• 08.03.2026, 10:37:32
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ÖVP-Zierfuß: Fragebögen ersetzen keine Reformen in Wiens Kindergärten

Nach 5 Jahren in Verantwortung mit Umfragen zu beginnen ist eine bildungspolitische Armutserklärung

Wien (OTS) - 

„Die angekündigte Befragung von Kindergartenpädagoginnen und -pädagogen ist kein Reformschritt, sondern ein Eingeständnis des eigenen Versagens der vergangenen 5 Jahre“, kritisiert Harald Ziefuß, Klubobmann und Bildungssprecher der Wiener Volkspartei, die angekündigten Umfragen von Bildungsstadträtin Bettina Emmerling. „Nach fünf Jahren in Verantwortung damit zu beginnen, Fragebögen zu verschicken, ist ein schlechter Scherz. Die Probleme im Wiener Kindergarten sind seit Jahren bekannt, sie müssen endlich gelöst werden!“

Die Realität in Wiens Kindergärten sei längst dokumentiert. Mehr als die Hälfte der Schulanfänger kann nicht ausreichend Deutsch, obwohl zwei Drittel von ihnen bereits mehrere Jahre einen Kindergarten besucht haben. „Jede Bildungskennzahl hat sich unter SPÖ und Neos weiter verschlechtert: Der Anteil außerordentlicher Schüler steigt dramatisch, die angekündigten 500 Deutschförderkräfte wurden nie erreicht und die Wirksamkeit der Sprachförderung im Kindergarten liegt nach den Erhebungen der Stadt bei gerade einmal rund zehn Prozent“, so Zierfuß. Statt diese strukturellen Probleme endlich zu lösen, werde nun eine Umfrage gestartet. „Kinder lernen nicht Deutsch durch Fragebögen oder Reformüberschriften, sondern durch funktionierende Deutschförderung und klare Standards.“

Zu all dem kommt hinzu, dass im Wiener Kindergartenbereich über Jahre hinweg Fördermittelmissbrauch in Millionenhöhe möglich war, während die SPÖ-Neos-Stadtregierung tatenlos zugesehen hat. „Erst durch Initiativen der Wiener Volkspartei und Prüfungen des Stadtrechnungshofes wurden diese Missstände aufgedeckt. Während Fördergelder missbraucht wurden, haben die Neos zuerst zugeschaut und anschließend sogar Schulden erlassen“, so Zierfuß weiter. Abschließend hält Zierfuß fest: „Während Fördermillionen versickern und Bildungskennzahlen immer schlechter werden, verschickt die Stadtregierung nun Fragebögen. Wien braucht endlich Reformen im Kindergarten statt einer pinken PR-Show, die den Kindern jegliche Zukunftschancen raubt.“

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