• 03.03.2026, 12:21:02
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JG Wien/Malkoč: „Die Generationenfrage ist eine Demokratiefrage“

JG Wien wählt Jasmina Malkoč zur neuen Vorsitzenden und neuen Vorstand mit 60% Frauenquote - ein starkes Signal zum Start des feministischen Kampfmonats

Wien (OTS) - 

Unter dem Motto „Solidarisch in Wien. Vereint in Europa.“ hat die Junge Generation Wien bei ihrer Landeskonferenz Jasmina Malkoč zur neuen Vorsitzenden gewählt. Shirin Dietl wurde zur neuen Frauensprecherin gewählt. Malkoč folgt auf Gemeinderat und Landtagsabgeordneten Alexander Ackerl, der nach rund vier Jahren an der Spitze der Organisation nicht erneut kandidierte.

Generationenfrage ist Demokratiefrage
In ihrer Rede machte Malkoč deutlich, dass junge Menschen aktuell so pessimistisch in ihre Zukunft blicken wie keine Generation zuvor. Steigende Lebenshaltungskosten, Unsicherheit am Arbeitsmarkt, internationale Konflikte und autoritäre Entwicklungen gefährden nicht nur sozialen Zusammenhalt, sondern auch das Vertrauen in Demokratie.

„Das Motto meiner Kandidatur ‚Organisieren statt Resignieren’ ist nicht nur ein Slogan, sondern eine politische Entscheidung. Wenn eine Generation nicht mehr daran glaubt, dass ihr Leben besser werden kann als das ihrer Eltern, dann ist das kein individuelles Problem, sondern ein demokratisches Alarmsignal. Hoffnung fällt nicht vom Himmel. Sie entsteht auch nicht aus Sonntagsreden, sondern aus sozialer Gerechtigkeit, Teilhabe und politischer Organisation. Sie wird organisiert und genau das ist unser historischer Auftrag!“

Mit Blick auf internationale Entwicklungen betonte sie: „Nationale Abschottung ist keine Antwort auf globale Machtverschiebungen. Unsere Antwort lautet internationale Solidarität. Wien beweist, dass sozialer Fortschritt möglich ist und diesen Anspruch tragen wir in ein geeintes Europa.“

Malkoč, Tochter bosnischer Gastarbeiter:innen, unterstrich: „Ich bin überzeugt, dass wir Perspektiven schaffen und Hoffnung machen können, weil ich es selbst erlebt habe. Mein Bildungs- und Lebensweg ist kein individuelles Wunder, sondern Ergebnis sozialdemokratischer Politik und politischer Entscheidungen für einen starken Sozialstaat. Diese Errungenschaft wurde hart erkämpft und muss von uns nicht nur verteidigt, sondern stetig weiterentwickelt werden.“

Feminismus ist Verantwortung
Mit der Wahl von Jasmina Malkoč zur Vorsitzenden und 60% Frauenanteil im Vorstandsteam setzt die Junge Generation Wien auch ein klares Zeichen für kontinuierliche feministische Arbeit und Nachwuchsförderung. Nach zwei Jahren als Frauensprecherin übernimmt sie nun die Gesamtverantwortung für die Organisation. „Gerade in Zeiten, in denen feministische Errungenschaften weltweit wieder infrage gestellt werden, braucht es positive Beispiele. Denn Gleichstellung passiert nicht automatisch. Sie muss organisiert werden: Strukturelle Veränderung ist möglich, wenn junge Frauen Verantwortung übernehmen, sichtbar werden und gefördert werden. Genau das möchte ich mit meinem Vorstandsteam vorleben”, so Malkoč.

Die neue Frauensprecherin Shirin Dietl unterstreicht die strukturelle Dimension dieses Neustarts: „Geschlechtergerechtigkeit ist keine Randfrage, sondern Kern moderner Klassenpolitik. Wer über Verteilungsgerechtigkeit spricht, muss auch über Geschlechtergerechtigkeit sprechen. Unser Vorstandsteam steht für genau diesen Anspruch: Politische Verantwortung und Ressourcen neu zu verteilen. Dass unsere bisherige Frauensprecherin an die Spitze gewählt wird und ein mehrheitlich weibliches Team Verantwortung übernimmt, ist ein starkes Signal – für unsere Organisation und für viele junge Frauen, die Politik gestalten wollen.“

Zukunftsversprechen: Hoffnung organisieren
Abschließend würdigte Malkoč ihren Vorgänger: „Alexander Ackerl hat die Junge Generation durch intensive Jahre geführt, strategisch geschärft und organisatorisch professionalisiert. Für seinen Einsatz und seine politische Klarheit danke ich ihm sehr.“

Mit der Wahl am 28. Februar 2026 stellte sich die Junge Generation Wien programmatisch und personell neu auf – mit dem Anspruch, demokratische Räume zu stärken, junge Menschen zu organisieren und soziale wie feministische Politik als Kern sozialdemokratischer Zukunftsarbeit zu verankern.

„Die junge Generation braucht mehr als Krisenverwaltung. Sie braucht ein Zukunftsversprechen. Und dieses Versprechen lautet: Es wird gerecht, demokratisch und solidarisch – aber nur, wenn wir es organisieren.“

Fotos von der Konferenz sind hier abrufbar: https://www.flickr.com/photos/spoewien/albums/72177720332311951 (Schluss)

Rückfragen & Kontakt

Junge Generation in der SPÖ Wien
Telefon: +43 1 53427 -233
E-Mail: [email protected]
Website: https://junge-generation.at/

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