• 25.03.2026, 10:30:03
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Die Donauinsel. 21 Kilometer Freiraum

Die neue Schau beleuchtet die Geschichte und Gegenwart dieser besonderen Insel, die heute zu den wichtigsten Freiräumen der Stadt zählt. Ab morgen im Wien Museum!

Wien (OTS) - 

Die Donauinsel – zwischen 1972 und 1988 gemeinsam mit der Neuen Donau erbaut, um Wien endgültig vor verheerenden Hochwässern zu schützen – ist heute aus dem Stadtbild nicht mehr wegzudenken. Dass an warmen Sommertagen auf der mehr als 21 Kilometer langen und bis zu 250 Meter breiten Insel einmal mehr als 200.000 Personen täglich unterwegs sein würden, war beim politischen Startschuss für das Projekt im Jahr 1969 allerdings weder geplant noch vorhersehbar.

„Die Donauinsel ist mehr als reiner Hochwasserschutz – sie gehört zur DNA unserer Stadt. Sie zählt zu den bedeutendsten Errungenschaften der Wiener Stadtregierung und wurde gegen heftigen Widerstand der Opposition umgesetzt. Heute wäre Wien ohne die Donauinsel nicht mehr vorstellbar. Die Donauinsel verbindet Hochwasserschutz für tausende Wiener Haushalte mit einem großzügigen Naherholungsraum im Herzen der Stadt. Als internationales Vorzeigeprojekt für resiliente Stadtplanung bietet sie seit 40 Jahren Platz für vielfältige Nutzungen: von kleinen Familienpicknicks im Grünen bis hin zum Donauinselfest, Europas größtem mehrtägigen Open-Air-Festival. Die Donauinsel steht damit exemplarisch für eine Stadtentwicklung, die Sicherheit, Lebensqualität und kulturelle Vielfalt miteinander verbindet – und ist bis heute ein Symbol für die Innovationskraft und Zukunftsorientierung Wiens. Einmal mehr holt das Wien Museum einen wichtigen Teil unserer Stadtgeschichte vor den Vorhang.“ Veronica Kaup-Hasler - Amtsführende Stadträtin für Kultur und Wissenschaft

Ursprünglich als rein technisches Hochwasserschutzprojekt konzipiert und politisch höchst umstritten, entwickelte sich die Donauinsel erst im Lauf von mehr als 30 Jahren Planungs- und Bauzeit zu einem vielfältigen Natur- und Erholungsraum am Wasser. Ideen für Hochhäuser, einen Truppenübungsplatz und einen Zentralbahnhof auf der Insel wurden ebenso verworfen wie die Ausgestaltung der Insel als rein wasserbautechnischer Damm ohne Zugang zur Neuen Donau. Zahlreiche Protagonist:innen setzten sich – nicht zuletzt vor dem Hintergrund der erstarkenden Umweltbewegung der 1970er Jahre – für eine möglichst naturnahe Gestaltung ein.

„Die Donauinsel ist kein Zufallsprodukt, sondern das Ergebnis präziser landschaftsarchitektonischer Planung, die Gelände, Pflanzungen und Ufergestaltung so aufeinander abstimmte, dass Hochwasserschutz, Natur und vielfältige Freizeitnutzungen im Gleichgewicht bleiben; trotz ihrer Fragilität ermöglicht die Struktur bis heute Anpassungen an Klima und Stadtentwicklung.“ Ulrike Krippner, Kuratorin, Universität für Bodenkultur Wien

Die Ausstellung im Wien Museum beleuchtet die Geschichte und Gegenwart dieser besonderen Landschaft, die heute zu den wichtigsten Freiräumen in der wachsenden Stadt zählt und Stadtbewohner:innen unterschiedlichsten Alters und diversester Herkunft für eine Vielzahl von Aktivitäten dient.

