- 25.03.2026, 09:00:36
- /
- OTS0019
LR Rosenkranz: Ausgerechnet der Biber als Maskottchen für Naturgefahren ist ein politischer Fehlgriff
Verharmlosung eines Tiers, dessen Ausbreitung längst zu realen Problemen führt
„Umweltbildung ist wichtig, und komplexe Themen können Kindern auch spielerisch vermittelt werden. Aber ausgerechnet den Biber als freundliche Comicfigur für Naturgefahren zu wählen, während gleichzeitig vielerorts über reale Probleme durch Biberschäden diskutiert wird, ist zumindest bemerkenswert“, zeigt sich Naturschutz-Landesrätin Susanne Rosenkranz über das neue Maskottchen „Biber Berti“ des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft (BMLUK) verwundert.
„Gerade der Bundesminister für Landwirtschaft Norbert Totschnig sollte die Biber-Problematik nicht mit einer „Berti“-Marketingkampagne für rund 17.000 Euro verharmlosen. Der streng geschützte Biber habe sich in den vergangenen Jahren stark ausgebreitet, mit rund 9.000 Exemplaren in Niederösterreich besonders stark. Seine Bautätigkeit an Gewässern führe immer wieder zu Konflikten mit Landwirtschaft und Grundeigentümern. Überschwemmte Flächen, beschädigte Böschungen oder unterhöhlte Wege stellten vielerorts eine Herausforderung dar. Entnahmen der Biber werden von Seiten der EU erschwert oder ganz verunmöglicht.
„Der Biber ist Teil unserer Natur – aber auch Teil eines realen Nutzungskonflikts. Deshalb braucht es sachliche Diskussionen und rasche Lösungen für Betroffene“, betont Rosenkranz. Ein „Berti Biber“ dürfe nicht zur Verharmlosung realer Probleme führen. „Nur wenn wir Natur und Menschen gleichermaßen ernst nehmen und nicht verniedlichen, können langfristig tragfähige Lösungen entstehen.“
Rückfragen & Kontakt
Christoph Bathelt
Pressereferent
Büro LR Mag. Susanne Rosenkranz
Landhausplatz 1 | Haus 2
3109 St. Pölten
Mobil: +43 676 812 13797
E-Mail: [email protected]
Web: www.noe.gv.at
http://www.noe.gv.at/datenschutz
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | FKN






