• 22.03.2026, 07:00:34
  • /
  • OTS0001

Bundesheer reduziert Emissionen um 90 Prozent

Wichtiger Fortschritt im Klimaschutz

Wien (OTS) - 

Durch die Umstellung auf 100 Prozent zertifizierten Ökostrom konnte das Bundesheer den CO₂-Ausstoß im Infrastrukturbetrieb von rund 22.550 auf etwa 1.440 Tonnen pro Jahr senken – das entspricht einem Rückgang von über 90 Prozent. Die Infrastruktur des Bundesheeres wird nun durch den Einsatz vollständig erneuerbar erzeugten Stroms aus Österreich klimafreundlicher betrieben.


Verteidigungsministerin Klaudia Tanner: „Der deutliche Rückgang der CO₂-Emissionen zeigt, dass das Bundesheer beim Klimaschutz konkrete Fortschritte erzielt. Durch den Einsatz von Ökostrom und den Ausbau erneuerbarer Energiequellen machen wir unsere Infrastruktur Schritt für Schritt nachhaltiger. Gleichzeitig stärken wir damit die Versorgungssicherheit unserer Standorte und investieren in eine zukunftsfähige Landesverteidigung.“


In den kommenden Jahren will das Bundesheer verstärkt nachhaltige Fernwärme nutzen und eigene Energieanlagen auf Basis erneuerbarer Quellen ausbauen: Ein Schwerpunkt liegt dabei auf Biomasse aus eigenen Beständen. So werden etwa das Munitionslager Stadl-Paura (Oberösterreich) sowie der Truppenübungsplatz Seetaler Alpe (Steiermark) mit Holz aus dem Heeresforst klimaneutral beheizt. Für die Benedek Kaserne in Bruckneudorf ist der Bau eines Biomasse-Heizwerks vorgesehen: Die Anlage soll mit Holz aus den Beständen des Truppenübungsplatzes Bruckneudorf versorgt werden. Auch bei der Stromversorgung werden entsprechende Lösungen eingesetzt: Am Truppenübungsplatz Lizum/Walchen (Tirol) deckt ein eigenes Wasserkraftwerk den gesamten Strombedarf der Liegenschaft. Zusätzlich sind Photovoltaikanlagen mit einer Gesamtleistung von über 1 MWp in Betrieb, die mehr als 800.000 kWh Strom pro Jahr erzeugen. Der weitere Ausbau der Kollektorflächen in Kombination mit Batteriespeichersystemen ist bereits in Umsetzung. Zudem wurden im Juli 2025 an der Theresianischen Militärakademie in Wr. Neustadt neue Unterkunfts- und Wirtschaftsgebäude errichtet. Ein zentraler Schwerpunkt lag dabei auf nachhaltiger Energieversorgung: Auf dem Dach des Unterkunftsgebäudes entstand eine Photovoltaikanlage mit 1.038 Quadratmetern Fläche. Zusätzlich wurde auf dem Wirtschaftsgebäude eine weitere Anlage mit 1.284 Quadratmetern installiert. Beide Anlagen tragen zur nachhaltigen Energieversorgung des Standorts bei.


Die Versorgung der Standorte mit Raumwärme und Warmwasser erfolgt über eigene Heizanlagen sowie über den Bezug von Fernwärme. Dabei steigt der Anteil erneuerbarer Energieträger in den Anlagen des Bundesheeres stetig, während Fernwärme in den vergangenen Jahren zunehmend an Bedeutung gewonnen hat. Fernwärme ist kein eigener Energieträger, sondern ein Versorgungssystem, dessen Emissionsintensität vom jeweils eingesetzten Energieträgermix abhängt. Im Vergleich zu einzelnen Heizsystemen, die ausschließlich mit fossilen Brennstoffen betrieben werden, gilt Fernwärme jedoch als klimafreundlicher. Diese Entwicklungen zeigen, dass das Bundesheer konsequent auf eine zunehmend klimafreundliche Infrastruktur setzt.

Rückfragen & Kontakt

Bundesministerium für Landesverteidigung
Telefon: +43 664-622-1005
E-Mail: [email protected]
Website: http://www.bundesheer.at
@Bundesheerbauer

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NLA

Bei Facebook teilen
Bei X teilen
Bei LinkedIn teilen
Bei Xing teilen
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel