- 30.03.2026, 11:54:02
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Was junge Pflegekräfte von ihrem Arbeitgeber erwarten
SeneCura-Studie: Junge Pflegekräfte bewerten kulturelle Vielfalt in der Arbeit am positivsten und meinen, die Zusammenarbeit unterschiedlicher Kulturen führt zu besseren Lösungen.
Mit über 5.000 Mitarbeitenden ist die SeneCura-Gruppe der größte private Arbeitgeber im Pflege- und Gesundheitsbereich in Österreich. SeneCura ist bestrebt, neben der sinnstiftenden Arbeit mit den betreuten Menschen allen Mitarbeitenden ein angenehmes Arbeitsumfeld zu bieten. Regelmäßige Befragungen geben Aufschluss über die Zufriedenheit der Mitarbeitenden und das daraus resultierende Verbesserungspotential.
Im Auftrag von SeneCura hat die Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften in Krems in den vergangenen Monaten eine neue Befragung durchgeführt. Das Ziel der Studie “Generationenmanagement in der Langzeitpflege der SeneCura-Gruppe” war, die Arbeitseinstellungen der verschiedenen Generationen sowie deren intergenerationale Zusammenarbeit zu beleuchten. Zudem wurde untersucht, welche Rolle Migration in diesem Kontext spielt.
Flexibilität und Selbstbestimmtheit sind gefragt
Die Studie zeigt, dass sich die Arbeitseinstellungen der Generationen unterscheiden. Studienautor Univ.-Prof. Dr. Franz Kolland: „Während ältere Generationen wie die Baby Boomer großen Wert auf Arbeitsplatzsicherheit legen, stehen für jüngere Generationen andere Aspekte im Vordergrund: gute Bezahlung, flexible Arbeitsgestaltung und Selbstbestimmtheit sind für sie besonders wichtig.“
So messen 80 % der Befragten der Generation Z (1997-2012 geboren) der flexiblen Arbeitszeitgestaltung eine hohe Bedeutung zu, während es in der Baby Boomer-Generation (1954-1969) nur 67 % sind. Im Gegenzug ist für diese Generation mit 67 % die Arbeitsplatzsicherheit am wichtigsten im Generationenvergleich.
Auch die intergenerationale Zusammenarbeit wird von den Generationen unterschiedlich wahrgenommen. Die Generation Z berichtet am häufigsten von Konflikten zwischen Jüngeren und Älteren, während Baby Boomer solche Spannungen deutlich seltener erleben.
Ein weiterer zentraler Befund betrifft Migration und kulturelle Vielfalt in der Langzeitpflege. Prof. Dr. Kolland: „Die Generation Z steht kultureller Vielfalt besonders positiv gegenüber und sieht darin einen klaren Vorteil für bessere Lösungen. Gleichzeitig nimmt sie aber auch häufiger Missverständnisse in der Zusammenarbeit mit Kolleg:innen unterschiedlicher Herkunft wahr. Dies ist ein Hinweis auf die Herausforderungen, die mit Diversität einhergehen können.“
Ganze 79 % der Generation Z stimmen der Aussage zu: „Kulturelle Vielfalt führt zu besseren Lösungen“. Bei der Generation X (1970-1984) beträgt der Anteil 56 %, bei der Generation der Baby Boomer nur 52 %.
Anton Kellner, Geschäftsführer der SeneCura-Gruppe, sagt dazu: „Wir haben zahlreiche Initiativen gestartet, um den Pflegeberuf in Österreich attraktiv zu gestalten. Die Personalsituation in der Langzeitpflege bleibt aber herausfordernd. Neben der Aus- und Weiterbildung unserer Pflegekräfte und von Quereinsteiger:innen an der EMG Akademie in Graz setzen wir auch auf die Integration ausländischer Pflegekräfte in unseren Betreuungseinrichtungen. Diese Studie hilft uns dabei, Vorbehalte als auch Chancen besser zu verstehen und die Integration in den laufenden Pflegebetrieb noch stärker zu unterstützen.“
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Mag. Johannes Wallner
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