- 31.03.2026, 08:00:32
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Industriellenvereinigung: 31. März ist Tag der Steuerleistung
Leistungsträgerinnen und Leistungsträger finanzieren den Staat bereits nach drei Monaten
Wer gut verdient, zahlt nicht nur mehr Steuern, er trägt auch einen überproportionalen Teil zur Finanzierung unseres Staates bei. Wie groß dieser Beitrag tatsächlich ist, macht der „Tag der Steuerleistung“ deutlich: Bereits mit 31. März haben die einkommensstärksten 20 Prozent der Erwerbstätigen (ab einem Bruttogehalt von 3.965 Euro im Monat) so viel Einkommenssteuer bezahlt wie der Durchschnitt im gesamten Jahr.
„Dieser Tag macht sichtbar, was oft übersehen wird: Ein relativ kleiner Teil der Bevölkerung trägt den Großteil der Steuerleistung“, sagt Christoph Neumayer, Generalsekretär der Industriellenvereinigung (IV). „Diese Menschen sichern mit ihrer Leistung tagtäglich das Funktionieren unseres Gemeinwesens.“
Diesen Menschen zudem immer wieder zu drohen, dass sie noch mehr Steuern zahlen sollen, ist dumm, vertreibt und demotiviert jene, die schon jetzt einen besonders hohen Beitrag für alle – auch im internationalen Vergleich – leisten.
Verantwortungsvoll mit Steuergeld umgehen
Hinter diesen Zahlen stehen keine anonymen Gruppen, sondern Fachkräfte in der Industrie, Lehrerinnen und Lehrer, Ärztinnen und Ärzte oder Unternehmerinnen und Unternehmer. Menschen, die Verantwortung übernehmen, Leistung erbringen und damit nicht nur ihr eigenes Einkommen erwirtschaften, sondern auch einen wesentlichen Beitrag für Bildung, Gesundheit, Sicherheit und Infrastruktur leisten.
Ein Blick auf die Daten zeigt die Dimension: Die obersten 20 Prozent der Einkommensbezieherinnen und Einkommensbezieher leisten rund 81 Prozent des gesamten Einkommenssteueraufkommens. In absoluten Zahlen sind das für das Referenzjahr 2022 29,4 Milliarden Euro von insgesamt 36,2 Milliarden Euro. Ohne diesen Beitrag wären die staatlichen Einnahmen aus der Einkommenssteuer bereits Mitte März aufgebraucht.
„Gerade in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten muss uns bewusst sein, wer dieses System trägt“, so Neumayer. „Das ist auch ein klarer Auftrag, mit Steuergeld verantwortungsvoll und effizient umzugehen.“
Starke Umverteilung im Steuersystem
Gleichzeitig zeigt sich, wie stark das österreichische Steuersystem umverteilt: Die unteren 55 Prozent der Steuerzahlerinnen und Steuerzahler beziehen – inklusive staatlicher Transfers – rund mindestens viermal so viel dessen, was sie selbst einzahlen.
Mit den Steuerleistungen der oberen Einkommensgruppen von 29,4 Milliarden Euro hätte man im Bundesbudget 2022 die Bereiche Bildung, Forschung, Kunst, Kultur, Fremdenwesen, Äußeres, Justiz und das Ministerium für öffentlichen Dienst und Sport bis hin zur vorschulischen Erziehung und Jugendwohlfahrt in den Ländern und Gemeinden inklusive Wien finanzieren können.
„Diese Zahlen zeigen, wie essenziell Leistung und Leistungsbereitschaft für unser System sind. Umso wichtiger ist es, Rahmenbedingungen zu schaffen, die diese Leistung ermöglichen, und nicht erschweren.“
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