• 04.01.2026, 10:00:02
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Gaál: Ordnungsberater*innen ziehen Rekordbilanz – 42.049 Kontrollgänge für Ordnung und ein respektvolles Miteinander im Gemeindebau

54.483 Gespräche mit Bewohner*innen – 2.793 Organstrafverfügungen – 735 Anzeigen

Wien (OTS) - 

Die Ordnungsberater*innen sind aus dem Wiener Gemeindebau nicht mehr wegzudenken: Seit über 16 Jahren sind sie Tag für Tag und bei jedem Wetter im Einsatz und sorgen für Ordnung, Sicherheit und ein funktionierendes Zusammenleben in Wiens Gemeindebauten. Mit täglichen Kontrollgängen in den städtischen Wohnhausanlagen leisten sie einen wichtigen Beitrag zu Lebensqualität, Sicherheit und einem respektvollen Miteinander. Sie dokumentieren und melden Verunreinigungen, Vandalismusschäden oder illegale Ablagerungen und überwachen die Einhaltung des Wiener Reinhaltegesetzes sowie der Hausordnung.

2025 war ein Rekordjahr: 42.049 Kontrollgänge und 54.483 Gespräche mit Mieter*innen und Anrainer*innen wurden verzeichnet. Zum Vergleich: 2024 waren es rund 37.000 Kontrollgänge und rund 36.000 Gespräche. Im Vordergrund steht zunächst immer das aufklärende und verbindliche Gespräch. Die Ordnungsberater*innen informieren vor Ort über die geltenden Spielregeln und leisten wertvolle Überzeugungsarbeit: Dass es zum Vorteil aller Bewohner*innen ist, wenn Wohnhausanlagen sauber gehalten und Abfall korrekt entsorgt wird. Das betrifft auch illegale Sperrmüllablagerungen, denn die Kosten für Entrümpelungen – etwa in Stiegenhäusern, Abstellräumen, Müllräumen und -plätzen oder Außenbereichen – müssen letztendlich alle Mieter*innen tragen, wenn die Verursacher*innen nicht ausgeforscht werden können.

„Der Gemeindebau ist das liebgewonnene Zuhause für sehr viele Wiener*innen – damit das Miteinander in den Wohnhausanlagen tagtäglich gut funktioniert, braucht es gegenseitigen Respekt und Rücksichtnahme. Unsere Ordnungsberater*innen sind dabei wichtige und zuverlässige Ansprechpersonen vor Ort: Sie sind präsent, klären auf und helfen, Probleme zu beseitigen. Dazu gehört auch, dass Strafen ausgestellt werden. Damit Höfe, Gänge und Grünflächen sauber bleiben und sich alle wohlfühlen“, betont Vizebürgermeisterin und Wohnbaustadträtin Kathrin Gaál.

2.793 Organstrafverfügungen und 735 Anzeigen wegen Verstößen gegen das Wiener Reinhaltegesetz

Wenn Gespräche nicht ausreichen, können Vergehen gegen das Wiener Reinhaltegesetz auf öffentlich zugänglichen Flächen auch direkt geahndet werden. Bei Verstößen gegen das Wiener Reinhaltegesetz verzeichnete Wiener Wohnen 2025 einen Anstieg um rund 18 Prozent. In der Folge kam es zu 2.793 Organstrafverfügungen und 735 Anzeigen.
Eine Organstrafverfügung für eine Verunreinigung kostet 50 Euro. Wer sich weigert, zu bezahlen, sich auszuweisen oder eine Verunreinigung zu beseitigen, wird angezeigt. Die höheren Kosten für eine Anzeige können bis zu 2.000 Euro betragen.

„Unsere Ordnungsberater*innen sind für ihre Aufgaben speziell geschult – etwa in Erster Hilfe und Konfliktmanagement – und arbeiten eng mit Mieterbeirät*innen, Hausbesorger*innen, Hausbetreuung sowie Partner*innen im Grätzl zusammen. Ihr Einsatz verbindet Information, Deeskalation und – wenn nötig – konsequentes Einschreiten“, sagt Wiener Wohnen-Direktorin Karin Ramser.

„Abmarsch Wagerl“: Sammeltransporte für illegal abgestellte Einkaufswagerl

Wiener Wohnen hat 2025 ein innovatives Projekt gestartet, um einem Hauptärgernis bei illegalen Ablagerungen zu begegnen: abgestellte Einkaufswagerl, die aus Supermärkten mitgenommen und dann in Gängen, Höfen, auf Grünflächen oder vor Hauseingängen zurückgelassen werden. Was auf den ersten Blick harmlos wirkt, ist in Wahrheit ein Sicherheitsrisiko – insbesondere dann, wenn Wagerl Flucht- und Rettungswege blockieren. Allein im Testzeitraum von März bis Mai 2025 wurden monatlich bis zu 900 herrenlose Einkaufswagerl eines einzigen Handelskonzerns in Gemeindebauten gezählt.

Gemeinsam mit Handelskonzernen, Entsorgungsfirmen und der Wiener Wohnen Hausbetreuung wurde ein Maßnahmenpaket umgesetzt: Fix definierte Sammelstellen in bestimmten Wohnhausanlagen, regelmäßige Abholintervalle sowie klare interne Abläufe für Sammlung und Bereitstellung sorgen dafür, dass Einkaufswagerl rasch entfernt werden. Ergänzend wird auch konsequent kontrolliert: Wer dabei erwischt wird, einen Einkaufswagen in der Anlage abzustellen, riskiert ein Strafmandat in Höhe von 50 Euro. Die Mitnahme eines Einkaufswagerls bleibt ein Strafdelikt.

Jahresbilanz 2025 in Zahlen: Präsenz wirkt – Gespräche bleiben zentral

  • 42.049 Kontrollen
  • 54.483 Gespräche mit Mieterinnen (und Anrainerinnen)
  • 35.901 Meldungen nach Verletzung des Wiener Reinhaltegesetzes
  • 41.143 Meldungen nach Verstößen gegen die Hausordnung
  • 672 Sonderbegehungen
  • 43.445 Entrümpelungen
  • 2.793 Organstrafverfügungen nach Verletzung des Wiener Reinhaltegesetzes
  • 735 Anzeigen nach Verletzung des Wiener Reinhaltegesetzes

Zu den häufigsten Beanstandungen zählten 2025: Sperrmüllablagerungen, Verunreinigungen, weggeworfene Zigaretten und nicht entfernter Hundekot.

Service-Hinweis: Hinweise zu akuten Verunreinigungen oder Missständen können Bewohner*innen rund um die Uhr über die Wiener Wohnen Service-Nummer 05 75 75 75 melden. Die Service-Nummer ist auch während der Feiertage zu jeder Tages- und Nachtzeit erreichbar.

Rückfragen & Kontakt

Stefan Hayden
Mediensprecher
Vizebürgermeisterin Kathrin Gaál
Telefon: 0676 8118 81265
E-Mail: stefan.hayden@wien.gv.at

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