- 03.01.2026, 09:01:03
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Rückblick auf Gedenkjahr 2025 und geplante Projekte 2026
Innenministerium setzte 2025 Maßnahmen zur Erinnerung an Opfer des nationalsozialistischen Verbrecherregimes fort – zahlreiche Projekte auch für das kommende Jahr in Vorbereitung

Das Jahr 2025 stand im Zeichen des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus und der Weltkriege. Das Innenministerium setzte im Gedenkjahr zahlreiche Schwerpunkte – von der Auseinandersetzung mit Kriegs- und Opfergräbern über Feierlichkeiten anlässlich 80 Jahre Befreiung des KZ Mauthausen bis hin zu Ausstellungen und Bildungsarbeit.
„Erinnerung ist Verantwortung und zugleich ein zentraler Auftrag zur ständigen Weiterentwicklung der Gedenkkultur in unserem Land“, sagt Innenminister Gerhard Karner. „Mit einer aktiven Gedenk- und Erinnerungsarbeit leisten wir einen wichtigen Beitrag für Demokratie, Menschenwürde und das Bewusstsein kommender Generationen.“
Rückblick 2025
Aufgrund seiner Zuständigkeit für die Bundesanstalt Mauthausen Memorial sowie für die Kriegs- und Opfergräberfürsorge im Rahmen der Abteilung für Historische Angelegenheiten war das Innenministerium aktiver Teil der gelebten Erinnerungs- und Mahnkultur anlässlich des Gedenkjahres 2025.
Zu Jahresbeginn wurde am 17. Jänner 2025 die feierliche Übergabe der Kriegsgräberanlage Gruppe 97 am Wiener Zentralfriedhof von der Bundesrepublik Deutschland in die Obhut der Republik Österreich vollzogen. Mit rund 7.300 Kriegstoten ist sie der größte deutsche Soldatenfriedhof des Zweiten Weltkriegs in Österreich und wird seither vom Innenministerium verwaltet.
Besondere Bedeutung kam auch der Aufarbeitung von NS-Verbrechen auf österreichischem Staatsgebiet zu: Im März wurde im NS-Gedenkort Schloss Hartheim nach gezielten Grabungsarbeiten ein großflächiges Aschefeld mit verbrannten menschlichen Überresten entdeckt, dessen Sichtbarmachung geplant ist. Die vom Innenministerium beauftragte Wanderausstellung „Hitlers Exekutive“ zur Rolle der Polizei im Nationalsozialismus wurde 2025 unter anderem in Kärnten und Niederösterreich gezeigt und wird verpflichtend von Polizeischülerinnen und -schülern besucht.
Im Gedenkjahr nahm Innenminister Gerhard Karner an zahlreichen nationalen und internationalen Gedenkveranstaltungen teil, darunter die Befreiungsfeiern in Mauthausen und Gusen. Zudem wurden mehrere Außenlagerstelen an Standorten des KZ-Komplexes Mauthausen enthüllt.
Weitere Schwerpunkte waren die Sanierung und Wiedereröffnung von Soldatenfriedhöfen und Opfergräberanlagen, das Gedenken an ermordete Roma und Sinti in Lackenbach sowie Opfern des österreichischen Widerstandes, die Würdigung vergessener Kriegsopfer in St. Pölten sowie die Bestattung von Opfern der NS-Kindermordanstalt „Am Spiegelgrund“ am Wiener Zentralfriedhof.
Mit der Präsentation des Siegerprojekts zur Neugestaltung der KZ-Gedenkstätte Gusen wurde ein wichtiger Schritt für die Zukunft der österreichischen Erinnerungskultur gesetzt. 2026 beginnt nun die Umsetzung des Wettbewerbsergebnisses.
Ausblick 2026
2026 setzt das Innenministerium die Aufarbeitung der NS-Vergangenheit fort. Neben der Aufstellung weiterer Außenlagerstelen durch das Mauthausen Memorial sind unter anderem die Kontextualisierung des Kriegsgrabes des Auschwitz-Arztes Franz Bodmann in Salzburg, die Eröffnung der Wanderausstellung „Hitlers Exekutive“ im Gedenkort Schloss Hartheim sowie Beiträge zur NÖ Landesausstellung 2026 mit Neugestaltung des Anstaltsfriedhofs Mauer-Öhling geplant. Zudem wird eine Novelle der Kriegsgräberfürsorgegesetze vorbereitet.
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