- 24.03.2026, 10:00:35
- /
- OTS0063
Leben vor Land: Ein Plädoyer für eine unbewaffnete Neutralität Österreichs
Eisenstadt – Wie sicher ist Österreich wirklich? Eine private Diskussion mit unseren Enkelkindern gab den Anstoß, die vermeintlichen Gewissheiten unserer Verteidigungspolitik radikal zu hinterfragen. Das Ergebnis ist ernüchternd: Wir wiegen uns in einer Scheinsicherheit, die im Ernstfall weder unsere Souveränität noch das Leben unserer Kinder schützen kann.
„Das Bundesheer schützt unsere Grenzen.“ Dieser Satz ist tief in unserem Staatsverständnis verankert. Doch bei ehrlicher Betrachtung müssen wir anerkennen: Als Kleinstaat fehlen Österreich schlichtweg die Ressourcen, um einer militärischen Aggression durch Weltmächte wie die USA, Russland oder China nachhaltig standzuhalten. Es ist kein Versagen unserer Soldaten, sondern eine geografische, militärische und finanzielle Realität.
Die Illusion der „Schutzschirme“
Aktuell erleben wir eine Fluchtbewegung in der Politik und manchen Medien – weg von der Neutralität, hin unter ausländische Militärschirme. Doch diese Hoffnung ist trügerisch. Ein Beitritt zur NATO würde Österreich nicht nur finanziell überfordern (man denke an die geforderten Rüstungsausgaben von bis zu 5% des BIP), sondern uns auch dem politischen Diktat Washingtons unterwerfen. Wer nicht spurt, dem drohen Sanktionen, wie Beispiele aus Europa zeigen.
Auch die oft beschworene EU-Armee ist derzeit kaum mehr als eine Vision auf dem Papier und die Beistandspflicht nicht zwingend eine militärische. Solange die EU-Partner ihre Priorität in der NATO sehen, bleibt eine eigenständige, schlagkräftige europäische Verteidigung in weiter Ferne. Warum also jetzt unsere Neutralität leichtfertig opfern, ohne eine realistische Sicherheitsalternative?
Die historische Lektion: Neutralität als Lebensversicherung
Wir dürfen nicht vergessen: Ohne das „Moskauer Memorandum“ und das Versprechen der Neutralität gäbe es das Österreich, wie wir es lieben, heute nicht. Die Staatsvertrags-Väter Raab, Figl, Schärf und Kreisky wussten, dass nur dieser Weg die Besatzungsmächte zum Abzug bewegen konnte. Wer heute an der Neutralität rüttelt, spielt mit dem Feuer und dem historischen Fundament unserer Freiheit. Er liefert durch einen Vertragsbruch seitens Österreichs Russland die völkerrechtliche Legitimation für einen Angriff auf unser Land!
Ein neuer Mut: LEBEN vor LAND
Wir müssen den Mut aufbringen, Realitäten auszusprechen: Im Fadenkreuz einer Weltmacht helfen uns auch einige zusätzliche Jets oder Panzer nicht. Anstatt die Zukunft unserer Kinder mit Schulden für Aufrüstung zu belasten und im Ernstfall ihr Leben auf dem Schlachtfeld zu opfern, schlagen wir eine Neudefinition der Neutralität vor.
Unsere Devise lautet: Unbewaffnete Neutralität.
Es macht im Ergebnis keinen Unterschied, ob wir militärisch besiegt oder kampflos besetzt werden – das Ende der Souveränität ist in beiden Fällen gleich schwer zu ertragen. Doch es macht einen gewaltigen Unterschied für jeden einzelnen Bürger, ob wir am Ende in einem Trümmerhaufen zwischen Krüppeln und Toten stehen oder ob wir leben und unsere Häuser ganzgeblieben sind!
Aufrüsten beim Gemeinwohl, nicht bei den Waffen
Anstatt in Panzer sollten wir in das investieren, was uns wirklich stärkt:
- Massiver Ausbau des Zivil- und Katastrophenschutzes.
- Sicherung der Energieunabhängigkeit.
- Stärkung der politischen Bildung, um den Staat von innen gegen Zersetzung zu schützen.
- Ressourcen für eine aktive Diplomatie, die Österreich wieder als unverzichtbaren Mediator auf der Weltbühne positioniert.
Unsere stärkste Waffe ist kein Raketensystem, sondern der Artikel 2 des Staatsvertrages, in dem die vier Signatarmächte versprochen haben, unsere Unabhängigkeit und territoriale Unversehrtheit zu achten. Wir müssen die Welt laut und beharrlich an dieses Versprechen der heutigen vier Atommächte erinnern. Sollte es jemals zu Aggressionen kommen, wollen wir nicht nur der moralische Sieger sein, sondern vor allem in einem UNZERSTÖRTEN Land LEBEN.
Es ist Zeit, Sicherheit neu zu denken. Für uns und vor allem für unsere Enkelkinder.
Bitte unterstützen Sie unser Volksbegehren „UNBEWAFFNETE NEUTRALITÄT“ mit Ihrer ID-Austria unter
https://citizen.bmi.gv.at/at.gv.bmi.fnsweb-p/vbg/checked/VolksbegehrenBuerger
oder mit Ihrer Unterschrift auf Ihrem Gemeindeamt.
Danke.
Rückfragen & Kontakt
Karl und Ingrid Schmutzer
E-Mail: [email protected]
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NEF






