• 02.01.2026, 07:00:32
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Bundesheer 2025: Positive Entwicklung auf allen Ebenen

Modernisierung wirkt sich auf die Personalentwicklung aus

Wien (OTS) - 

„Richtung und Geschwindigkeit zur Erreichung des Aufbauplanes 2032+ stimmen. Da sind wir auf einem guten Weg. Die Herausforderung in den kommenden Jahren wird sein, die Abläufe zwischen Beschaffung und Infrastruktur so zu koordinieren, dass die Einführung der Systeme in die Truppe klaglos funktioniert. Die Bediensteten sind jedenfalls hoch motiviert und die Nachwuchszahlen des Kaders und die Zahl der Zivilbediensteten steigen kontinuierlich. Das ist ein sehr positives Signal“, so Verteidigungsministerin Klaudia Tanner.

Personal: Positiver Trend bei den Aufnahmen und Reduktion freiwilliger Austritte
Im Bereich der Kaderanwärter konnte der positive Trend des Jahres 2024 fortgesetzt werden und so starteten mehr als 1200 junge Männer und Frauen mit der Ausbildung zum Unteroffizier oder Offizier. Auch im Bereich der zivilen Aufnahmen konnte das zur Verfügung stehende Kontingent an Planstellen mit 700 Personen ausgeschöpft werden. Erfreulich ist, dass im Bereich der Personalbindung die Zahl der freiwilligen Austritte im Jahr 2025 im Vergleich zum Jahr 2024 rückläufig war.

Inlandseinsätze: Im Rahmen des sicherheitspolizeilichen Einsatzes/Migration wurden im Beobachtungszeitraum Jänner bis November 2025 durchschnittlich 505 Soldatinnen und Soldaten eingesetzt, die in Summe 168.770 Personentage leisteten. Bei der Bewachung kritischer Infrastruktur in Wien wurden durchschnittlich 100 Soldatinnen und Soldaten eingesetzt - 33.402 Personentage. In der Summe leistete das Bundesheer 202.172 Personentage und griff 2.114 hilfesuchende Fremde auf. Hervorzuheben ist die Verlängerung der Bewachung kritischer Infrastruktur in Wien, mit aktuell bis zu 100 Soldatinnen und Soldaten, bis vorerst Ende März 2026. Darüber hinaus wurden 3.076 Personentage im Assistenzeinsatz/Katastrophenhilfe geleistet; schwergewichtsmäßig bei der Bekämpfung der Maul- und Klauenseuche.

Auslandseinsätze: Aktuell befinden sich knapp 600 Soldatinnen und Soldaten in 17 Missionen im Auslandseinsatz; davon 25 Frauen. Die stärksten Kontingente befinden sich im Kosovo bei KFOR- 157, in Bosnien und Herzegowina bei EUFOR- 194 sowie im Libanon bei UNIFIL- 164. Zusätzlich wurden ca. 500 Soldatinnen und Soldaten für den Einsatz im Rahmen der EU- Battle-Group 2025, sowie seit Herbst 2025 ca. 200 Personen als Verstärkungskräfte für einen Einsatz am Balkan bereitgehalten. Eine Besonderheit war die Entsendung eines Kontingents des ABC-Abwehr-Zentrums in die Slowakei zur Bekämpfung der Maul- und Klauenseuche mit durchschnittlich 85 Personen.

Luftstreitkräfte: Über 13.500 Flugstunden wurden durch die Luftstreitkräfte geflogen. Die Luftraumsicherungsoperation für das Weltwirtschaftsforum in Davos war der Höhepunkt der fliegerischen Einsätze. Bei den Assistenzeinsätzen sind die Waldbrandbekämpfung im Raum Eisenerz und Roßkopf mit 42 Flugstunden und die Evakuierung von 62 Personen im Raum Gschnitz/ Tirol aufgrund eines Muren Abganges, erwähnenswert. Im Rahmen der Modernisierung der Hubschrauberflotte ist zwischenzeitlich der elfte (von 36) AW169 „Lion“ in Österreich gelandet. Die Umschulung der Einsatzpiloten der „Allouette“ III auf die Luftfahrzeugtype AW169 ist mittlerweile abgeschlossen und mit der Umschulung der O58 Militärpiloten wurde begonnen.

Beschaffungen: Die wesentlichen Beschaffungen 2025 waren die zwölf Leonardo M-346 Kampfflugzeuge im Auftragsvolumen von 1.500 Millionen Euro und 315 unbemannte militärische Luftfahrzeuge. Weitere Großvorhaben waren die Einleitung der Erweiterung der Fahrzeugflotte (80 IVECO Gruppentransportfahrzeuge um 35 Millionen Euro), der Gefechtsanzug (44 Millionen Euro), das Aufklärungs- und Zielzuweisungsradar (140 Millionen Euro) sowie einer Drohnenabwehrbatterie (200 Millionen Euro).
Militärische Infrastruktur: Im Kalenderjahr 2025 sind etwa 426 Millionen Euro in Infrastrukturinvestitionen, Instandhaltungen, Wartungen, Reinigungen, Energiebezüge und Mieten geflossen. Dabei wurden rund 700 Projekte sowie zahlreiche Kleinbauvorhaben realisiert. Etwa die Hälfte der Projekte stehen in einem direkten Zusammenhang mit der „Mission Vorwärts“ und dem „Aufbauplan ÖBH2032+“. Der zweite Teil betrifft beispielsweise dringende Instandsetzungsmaßnahmen, Generalsanierungen, behördliche Auflagen und technische Erfordernisse. Weitere Budgets wurden unter anderem für den Bereich der Autarkie sowie für die Barrierefreiheit verwendet. Mit der Einführung von modernen Soldatenfunkgeräten, der Implementierung und dem weiteren Ausbau des Tactical Communication Network und dem Battlefield Management System ist der Technologiefortschritt auch in diesem Bereich im Bundesheer angekommen.


Entminungsdienst: Bei 1058 Einsätzen barg und entschärfte der Entminungsdienst etwa 28,5 Tonnen Kriegsmaterial.

Cyber Defence: Ressorteigene KI-Services wurden implementiert und trainiert, so dass KI-gestütztes Arbeiten künftig auch im gesicherten Netz des Verteidigungsressorts für alle Anwender möglich sein wird.
Mit dem Projekt LEO2VLEO wird die Kommunikation und Navigation in höhere Sphären gebracht. Es wurde gemeinsam mit den Niederlanden ein Projekt erarbeitet, das im Jahr 2026 mit eigenen Satelliten im Orbit realisiert wird.
Die neu entwickelten Fähigkeiten werden in enger Zusammenarbeit in den Bereichen Informationsoperationen und Cognitive Counter Warfare im Rahmen internationaler Zusammenarbeit, speziell mit der National Guard Vermont und dem DACH-Verbund, geprüft, evaluiert und weiterentwickelt.

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Bundesministerium für Landesverteidigung
Telefon: +43 664-622-1005
E-Mail: presse@bmlv.gv.at
Website: http://www.bundesheer.at
@Bundesheerbauer

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