- 05.01.2026, 13:28:32
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Elementarpädagogik: Qualität braucht gesetzliche Absicherung
Bundeseinheitliche Mindeststandards in der Elementarpädagogik: KIWI – Kinder in Wien begrüßt Reformvorstoß – und fordert faire Rahmenbedingungen für Qualität
Der Vorstoß von Bildungsminister Christoph Wiederkehr, MA, bundesweit einheitliche Mindeststandards für Kindergärten und Horte gesetzlich zu verankern, ist ein wichtiger und längst überfälliger Schritt zur Stärkung der Qualität in der Elementarpädagogik. KIWI – Kinder in Wien als zweitgrößter Kindergarten- und Hortbetreiber in der Bundeshauptstadt begrüßt diese Initiative ausdrücklich.
Seit Jahren weist KIWI – Kinder in Wien darauf hin, dass die derzeitigen unterschiedlichen Regelungen in den Bundesländern – etwa bei Gruppengrößen, Betreuungsschlüsseln, Qualifikationen und Berufsprofilen – zu massiven Ungleichheiten führen. Diese Unterschiede gehen zulasten der Kinder, der Eltern und vor allem der pädagogischen Fachkräfte.
„Ein bundeseinheitlicher Mindeststandard schafft endlich Klarheit, Vergleichbarkeit und Qualitätssicherheit – und ist auch ein entscheidender Hebel im Kampf gegen den akuten Personalmangel“, betont Thomas-Peter Gerold-Siegl, MBA, wirtschaftlicher Leiter und Geschäftsführer von KIWI – Kinder in Wien.
Unterschiedliche Bezahlung inakzeptabel
Mit Nachdruck fordert KIWI – Kinder in Wien im Zuge dieser Reform eine bundesweit einheitliche, gerechte und gleiche Bezahlung für alle Beschäftigten in der Elementarpädagogik – unabhängig vom Bundesland oder Träger. „Es braucht bundesweit gleiche Bezahlung sowohl für pädagogische Fachkräfte als auch für Assistent*innen. Wer Qualität will, muss faire Bezahlung sicherstellen“, sagt Mag.a Gudrun Kern, pädagogische Leiterin und Geschäftsführerin von KIWI.
Zeit für Qualität braucht gesetzliche Absicherung – und qualitätsvolle Bildung bzw. Betreuung endet nicht mit der Anwesenheit der Kinder. KIWI – Kinder in Wien fordert daher:
- eine gesetzlich verankerte Vorbereitungszeit,
- bezahlte Elternarbeitszeit für Elterngespräche, Dokumentation und Kooperation sowie
- eine Senkung der Kinderdienststunden, um Überlastung zu vermeiden und pädagogische Qualität nachhaltig zu sichern.
Diese Maßnahmen sind zentrale Voraussetzungen für gute Bildungsarbeit, gesunde Arbeitsbedingungen und langfristige Personalbindung.
Qualität braucht Finanzierung
Alle Verbesserungen – sowohl bei der österreichweiten Qualitätsvereinheitlichung als auch bei den Arbeitsbedingungen der Mitarbeitenden – müssen durch ausreichende öffentliche Fördermittel finanziert werden.
„Wer höhere Standards fordert, muss auch bereit sein, diese zu finanzieren. Andernfalls besteht die Gefahr, dass entweder die Qualität leidet oder Eltern noch stärker finanziell belastet werden. Das darf nicht der Weg sein“
, stellen die KIWI-Geschäftsführenden Mag.a Gudrun Kern und Thomas-Peter Gerold-Siegl, MBA klar.
Gemeinsame Verantwortung für Kinder
KIWI – Kinder in Wien unterstützt den Ansatz einer starken bundesgesetzlichen Rahmensetzung mit gleichzeitiger Verantwortung der Länder und Gemeinden in der Umsetzung. Kinder sind keine Verhandlungssache zwischen Gebietskörperschaften – sie haben ein Recht auf gleiche Bildungs- und Betreuungschancen, unabhängig von ihrem Wohnort. KIWI steht bereit, seine langjährige praktische Expertise aktiv in den weiteren Reformprozess einzubringen – im Interesse der Kinder, der Familien und der Pädagog*innen.
Kinder in Wien (KIWI) ist ein privater Trägerverein, der derzeit an 91 Standorten in Wien Kindergärten und Horte betreibt. KIWI hat aktuell rund 1.700 Mitarbeiter*innen, die in 371 Kindergarten- und Hortgruppen um die 8.000 Kinder im Alter von einem Jahr bis zehn Jahre auf ihrem Bildungsweg begleiten.
Link: www.kinderinwien.at
Rückfragen & Kontakt
KIWI – Kinder in Wien
Susanne Borth, MSc
Telefon: 01/526 70 07-20
E-Mail: s.borth@kinderinwien.at
Website: https://www.kinderinwien.at
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