- 03.03.2026, 11:36:01
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FPÖ – Berger/Brucker: Fast 800.000 Euro für 3,5 Grad Schieflage des Lueger-Denkmals sind Geldverschwendung der Sonderklasse
776.167,45 Euro Steuergeld für Symbolpolitik statt für Wiens kulturelle Infrastruktur
Mit scharfer Kritik reagieren der Wiener FPÖ-Stadtrat Stefan Berger und der Kultursprecher der Wiener FPÖ, LAbg. Lukas Brucker, auf die immensen Kosten für die Neugestaltung des Lueger-Denkmals, die die FPÖ mittels gemeinderätlicher Anfrage in Erfahrung gebracht hat. Laut Anfragebeantwortung von SPÖ-Kulturstadträtin Veronica Kaup-Hasler belaufen sich die Gesamtkosten für die geplante 3,5-Grad-Neigung der Statue auf insgesamt 776.167,45 Euro – also fast 800.000 Euro Steuergeld.
Laut Anfragebeantwortung der Kulturstadträtin wird mit folgenden Gesamtkosten gerechnet:
Wettbewerb: 136.256,71 Euro
Umsetzung Bauleistungen: 237.547,91 Euro
Restaurierung 3,5°/Vandalismus (BDA-Vorgaben): 137.549,40 Euro
Nebenkosten (Gutachten, Ausschreibungsverfahren, künstlerische Leistungen etc.): 246.553,34 Euro
Nebenkosten (Medienarbeit und Sonstiges): 18.260,09 Euro
Gesamt: 776.167,45 Euro
„Während in Wien Museen wie das Schubert-Sterbehaus oder die Haydn-Wohnung geschlossen bleiben, die Hermesvilla seit Jahren auf eine notwendige Renovierung wartet, bei den Vereinigten Bühnen Wien Mitarbeiter gekündigt werden und für das traditionsreiche Sommernachtskonzert der Wiener Philharmoniker angeblich kein Geld vorhanden ist, werden hier nahezu 800.000 Euro für eine minimale Schrägstellung eines Denkmals ausgegeben. Das ist kulturpolitisch unverantwortlich“, kritisieren Berger und Brucker.
„Diese 3,5 Grad sind das beste Symbol für die tatsächliche Schieflage in der Wiener Kulturpolitik unter SPÖ-Kulturstadträtin Kaup-Hasler. Statt bestehende kulturelle Einrichtungen abzusichern, Kulturschaffende zu unterstützen und Wiener Traditionen zu stärken, wird Geld für ideologisch motivierte Prestigeprojekte verschleudert“, so Berger und Brucker weiter.
Die FPÖ betont, dass eine sachliche historische Einordnung des Denkmals selbstverständlich möglich und legitim sei. „Eine deutlich sichtbare Zusatztafel mit historischer Kontextualisierung wäre ausreichend gewesen – und das zu einem Bruchteil der nun veranschlagten Kosten. Stattdessen entscheidet man sich für teure Symbolpolitik, die weder kulturellen Mehrwert noch nachhaltigen Nutzen bringt“, so die beiden FPÖ-Politiker.
Abschließend fordern die Freiheitlichen volle Transparenz über sämtliche tatsächlich anfallenden Endkosten sowie eine grundsätzliche Neupriorisierung in der Wiener Kulturpolitik: „Jeder Euro Steuergeld muss mit größter Sorgfalt eingesetzt werden. Die Wienerinnen und Wiener haben ein Recht darauf, dass ihre kulturelle Infrastruktur erhalten bleibt und nicht, dass 800.000 Euro für eine 3,5-Grad-Neigung ausgegeben werden."
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