Mit der Ausstellung Die Donauinsel und der begleitenden Publikation liegt erstmals eine umfassende Darstellung der facettenreichen Geschichte und Gegenwart dieses einzigartigen, künstlich geschaffenen Landschaftsraums vor, der heute zu den wichtigsten grünen Freiräumen der wachsenden Stadt gehört und aus dem Alltag der Wiener:innen nicht mehr wegzudenken ist.“ Martina Nußbaumer, Kuratorin, Wien Museum

Die Vorgeschichte der Bemühungen um einen wirksamen Hochwasserschutz für Wien und die „wilde“ Nutzung des ehemaligen Überschwemmungsgebiets, die schon viel von der späteren Verwendung der Donauinsel vorwegnahm, sind dabei ebenso Thema wie die komplexe Planungs- und Baugeschichte der in ihrer Dimension einzigartigen Insel und ihre zentrale ökologische und soziale Bedeutung in der dichter und heißer werdenden Stadt der Gegenwart.

„Die Donauinsel steht sinnbildlich für das, was moderne und vorausschauende Stadtentwicklung leisten kann: Einen einzigartigen Natur- und Freizeitraum für alle, der vielfältige Ansprüche vereint. Bis heute erfüllt die Donauinsel ihre zentrale und ursprüngliche Aufgabe als zuverlässiger Hochwasserschutz – und wie wichtige diese Aufgabe ist, hat das Hochwasserereignis im Herbst 2024 wieder eindrucksvoll gezeigt. Zugleich ist die Donauinsel zu einem der beliebtesten Freizeitparadiese unserer Millionenstadt geworden. Während in vielen anderen Ländern Zugänge zu Gewässern zunehmend privatisiert werden, bleiben die 42 Kilometer Ufer auf der Donauinsel frei zugänglich - ein außergewöhnliches öffentliches Gut. Die Donauinsel ist damit auch über Wien hinaus ein starkes Symbol dafür, wie sich Natur- und Erholungsräume sowie Hochwasserschutz multifunktional im Sinne der Bevölkerung verbinden lassen. Die Donauinsel ist bis heute in stetigem Wandel. Zahlreiche Attraktivierungsprojekte tragen dazu bei, sie zukunftsfit zu gestalten – zuletzt etwa zu sehen an neuen Top-Badeoasen wie dem Pier 22, CopaBeach oder dem Arena Beach mit direktem Wasserzugang in die Neue Donau. Ich freue mich, dass die Ausstellung im Wien Museum die Möglichkeit bietet, dieses besondere Natur- und Freizeitareal im Rahmen einer Reise durch seine Geschichte neu zu entdecken! Ulli Sima - Amtsführende Stadträtin für Stadtentwicklung, Mobilität und Wiener Stadtwerke

Die Entstehung der Donauinsel verdankt sich der Zusammenarbeit vieler Institutionen und Menschen, einige Beteiligte am Planungs- und Bauprozess kommen in der Ausstellung in Interviews direkt zu Wort: Bruno Domany, Ulrike Goldschmid, Gottfried Hansjakob, Stefan Hübner und Walter Redl. Die Wiener Gewässer (MA 45), die bis zur Gegenwart für die Pflege und Erhaltung der Donauinsel zuständig sind, haben die Ausstellung mit Wissen und Leihgaben unterstützt, Gerald Loew und Thomas Kozuh-Schneeberger erzählen im Begleitbuch zusätzlich, wie sich die Anforderungen an die Donauinsel seit ihren Anfängen verändert haben.

Die Donauinsel
21 Kilometer Freiraum
26. März bis 30. August 2026

Kuratorinnen: Martina Nußbaumer, Ulrike Krippner
Kuratorische Mitarbeit: Sándor Békési, Gertrud Haidvogl
Kuratorische Assistenz: Lisa-Marie Schett, Valerie Ludescher
Ausstellungsgestaltung: Robert Rüf
Ausstellungsgrafik: Larissa Cerny
Ausstellungsproduktion: Sali Parsa
Kooperationspartner: Universität für Bodenkultur Wien
Hauptsponsor: Wiener Stadtwerke

Begleitbuch zur Ausstellung

Die Donauinsel. 21 Kilometer Freiraum. 432 Seiten, ISBN: 978-3-99166-046-0.

Falter Verlag. EUR 38,- (in deutscher Sprache)

Presseinformation und Pressefotos

Rückfragen & Kontakt

Wien Museum
Konstanze Schäfer
Telefon: 0043 664 5457800
E-Mail: [email protected]

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