- 05.01.2026, 10:02:33
- /
- OTS0026
„Kommissar DNA“: „Am Schauplatz“ zeigt, wie die Wissenschaft der Polizei hilft, komplexe Kriminalfälle aufzuklären
Am 8. Jänner um 21.05 Uhr in ORF 2 und auf ORF ON
Dass Tatverdächtige ausgeforscht und überführt werden können, ist ein wesentlicher Verdienst von Wissenschaftern und Wissenschafterinnen aus den Bereichen Molekularbiologie, Gerichtsmedizin oder Pollenanalytik. Seit den 1990er Jahren wird die forensische Molekularbiologie verstärkt für Strafprozesse vor Gericht eingesetzt. Eine DNA-Spur gilt vor Gericht mittlerweile als wichtiges Indiz. Wie wird in der Molokularbiologie oder Pollenanalytik gearbeitet? Wie werden DNA-Spuren gesichert und aufbewahrt? Und wohin entwickeln sich die modernen Analyseformen – Stichwort „künstliche Intelligenz“? „Am Schauplatz“-Reporterin Gudrun Kampelmüller geht in ihrer Reportage „Kommissar DNA“ am Donnerstag, dem 8. Jänner 2026, um 21.05 Uhr in ORF 2 und auf ORF ON auf Verbrecherjagd und zeigt, wie die Wissenschaft der Polizei hilft, komplexe Kriminalfälle aufzuklären.
Österreich war weltweit eines der ersten Länder, das 1997 eine DNA-Datenbank eingeführt hat. Bisher konnten mehr als 45.000 Straftaten nur durch die DNA geklärt werden. Professor Franz Neuhuber und sein Molekularbiologen-Team konnten beispielsweise in Salzburg jüngst einen Mord und einen schweren Unfall klären. In beiden Fällen tappten die Ermittler jahrelang im Dunkeln. Erst DNA-Treffer führten sie zu Personen, die tatverdächtig waren. „Für mich war es wichtig, dass der Schuldige gefasst wurde, damit er sieht, was er angerichtet hat“, sagt Unfallopfer Anna. Sie wurde von einem unbekannten Mann mit einem Fahrrad niedergestoßen und schwer verletzt am Weg liegengelassen.
Gerichtsmediziner Fabio Monticelli kritisiert, dass viel zu selten Obduktionen angeordnet werden. Nur ein bis zwei von 100 Toten werden obduziert, sagt der Mediziner, und damit würden viele Todesfälle, auch Morde, für immer ungeklärt bleiben. „Ich habe sogar schon erlebt, dass ein Leichenbeschauer eine Schussverletzung übersehen hat“, erzählt der Leiter der Gerichtsmedizin in Salzburg. Die Eltern von Angela D. kämpfen schon seit neun Jahren um die Wiederaufnahme der Ermittlungen rund um den Tod ihrer Tochter in Linz. Die Polizei ging 2017 von einem Suizid aus, die junge Frau sei vom Balkon ihrer Wohnung gesprungen. Freunde und Eltern glauben das aber nicht. Viele Fragen seien noch offen, sagen sie. Unter anderem fand sich eine fremde männliche DNA auf der Wärmeflasche von Angela D. Kann diese Spur helfen, den Fall wieder aufzunehmen?
Rückfragen & Kontakt
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NRF






