- 26.03.2026, 10:00:53
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Rund 26.000 Wiener Betriebe bereits Opfer von Cybercrime-Attacken
3-2-1-Grundsatz hilft gegen Datenverlust – Heimhilcher: „Backups automatisieren, bringt Stabilität, Sicherheit und Kundenvertrauen.“
„Daten sind das Rückgrat jedes Unternehmens. Ein Backup kann Unternehmen vor dem Untergang bewahren“, sagt Martin Heimhilcher, Obmann der Sparte Information und Consulting der WK Wien, anlässlich des Welt Backup Tag, der heuer zum fünfzehnten Mal am 31. März stattfinden wird. Das ist gerade in Zeiten zunehmender Bedrohung durch Cyberattacken essenziell. Laut aktueller KPMG-Studie wurde jedes sechste Unternehmen in Wien bereits Opfer einer Cyberattacke.
Doch Cyberkriminalität ist nur eine von mehreren Ursachen für einen Datenverlust. Auch technische Defekte, Softwarefehler oder menschliche Irrtümer können zu schwerwiegenden Ausfällen führen. Dazu kommen noch externe Faktoren wie gestohlene oder verloren gegangenen Geräte, beschädigte Hardware oder Malware-Befall. Der Welt Backup Tag ist ein guter Anlass, die eigene Sicherungsstrategie zu überprüfen und sie eventuell an neue Anforderungen anzupassen.
Ein Backup schützt nicht nur vor dem Verlust wichtiger Daten, sondern trägt auch wesentlich dazu bei, den Betrieb rasch weiterführen zu können. Denn Ausfälle können hohe Folgekosten verursachen; sei es Produktionsstillstand oder Datenrekonstruktion bis hin zu Reputationsschäden. „Wir sehen zunehmend, dass Unternehmen, die gut vorbereitet sind, im Ernstfall rasch weiterarbeiten können. Das wirkt sich stark auf die Schadensminderung aus“, so Heimhilcher.
Backup-Empfehlungen
- 3-2-1 Grundsatz: Drei Kopien wichtiger Daten auf zwei unterschiedlichen Speichermedien – eine davon extern aufbewahrt.
- Es sollte tägliche oder zumindest wöchentliche Sicherungen geben, um den Datenverlust zu minimieren.
- Können die Daten durch ein Backup wiederhergestellt werden? Auch das muss regelmäßig getestet werden.
- Außerdem gilt es unternehmensintern zu klären, wer für Backup-Überwachung, Dokumentation und regelmäßige Prüfungen zuständig ist.
Datensicherung ist nicht nur ein technisches Thema, sondern auch Teil der wirtschaftlichen Resilienz. Ein Datenverlust kann ein Unternehmen empfindlich treffen. „Wer Backups automatisiert, investiert in Stabilität, Sicherheit und Kundenvertrauen“, sagt Heimhilcher abschließend.
Hintergrund zum Datum
Gewählt wurde der Tag bewusst vor dem 1. April. Der Initiator hatte dabei Humor als Hintergedanken. Der 31. März wäre ein guter Anlass, die wichtigsten Dateien vor den Aprilscherzen in Sicherheit zu bringen. Die Idee dazu geht auf die Initiative von Ismail Jadun, einen IT-Dienstleister, zurück. Zunächst als Aktionstag zur Datensicherung gestartet, entwickelte er sich mehr in die Richtung, öffentliches Bewusstsein für die Thematik zu schaffen.
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