- 24.03.2026, 12:17:32
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Omar Al-Rawi (SPÖ) ad Grüne Wien: Wien beschleunigt die Energiewende
Wien treibt den Ausstieg aus Gas voran und investiert massiv in erneuerbare Strom- und Wärmeerzeugung für mehr Unabhängigkeit, Versorgungssicherheit und leistbare Preise
Während aufgrund des Krieges im Nahen Osten weltweit die Strom- und Gaspreise steigen und die Sorge vor einer Versorgungskrise wächst, arbeitet die Stadt Wien weiter intensiv am Ausstieg aus fossilen Brennstoffen. Das Ziel der Stadt Wien: Bis 2040 sollen die Wiener Haushalte vollständig aus nachhaltigen erneuerbaren Quellen versorgt werden.
„Wer wie die Wiener Grünen behauptet, Wien würde beim Ausstieg aus fossilen Brennstoffen schlafen, hat entweder die Entwicklungen der letzten Jahre verschlafen oder betreibt bewusst politische Vernebelung“, reagiert der Vorsitzende des Ausschusses für Stadtentwicklung, Mobilität und Wiener Stadtwerke, Wiener Gemeinderat Omar Al-Rawi (SPÖ), scharf auf die jüngsten Aussagen in der heutigen Pressemitteilung von Peter Kraus und Tina Wirnsberger von den Grünen Wien. „Die Stadt Wien ist beim Ausstieg aus fossilen Energieträgern österreichweit Vorreiterin. Mit dem Wiener Wärmeplan liegt seit 2024 ein klarer, konkreter Fahrplan auf dem Tisch. Während andere noch diskutieren, setzen wir in Wien längst um“, stellt Al-Rawi klar.
Konkrete Maßnahmen statt leerer Schlagzeilen
Wien investiert massiv in erneuerbare Energie und treibt die Wärmewende mit Nachdruck voran: Großwärmepumpen, Tiefengeothermie und Abwärmenutzung sind längst Realität. Zu den großen nachhaltigen Wärmelieferanten zählen die Großwärmepumpe der ebs wien Kläranlage, die fast 60.000 Haushalte versorgt und die Tiefengeothermie in Aspern, die ein Versorgungsvolumen von 200.000 Haushalten im Vollausbau hat. Die Probeförderung des heißesten Wärmeschatz der Stadt hat im Herbst 2025 begonnen und gewinnt Wärme aus der Heißwasserquelle in 3.000 m Tiefe. Zu den kleineren Wärmelieferanten zählen die Manner-Schnittenfabrik, die seit 10 Jahren mit der Abwärme aus dem Schnitten-Ofen in Ottakring rund 600 Haushalte heizt, die Therme Wien deren Restwärme des Badewassers 1.900 Wiener Haushalte wärmt oder das Rechenzentrum in Floridsdorf, das die Klinik Floridsdorf mit Wärme versorgt.
„Allein die Tiefengeothermie in Aspern hat im Vollausbau das Potenzial, 200.000 Haushalte zu versorgen. Gleichzeitig nutzen wir Abwärme aus Industrie und Infrastruktur – von der Manner-Fabrik bis zur Therme Wien. Das ist gelebte Energiewende in Wien“, so Al-Rawi.
Auch beim Strom setzt Wien konsequent auf erneuerbare Quellen: „Mit dem Erwerb von ImWind haben wir einen massiven Ausbau von Wind- und Sonnenenergie sichergestellt. Damit können wir bis 2030 alle Wiener Haushalte mit sauberem Strom versorgen. Das Sonnen- und Windkraftpotential ist auf einen Schlag so groß geworden, dass wir bis 2030 alle Wiener Haushalte mit sauberem Strom versorgen können und bis 2040 zusätzlich die gesamte Öffi-Flotte und jedes E-Auto“, betont Al-Rawi.
Wärmepumpen mit Zukunftspotential
Anfang des Jahres wurde die Großwärmepumpe Spittelau in Betrieb genommen und erzeugt nachhaltige Wärme für 16.000 Wiener Haushalte. Zusätzlich produziert die dortige Müllverbrennungsanlage Strom für 30.000 Haushalte und Fernwärme für 60.000 Wiener Haushalte. Mit dieser Dreifachnutzung und einer 95-prozentigen Energienutzung, ist die Spittelau die effizienteste Müllverbrennungsanlage Mitteleuropas und die neueste Wärmepumpe in Wien. Bereits seit 2019 deckt eine Großwärmepumpe beim Kraftwerk Simmering den Bedarf von 25.000 Haushalten. Seit Dezember 2023 versorgt eine weitere Anlage bei der Kläranlage ebswien rund 56.000 Wohnungen.
Damit steigt der Anteil der Wärmeversorgung durch Wärmepumpen stetig. Derzeit wird noch etwa die Hälfte der Fernwärme mit gasbefeuerten Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen hergestellt. Zu Spitzenabdeckung kommen außerdem Heizwerke zum Einsatz. Im Vergleich zu den in Wien noch weit verbreiteten Gasetagenheizungen ist die Fernwärme aber jetzt schon eine klimaschonende Heizungsform, denn sie hat nur etwa ein Zehntel der Emissionen. Bis 2040 soll die Fernwärme mit den genannten Technologien gänzlich umweltfreundlich erzeugt werden.
Fernwärme ist Teil der Lösung – Fernwärme-Erzeugungsmix bis 2040
Die Wärmeerzeugung 2040 für Wien soll im Wesentlichen aus den vier großen Bausteinen Müllverbrennung, (Groß-)Wärmepumpen, Tiefengeothermie und Kräft-Wärme-Kopplungsanlagen (KWK-Anlagen) bestehen. Wobei mit 31% die Großwärmepumpen und die Abwärme den größten Teil beitragen, 26% kommen aus der Tiefengeothermie, 22% von erneuerbaren KKW-Anlagen und Heizkesseln und ein gutes Fünftel mit 21% kommt aus der Müllverbrennung. Schon bis 2030 will Wien Energie rund 57 Prozent der Fernwärme aus erneuerbarer Wärme und Abwärme erzeugen. Dafür plant das Unternehmen allein bis 2030 660 Millionen Euro in die erneuerbare Wärmeerzeugung und Kreislaufwirtschaft zu investieren.
„Wir investieren laufend aktiv in den Ausbau erneuerbarer Wärme und Energie. Das ist eine klare, sozial verantwortliche Politik für leistbare Energie und Versorgungssicherheit“, unterstreicht Al-Rawi.
Klare Worte an die Wiener Grünen
Abschließend richtet Al-Rawi deutliche Worte an den grünen Parteichef: „Die Aussagen von Peter Kraus gehen völlig an der Realität vorbei. Das ist Rufschädigung, was ein Mitglied des Wiener Gemeinderats hier betreibt und es ist inakzeptabel. Die Mindestanforderung einer politischen Auseinandersetzung ist bei den Fakten zu bleiben. Wir in Wien arbeiten Tag für Tag daran, die Stadt noch lebenswerter zu machen – mit einer Energiepolitik, die unabhängig, klimafreundlich und leistbar ist.“ (Schluss) sh
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Sarah Hierhacker, MA
Wiener Landtags- und Gemeinderatsklub der SPÖ
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