- 25.03.2026, 11:57:02
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Innovative Therapie für Netzhauterkrankungen am LK Mistelbach-Gänserndorf
LR Kasser: Neue Therapie zeigt, wie hochprofessionell in Niederösterreich Medizin betrieben wird
Am Landesklinikum Mistelbach-Gänserndorf wird an der Abteilung für Augenheilkunde eine niederösterreichweit einzigartige Therapie für Erkrankungen der Netzhaut im Rahmen einer Studie durchgeführt.
Der für die Landes- und Universitätskliniken zuständige Landesrat Anton Kasser gratuliert dem Team der Augenabteilung: „Diese Studie und die daraus resultierende neuartige und schonendere Therapie für unsere Patientinnen und Patienten mit Netzhauterkrankung zeigt wieder einmal, wie hochprofessionell in Niederösterreich Medizin betrieben wird. Auch weltweit können wir hier mit führenden Kliniken mithalten.“
An der Augenabteilung des LK Mistelbach wird derzeit eine innovative Therapie für Patientinnen und Patienten mit Erkrankungen der Netzhaut erprobt. Bisher benötigte man etliche Injektionen eines Medikaments, das direkt in das Augeninnere verabreicht wird. „Doch viele unserer Patientinnen und Patienten leiden unter den Injektionstherapien, die aufwändig sind und zudem bis zu zwölf Mal pro Jahr dauerhaft durchgeführt werden müssen“, erklärt Sebastian Waldstein, Abteilungsvorstand und assoziierter Professor an der Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften.
Bei der neuartigen Therapie wird ein kleines, etwa reiskorngroßes Kunststoffröhrchen während eines hochspezialisierten Eingriffes in die Wand des Auges eingesetzt. Das Röhrchen dient dann permanent als Reservoir für die zur Behandlung notwendigen Medikamente im Inneren des Auges. Durch die Depotwirkung des Röhrchens können die zuvor monatlichen Injektionen auf ein bis zwei ambulante Befüllungen pro Jahr reduziert werden.
Das innovative Röhrchensystem, zu dem es weltweit auch schon andere Studien gab, wird im Rahmen einer internationalen Studie an ca. 250 Patientinnen und Patienten getestet. Das LK Mistelbach ist dabei absoluter Vorreiter unter den rund 50 teilnehmenden Kliniken weltweit und auch in Niederösterreich: „Wir haben nicht nur die erste Patientin im Rahmen dieser Studie implantieren können, sondern haben mittlerweile als erstes Zentrum der Welt bei dieser konkreten Studie unser Ziel von vier Teilnehmerinnen bzw. Teilnehmern erfüllt. Das macht mich nicht nur äußerst stolz auf das multiprofessionelle, höchst engagierte Team in Mistelbach, sondern zeigt auch den innovativen Charakter der NÖ Landesgesundheitsagentur, indem wir die neuesten Therapieoptionen für unsere lokale Bevölkerung zugänglich machen“, betont Waldstein.
Weitere Informationen: Barbara Schindler-Pfabigan, NÖ LGA - Gesundheitsregion Weinviertel GmbH, Tel.: +43 676 858 70 38420, [email protected]
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