• 09.03.2026, 09:50:03
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15 Jahre Netzwerk Bildungsberatung Salzburg

Bilanz: 52.000 Beratungskontakte – rund 3500 pro Jahr – für eine professionelle, kostenlose Orientierung in Bildungs- und Berufsübergängen

Silvia Schwarzenberger-Papula, Geschäftsführerin der Salzburger
Erwachsenenbildung
Salzburg (OTS) - 

Seit 15 Jahren begleitet das Netzwerk der Bildungsberatung Salzburg Menschen in beruflichen Übergangsphasen mit kostenloser und trägerneutraler Bildungs- und Berufsberatung. An 14 Standorten im gesamten Bundesland Salzburg stehen aktuell 12 Bildungs- und Berufsberaterinnen der operativen Partner:innen BiBer Bildungsberatung, Frau & Arbeit sowie AK Salzburg zur Verfügung.
Projektträgerin des Netzwerks Bildungsberatung Salzburg ist die Salzburger Erwachsenenbildung.

Rund 3500 Kontakte zählt das Netzwerk der Bildungsberatung Salzburg im Schnitt pro Jahr. Die Bildungsberatung ist offen für alle Bildungsinteressierte – für alle Fragen rund um Bildung und Beruf. Zu den Hauptzielgruppen gehören niedrigqualifizierte Menschen (ein Drittel) und Menschen mit Migrationshintergrund (ein Drittel). Rund die Hälfte der
Klient:innen fragt um Förderung für eine geplante Aus- oder Weiterbildung. 40 Prozent erkundigen sich über Berufe und den Arbeitsmarkt. 35 Prozent lassen sich über berufliche Weiterbildung, 27 über berufliche Orientierung beraten. Knapp ¼ der Klient:innen wollen in der Beratung ihre individuellen Kompetenzen abklären.

Brüche und Veränderungen in Bildungs- und Berufsbiografien

Bildungs- und Berufsbiografien verlaufen heute immer häufiger mit Brüchen und Veränderungen: Das können Berufswechsel, Wiedereinstieg nach Erwerbsunterbrechungen oder das Nachholen formaler Abschlüsse sein. „Bildungs- und Berufsentscheidungen sind heute komplexer und häufiger mit Unsicherheit verbunden“, sagt Silvia Schwarzenberger-Papula, Geschäftsführerin der Salzburger Erwachsenenbildung. „Bildungsberatung setzt genau dort an. Sie bietet frühzeitig Orientierung, strukturiert Entscheidungsprozesse und trägt so dazu bei, Fehlentscheidungen und Bildungsabbrüche zu vermeiden.“

Nachweisliche Wirkung und präventiver Nutzen

Empirische Wirkungsanalysen zeigen, dass Bildungsberatung spürbare Effekte auf Orientierung, Handlungssicherheit und Motivation der Ratsuchenden hat. Projektleiterin Katrin Reiter bestätigt, dass rund 80 % der Personen nach der Beratung informierter und orientierter sind sowie konkrete nächste Schritte setzen können. Diese Effekte halten an
und zeigen sich in umgesetzten Bildungs- und Berufsentscheidungen.

Ein Viertel der Klient:innen sucht berufliche Orientierung

Gefragte Themen in der Beratung sind unter anderem Höherqualifizierung,
Berufseinstieg, Infos zu Förderungen, oder Nachholen eines Bildungsabschlusses. 27 Prozent der Klient:innen suchen berufliche Orientierung, knapp ein Viertel der Personen möchten ihre individuellen Kompetenzen abklären. Das beschreibt Christine Bauer-Grechenig, Geschäftsführerin und Bildungsberaterin bei BiBer Bildungsberatung, aus ihrer Praxis so: „Viele Ratsuchende kommen mit dem
Eindruck, beruflich nicht weiterzukommen. Bildungsberatung bedeutet dann, die Situation gemeinsam zu analysieren, individuelle Möglichkeiten von Bildungs- und Karrierewegen aufzuzeigen und realistische Entwicklungsperspektiven zu erarbeiten.“
Gerade für Frauen in Phasen der Neuorientierung ist dieser strukturierte Zugang besonders wichtig, betont Andrea Kirchtag, Geschäftsführerin von Frau & Arbeit: „Beim Wiedereinstieg in den Beruf unterstützt Bildungsberatung Frauen dabei, ihre Karriereplanung systematisch und selbstbestimmt zu erarbeiten.“

Wer sich am häufigsten an die Bildungsberatung wendet

Menschen mit erhöhtem Orientierungsbedarf benötigen am häufigsten die
Bildungsberatung. Darunter sind Personen mit niedriger formaler Qualifikation (ein Drittel), Menschen mit Migrationshintergrund (ein Drittel), Wiedereinsteiger:innen nach Erwerbsunterbrechungen sowie ältere Erwerbspersonen. Aus arbeitsmarktpolitischer Sicht unterstreicht Hilla Lindhuber, Leiterin der Abteilung Bildung, Jugend und Kultur von der Arbeiterkammer Salzburg, die präventive Wirkung: „Frühzeitige Orientierung hilft, Fehlqualifizierungen, Bildungsabbrüche und spätere
Arbeitslosigkeit zu vermeiden. Bildungsberatung stärkt damit sowohl individuelle Erwerbsbiografien als auch den Arbeitsmarkt insgesamt.“

Welches Netzwerk dahinter steckt

Die operative Bildungs- und Berufsberatung erfolgt durch BiBer Bildungsberatung, Frau & Arbeit und die Arbeiterkammer Salzburg. Strategische Partner:innen sind die Wirtschaftskammer Salzburg, die Berufsinformationszentren des AMS, der Verein VIELE
sowie das Bundesinstitut für Erwachsenenbildung (bifeb) in Strobl.
Das Netzwerk ist Teil der Initiative Bildungsberatung Österreich und in einen bundesweiten Qualitätsrahmen eingebettet. Gemeinsame Standards, laufende Professionalisierung und Qualitätssicherung sichern die fachliche Qualität der Beratung bei gleichzeitig regionaler Umsetzung.
Gefördert wird die Bildungsberatung Salzburg aus Mitteln des ESF (Europäischer Sozialfonds), des Bundesministeriums für Frauen, Wissenschaft und Forschung, des Landes Salzburg, der Stadt Salzburg sowie der Arbeiterkammer Salzburg.

Rückfragen & Kontakt

Salzburger Erwachsenenbildung
Mag.a Daniela Bayer-Schrott
Telefon: +43 660 172 62 97
E-Mail: [email protected]
Website: https://www.erwachsenenbildung-salzburg.at

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