unfallzeitpunkt gewählte Tempo nicht den Verhältnissen angepasst war", erläutert der ÖAMTC-Experte.
Osterwochenende – Erhöhtes Verkehrsaufkommen erfordert Aufmerksamkeit, Motorrad- und Radfahrende nach Winterpause wieder vermehrt unterwegs
Üblicherweise kommt es am Osterwochenende mit mehr Verkehrsaufkommen auch zu einem Anstieg der Unfallzahlen. In den vergangenen 20 Jahren starben zwischen Karfreitag und Ostermontag insgesamt 92 Menschen. Der traurige Rekord stammt aus dem Jahr 1976 mit 39 Todesopfern am Osterwochenende (Quelle: BMI).
Aufgrund sonniger, aber noch unsicherer Wetterprognose muss man auch in diesem Jahr mit einem erhöhten Verkehrsaufkommen und einem größeren Mix an Verkehrsteilnehmenden rechnen. Viele Menschen planen Tagesausflüge, etliche mit Motorrad oder Fahrrad. "Gerade nach der Winterpause sollten Zweiradfahrende vorsichtig und defensiv in die Saison starten. Im Sinne der Verkehrssicherheit ist es wichtig, dass alle im Straßenverkehr aufmerksam sein – Autofahrende sollten sich ab jetzt aber wieder auf mehr Motorrad- und Radfahrende einstellen und dementsprechend vorausschauend fahren", appelliert der ÖAMTC-Verkehrstechniker zu erhöhter Vorsicht.
Getötete im Straßenverkehr, jeweils erstes Jahres-Quartal, seit 2012
Jahr 1. Quartal / Getötete
2012 99
2013 79
2014 113
2015 89
2016 79
2017 71
2018 79
2019 64
2020 69
2021 48
2022 77
2023 76
2024 54
2025 63
2026* 64
Quelle: Statistik Austria; BMI; Bearbeitung: ÖAMTC; *vorläufige Daten des BMI
Verkehrsunfälle, Verletzte und Getötete an Osterwochenenden seit 2012
Jahr UPS Verunglückte Getötete Verletzte
2012 245 332 6 326
2013 233 334 1 333
2014 319 411 4 407
2015 243 326 3 323
2016 253 344 9 335
2017 258 330 6 324
2018 245 331 2 329
2019 465 624 8 616
2020 193 221 4 217
2021 215 277 4 273
2022 283 390 4 386
2023 222 307 1 306
2024 289 368 5 363
2025* 373 453 3 450
Quelle: Statistik Austria, BMI; Bearbeitung: ÖAMTC; *vorläufige Daten des BMI
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