- 24.03.2026, 12:19:33
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Sicherung des österreichischen Luftraums: Nachbeschaffung moderner Abfangjäger ist eine sicherheitspolitische Notwendigkeit
Die Wahrung der Lufthoheit ist eine zentrale Aufgabe eines souveränen Staates. Vor dem Hintergrund der aktuellen sicherheitspolitischen Entwicklungen in Europa und der steigenden Anforderungen an die militärische Luftraumüberwachung unterstreicht das Österreichische Bundesheer die Notwendigkeit einer zeitgerechten Nachbeschaffung moderner Abfangjäger.
Europäischen Staaten verfügen über leistungsfähige Luftstreitkräfte zur Sicherung ihres Luftraums. Staaten wie Deutschland, Italien, die Schweiz, Tschechien oder Ungarn betreiben moderne Kampfflugzeuge, um ihre territoriale Integrität zu schützen, internationale Verpflichtungen wahrzunehmen und auf sicherheitspolitische Herausforderungen flexibel reagieren zu können.
Ausgewählte europäische Staaten und Anzahl ihrer Kampfflugzeuge (gerundet):
- Deutschland: ca. 230 Kampfflugzeuge
- Italien: ca. 180 Kampfflugzeuge
- Frankreich: ca. 300 Kampfflugzeuge
- Vereinigtes Königreich: ca. 160 Kampfflugzeuge
- Spanien: ca. 140 Kampfflugzeuge
- Polen: ca. 120 Kampfflugzeuge
- Griechenland: ca. 230 Kampfflugzeuge
- Niederlande: ca. 50 Kampfflugzeuge
- Belgien: ca. 50 Kampfflugzeuge
- Schweiz: ca. 30 Kampfflugzeuge
- Tschechien: ca. 15 Kampfflugzeuge
- Ungarn: ca. 15 Kampfflugzeuge
- Slowakei: ca. 10 Kampfflugzeuge
- Kroatien: ca. 10 Kampfflugzeuge
- Bulgarien: ca. 15 Kampfflugzeuge
- Schweden: ca. 90 Kampflugzeuge
- Finnland: ca. 50 Kampfflugzeuge
- Dänemark: ca. 40 Flugzeuge
- Rumänien: ca. 20 Flugzeuge
Zusätzlich zu diesen bestehenden Luftstreitkräften investieren Europäische Staaten derzeit massiv in den Ausbau ihrer Luftstreitkräfte.
Dänemark verstärkt seine Luftstreitkräfte mit 27 zusätzlichen Kampfjets, Schweden hat 60 weitere Kampflugzeuge bestellt, Finnland kauft 64 weitere Flieger, die Schweiz 36, Rumänien 32 und Tschechien bestellte 24 Flieger.
Auch Österreich ist verpflichtet, seinen Luftraum rund um die Uhr zu überwachen und zu schützen. Die aktive Luftraumüberwachung umfasst unter anderem das Erkennen, Identifizieren und erforderlichenfalls Abfangen von nicht kooperativen oder unbekannten Luftfahrzeugen. Diese Fähigkeit ist ein unverzichtbarer Bestandteil staatlicher Souveränität und kann nicht an Dritte ausgelagert werden.
Die derzeit in Österreich eingesetzten Systeme nähern sich dem Ende ihrer Nutzungsdauer und entsprechen in absehbarer Zeit nicht mehr den technologischen und operationellen Anforderungen. Eine Nachbeschaffung moderner Abfangjäger ist daher notwendig, um die Einsatzbereitschaft langfristig sicherzustellen und die Sicherheit der Bevölkerung weiterhin gewährleisten zu können.
„Ein souveräner Staat muss seinen Luftraum selbst schützen können. Der Blick nach Europa zeigt klar: Leistungsfähige Luftstreitkräfte sind heute der Standard. Wenn wir die Sicherheit Österreichs auch in Zukunft gewährleisten wollen, brauchen wir eine moderne und verlässliche Luftraumüberwachung. Die Nachbeschaffung von Abfangjägern ist daher keine Option, sondern eine sicherheitspolitische Notwendigkeit!“, so Verteidigungsministerin Klaudia Tanner.
Darüber hinaus ermöglicht eine moderne Luftflotte die verstärkte Zusammenarbeit mit europäischen Partnern im Rahmen von Übungen, Luftraumsicherungsoperationen und internationalen Einsätzen. Interoperabilität und technologische Anschlussfähigkeit sind entscheidende Faktoren für eine effektive sicherheitspolitische Kooperation innerhalb Europas.
Das Österreichische Bundesheer bekennt sich klar zur Sicherstellung einer glaubwürdigen und zukunftsfähigen Luftraumüberwachung. Die Nachbeschaffung moderner Abfangjäger stellt dabei einen wesentlichen Schritt dar, um Österreichs Sicherheit auch in Zukunft eigenständig gewährleisten zu können.
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