• 02.01.2026, 09:15:33
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Arbeitslosigkeit Ende Dezember bleibt hoch, erste Erholungssignale für 2026

Mehr Arbeitssuchende als 2024, aber steigende Beschäftigung und positive WIFO-Prognose für den Arbeitsmarkt

Wien (OTS) - 

Mit einer Register-Arbeitslosenquote von 8,4% (+0,2%-Punkte) und einem Plus von 10.100 Arbeitssuchenden gegenüber Dezember 2024 bleibt die Arbeitslosigkeit in Österreich auch zum Jahreswechsel hoch, der Anstieg verlangsamt sich jedoch. Die Beschäftigung wächst gegenüber dem Vorjahr wieder leicht (geschätzt +4.000 Beschäftigungsverhältnisse). Für das Jahr 2026 zeichnen sich erste positive Signale ab: Laut der aktuellen WIFO-Wirtschaftsprognose wird ein Rückgang der Arbeitslosigkeit um rund 4.000 Personen erwartet. Die unselbständige Aktivbeschäftigung soll laut Prognose um ca. 27.000 zunehmen. ***

„Nach langen Jahren der Rezession blicken wir dem kommenden Jahr vorsichtig optimistisch entgegen. Die prognostizierte wirtschaftliche Erholung wird 2026 auch eine Belebung des Arbeitsmarktes bringen. Die Beschäftigung wird wieder stärker wachsen und die Arbeitslosigkeit soll im zweiten Halbjahr etwas sinken. Über den Berg sind wir aber noch nicht. Die Situation insbesondere für langzeitbeschäftigungslose und ältere Personen sowie für Jugendliche, die den Einstieg bzw. Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt zu bewältigen haben, bleibt auch im nächsten Jahr herausfordernd. Hier werden wir mit aktiver Arbeitsmarktpolitik unterstützen und entsprechende Impulse setzen“, erklärt Arbeits- und Sozialministerin Korinna Schumann.

Aktuell zeigt sich die Entwicklung am Arbeitsmarkt allerdings noch verhalten. Die Zahl der Arbeitslosen und AMS-Schulungsteilnehmenden erreicht im Dezember 2025 den Gesamtwert von 434.572 (+8.560 oder +2,0% gegenüber dem Vorjahr).

Die Arbeitslosigkeit von Frauen erhöht sich im Dezember mit +6,6%, während bei den Männern ein geringer Anstieg von +0,5% zu verzeichnen ist.

Die Jugendarbeitslosigkeit sinkt Ende Dezember 2025 leicht (-0,4%). Die Zahl der beim AMS gemeldeten sofort verfügbaren Lehrstellensuchenden steigt jedoch deutlich (+14,2% oder +1.323), während die Zahl der beim AMS gemeldeten offenen Lehrstellen (-1.496) gegenüber dem Vorjahr deutlich sinkt.

Die Arbeitslosigkeit von Personen mit ausländischer Staatsbürgerschaft steigt um +1,8% an, während sich die Arbeitslosigkeit von Inländer:innen um +3,6% erhöht.

Da die Zahl der Arbeitssuchenden schon über viele Monate ansteigend ist, wächst auch die Zahl der Langzeitbeschäftigungslosen mit Status Arbeitslos und mindestens einem Jahr AMS-Vormerkung auf 102.491 (+11.596 oder +12,8%).

Die Bestandszahl der beim AMS gemeldeten sofort verfügbaren offenen Stellen sinkt Ende Dezember 2025 gegenüber dem Vorjahr um -16,2% auf 67.647. Der Zugang an offenen Stellen beim Arbeitsmarktservice ist jedoch im Dezember mit -0,4% (-104) bereits wieder fast gleich hoch wie im Vorjahr.

Arbeitsmarktentwicklung 2025 – Rückblick und Ausblick

Der österreichische Arbeitsmarkt war im Jahr 2025 von unterschiedlichen Entwicklungen gekennzeichnet: Während die Arbeitslosigkeit im Jahresdurchschnitt um +6,6% anstieg, ist die Beschäftigung insgesamt stabil geblieben (+0,1%).

Frauen waren 2025 mit einem Zuwachs der Arbeitslosigkeit von 8,9% stärker betroffen als Männer (+4,9%), was unter anderem mit der schrittweisen Anhebung des Regelpensionsalters von Frauen zusammenhängt. Gleichzeitig hat auch die Langzeitbeschäftigungslosigkeit überdurchschnittlich zugenommen: Im Jahresdurchschnitt hat sich die Zahl der arbeitslosen Personen mit einer AMS-Vormerkdauer von mindestens einem Jahr um 12,6% erhöht.

Bei der Beschäftigungsentwicklung haben sich 2025 neben geschlechtsspezifischen vor allem branchenspezifische Unterschiede gezeigt. Rückgänge im produzierenden Gewerbe und in der Industrie wurden durch Beschäftigungszuwächse im Dienstleistungssektor, insbesondere im Gesundheits- und Sozialwesen, mehr als ausgeglichen. Die Gesamtbeschäftigung ist im Jahresdurchschnitt leicht um +0,1% anstiegen. Während bei den Frauen ein überdurchschnittliches Beschäftigungswachstum von +0,6% zu verzeichnen war, ging die Beschäftigung bei Männern im Jahresdurchschnitt um -0,4% zurück.

2026 sollte sich die Lage am Arbeitsmarkt allerdings wieder langsam verbessern: Laut der WIFO-Wirtschaftsprognose vom Dezember 2025 wird ein Rückgang der Arbeitslosigkeit um rund 4.000 Personen erwartet und die unselbständige Aktivbeschäftigung soll voraussichtlich um etwa 27.000 Personen zunehmen.

Rückfragen & Kontakt

Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Pflege und
Konsumentenschutz (BMASGPK)
E-Mail: pressesprecher@sozialministerium.gv.at
Website: https://sozialministerium.gv.at

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