• 27.03.2026, 12:50:32
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RWA: Konkrete Lösungen für Europas Proteinversorgung

Agro Innovation Lab der RWA prämiert zwei internationale Startups mit Lösungen für Europas Proteinstrategie

Überreichung des Awards
Korneuburg (OTS) - 

Die Sicherung der Proteinversorgung zählt zu den strategischen Zukunftsfragen Europas. Steigende Nachfrage, Importabhängigkeiten und geopolitische Unsicherheiten erhöhen den Druck auf Landwirtschaft, Industrie und Politik gleichermaßen. Ziel ist es, die Eigenversorgung zu stärken, Innovation zu beschleunigen und Wertschöpfung stärker in Europa zu verankern. Gleichzeitig ist klar: Es gibt nicht die eine Lösung, sondern eine Vielzahl an Ansätzen entlang der gesamten Wertschöpfungskette.

Der Proteinnovation Summit des Agro Innovation Lab, dem Innovationshub der RWA Raiffeisen Ware Austria, setzt genau hier an und bringt internationale Startups, Investoren, Landwirtschaft und politische Entscheidungsträger zusammen, um konkrete Lösungen entlang dieser Wertschöpfungskette zu identifizieren und in die Umsetzung zu bringen. „In den letzten Jahren hat sich im Bereich Protein einiges entwickelt. Jetzt geht es darum, die nächsten Schritte zu setzen und innovative Lösungen in die Praxis zu bringen. Für die österreichischen Landwirte und für die Ernährungssicherheit insgesamt“, betont Christoph Metzker, Vorstandsdirektor der RWA. Auch Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig betont bei der Preisverleihung: „Der Ausbau der heimischen Eiweißproduktion ist ein zentraler Baustein für die Versorgungssicherheit. Gleichzeitig braucht es Lösungen, die ressourcenschonend und klimafit sind. Programme wie die Proteinnovation Discovery machen Innovationspotenziale sichtbar und stärken eine nachhaltige und wettbewerbsfähige Agrar- und Lebensmittelwirtschaft.“

Ausgezeichnete Lösungen für die Praxis

Der Proteinnovation Summit bildet den Höhepunkt eines internationalen Innovationsprozesses mit mehr als 100 Einreichungen aus 33 Ländern. Zehn Finalisten aus neun Ländern präsentierten ihre Lösungen vor einer internationalen Jury. Den Proteinnovation Award, dotiert mit 10.000 Euro, erhielt Decameal aus Dänemark mit einem innovativen Mahlsystem für Krustentiere, das auf unterschiedliche Spezies anwendbar ist und neue Möglichkeiten in der Proteinverwertung eröffnet. Speziell als Tiernahrung sind Futterergänzungsstoffe höchst interessant für heimische Betriebe.

Den Sonderpreis von TUM Venture Labs, der eine Jahresmitgliedschaft für die Venture Labs der TU München sowie eine Wildcard für die AgriFood Demo Days der TU München beinhaltet, ging an das australische Unternehmen Vortair. Das Startup entwickelt eine Technologie, mit der organische Reststoffe und Nebenprodukte effizient zu feinen Pulvern verarbeitet werden können und so als Rohstoffe für die Lebensmittel-, Futtermittel- und Proteinproduktion nutzbar werden. Die Anwendbarkeit für heimische Produkte von Weinbau über Landwirtschaft bis zur Holzindustrie ist spannend und hochinnovativ.

Politischer Rahmen und europäische Perspektive

Die Proteinversorgung ist ein komplexes Systemthema, das von landwirtschaftlicher Produktion über Verarbeitung und Technologie bis hin zu Konsumentenanforderungen und regulatorischen Rahmenbedingungen reicht. Politik, Forschung und Wissenschaft definieren dabei die Rahmenbedingungen, innerhalb derer Innovation entstehen kann. Deutlich wurde im Rahmen des Summits auch, dass regulatorische Fragen eine zentrale Rolle spielen, um Innovation rascher in die Umsetzung zu bringen. Koen Dillen gab als Vertreter der Europäischen Kommission Einblicke in die laufende EU-Proteinstrategie. Europas Ziel ist es, Ernährungssouveränität, Nachhaltigkeit und Krisenfestigkeit zu stärken und gleichzeitig neue Lösungen schneller in die Anwendung zu bringen. Die Ergebnisse werden in diesem Jahr präsentiert.

Globale Innovation bei der Proteinnovation

Der Proteinnovation Summit zeigt, wie konkrete Anwendungen Teil der Lösung zur Proteinversorgung werden. Georg Sladek, Geschäftsführer des Agro Innovation Lab, erklärt: „Die große internationale Resonanz zeigt uns, dass die Proteinfrage längst global gedacht wird. Entscheidend ist für uns, aus dieser Vielfalt jene Ansätze herauszufiltern, die wirtschaftlich tragfähig sind und sich in Europa tatsächlich umsetzen lassen. Unsere Aufgabe ist es, Innovation und Markt zusammenzubringen.“ Auf Initiative der RWA und ihres Agro Innovation Lab treffen internationale Startups auf Landwirtschaft, Industrie, Forschung und Entscheidungsträger. Neben klassischen Startup-Pitches waren auch sogenannte Reverse Pitches ein zentrales Element: Unternehmen formulieren konkrete Anforderungen und positionieren sich als Partner für Entwicklung und Skalierung.

Die eingereichten Lösungen deckten die gesamte Bandbreite aktueller Entwicklungen ab: von pflanzenbasierten Ansätzen über Fermentation und die Nutzung von Nebenströmen bis hin zu Insekten, Algen und weiteren innovativen Technologien. Die Anwendungen reichen von der Lebensmittelindustrie über Futtermittel bis in den Pet-Food-Bereich. Ausgewählt wurden die zwei Gewinner aus zehn Finalisten aus Belgien, Österreich, Israel, Dänemark, den Niederlanden, Finnland, Frankreich, dem Vereinigten Königreich und Australien. Die zehn Finalisten waren die Startups Decameal, Vortair, Calidris Bio, TripleA, Onima, Grassa, NAPPA Protein, Reploid, Viridian Seeds und MUU.

Über Agro Innovation Lab GmbH:

Das Agro Innovation Lab (AIL) ist eine Innovationsplattform der RWA Raiffeisen Ware Austria AG mit Hauptsitz in Korneuburg. Ziel des AIL ist es, Innovationen für den landwirtschaftlichen Bereich zugänglich zu machen. Dabei gibt es aktuell folgende Schwerpunkte: Automatisierung, Robotik und Nachhaltigkeit.

Über RWA Raiffeisen Ware Austria:

Die RWA ist als Produzent, Dienstleister und Händler in den Geschäftsfeldern Agrar, Technik, Energie, Baustoffe und Haus & Garten tätig. Als Dachorganisation der Lagerhaus-Genossenschaften in Österreich erbringt die RWA für diese ein umfassendes Leistungsangebot in den erwähnten Bereichen. Darüber hinaus betreibt die RWA eine Vielzahl an Beteiligungen und Tochterunternehmen im Inland und in ausgewählten osteuropäischen Ländern.

Rückfragen & Kontakt

RWA Raiffeisen Ware Austria AG
Mag. Susanne Werner
Telefon: +436646274377
E-Mail: [email protected]

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