- 02.01.2026, 10:53:02
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Marlene Svazek: Mindeststandards können Elementarpädagogik stärken
Freiheitliche sieht qualitative Chance, befürchtet aber, dass Wien die Idee nicht fertiggedacht hat.
Salzburgs für Elementarpädagogik zuständige LH-Stellvertreterin Marlene Svazek zeigt sich gesprächsbereit für den Vorstoß von Bildungsminister Wiederkehr, bundesweit einheitliche Mindeststandards in Kindergärten zu verankern, betont jedoch die Notwendigkeit von Augenmaß und realistischen Rahmenbedingungen.
„Einheitliche Mindeststandards können ein wichtiger Schritt sein, um einerseits die Qualität der Betreuung zu sichern und in Folge auch den Beruf der Elementarpädagoginnen und -pädagogen nachhaltig aufzuwerten. Denn gerade in Zeiten des Personalmangels ist es entscheidend, dass Ausbildung, Berufsbild und Qualifikationen vergleichbar und anerkannt sind“, so Svazek in einem ersten Statement zum Vorschlag des Ministers, während sie gleichzeitig auf die Tücken des Vorstoßes aufmerksam macht.
Mindeststandards ja, Zentralisierung nein
Die derzeit unterschiedlichen Regelungen in den Bundesländern erschweren nicht nur die Mobilität von Fachkräften, sondern strapazieren auch die Verlässlichkeit des Angebots: „Wer seine Kinder in fremde Obhut übergibt, muss sich auf verbindliche Mindestanforderungen verlassen können und das egal, wo man herkommt“, betont Svazek.
Standards sind auch eine Kostenfrage
Gleichzeitig warnt Svazek davor, Mindeststandards am runden Tisch in Wien festzulegen, ohne die lokalen Realitäten in den Einrichtungen mitzudenken: „Kleinere Gruppen, bessere Betreuungsschlüssel und höhere Qualifikationsanforderungen sind fachlich richtig, sie brauchen aber Zeit, Personal und finanzielle Absicherung. Sonst überfordern wir Gemeinden, Träger und Pädagoginnen gleichermaßen“, berichtet LH-Stv. Svazek aus Salzburg, wo man seit Jahren auf hohem Niveau betreut. In den vergangenen Jahren wurde hier bereits gezielt in den Ausbau der Kinderbetreuung, bessere Rahmenbedingungen und zusätzliche Ausbildungswege in Form von Personaloffensiven investiert.
Föderaler Rahmen bleibt entscheidend
Ein bundesgesetzlicher Rahmen könne demnach sinnvoll sein, wenn er Mindeststandards definiere und gleichzeitig budgetäre Situationen berücksichtige. Eine vollständige Zentralisierung der Bildung ist hingegen abzulehnen: „Nein, die Länder sind keine Verschubmasse. Aber Kinder sind keine Verwaltungsmasse. Entscheidungen müssen dort getroffen werden, wo man die regionalen Bedürfnisse kennt und zwar im Land und in den Gemeinden.“ Zusammenfassend hält Svazek fest: „Mindeststandards können den Beruf der Elementarpädagogik stärken, Anerkennung schaffen und Qualität sichern, ohne den faden Beigeschmack der Zentralisierung in Kauf zu nehmen.“
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Büro Landeshauptmann Stellvertreterin Marlene Svazek
Mag. Dom Kamper, MBA
Telefon: 0664 6292030
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