- 31.03.2026, 11:00:40
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Marlene Svazek: Endlich klare Regeln für Nikotinbeutel - Salzburg war hier Vorreiter im Jugendschutz
Freiheitliche begrüßen die klaren Regeln für Nikotinbeutel und fordern Kontrollregime am Vorbild Salzburg.
Die ab morgen in Kraft tretenden Verschärfungen bei Nikotinbeuteln und E-Zigaretten werden von Salzburgs Jugendschutz-Landesrätin LH-Stv. Marlene Svazek grundsätzlich begrüßt. Gleichzeitig verweist Svazek darauf, dass Salzburg bereits frühzeitig auf die Problematik aufmerksam gemacht und einheitliche diesbezügliche Regelungen vom Bund eingefordert hatte: „Wir haben bereits 2023 klar darauf hingewiesen, dass Nikotinbeutel und moderne E-Zigaretten ein massives Einfallstor für junge Menschen in die Nikotinabhängigkeit darstellen und das auf der Länderkonferenz 2024 erneut bekräftigt. Dass es hier lange keine einheitlichen und klaren gesetzlichen Vorgaben gab, war aus Sicht des Jugendschutzes nicht akzeptabel“, betont Svazek und führt aus: „Unser Ziel war es von Anfang an, rechtliche Schlupflöcher zu schließen und neue Nikotinprodukte nicht länger unreguliert zu lassen. Wer Nikotin verkauft, darf sich nicht durch Produkttricks der Verantwortung entziehen genau deshalb haben wir die Erweiterung des Begriffes Tabakwaren auf nikotinhaltige Produkte umgesetzt“, erinnert Svazek an das Nikotinbeutelverbot für Unter-18-Jährige, das in Salzburg frühzeitig umgesetzt worden ist.
Umso wichtiger sei es, dass jetzt endlich Bewegung in die Sache kommt. Klare Altersgrenzen, strengere Verkaufsregeln und ein Ende der gezielten Ansprache von Jugendlichen sind längst überfällig. Kritisch sieht Svazek jedoch, dass wertvolle Zeit verloren gegangen sei: „Der Markt hat sich in den letzten Jahren rasant entwickelt. Vor allem bei bunten Einweg-Vapes und aromatisierten Nikotinprodukten, die ganz bewusst auf junge Zielgruppen zugeschnitten sind. Hier hätte es schon längst ein konsequentes Eingreifen gebraucht“, spricht die Freiheitliche von einer Generation, die man durch Verzögerung der Nikotinsucht ausgesetzt habe.
Neben strengeren gesetzlichen Rahmenbedingungen fordert Svazek vor allem eine konsequente Umsetzung: „Entscheidend ist, dass die neuen Regeln auch tatsächlich eingehalten und kontrolliert werden. Jugendschutz darf nicht auf dem Papier enden. Es braucht klare Kontrollen, spürbare Konsequenzen und eine starke Präventionsarbeit“, verweist die Freiheitliche etwa auf verstärkte Überprüfungen von Automatenshops, die ihr Ressort angeordnet habe und die auch zu vermehrten Anzeigen und Strafen geführt hätten. Abschließend stellt Marlene Svazek klar, dass Nikotinprodukte keine harmlosen Lifestyle-Gadgets wären, sondern ein ernstzunehmendes Problem, das die Gesundheit von Jugendlichen und später Erwachsenen erheblich gefährdet.
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