- 01.01.2026, 10:11:03
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- OTS0008
397 Verkehrstote auf Österreichs Straßen im Jahr 2025
Steigerung bei Unfällen mit Fahrrädern und E-Bikes

397 Menschen sind im abgelaufenen Jahr 2025 auf Österreichs Straßen tödlich verunglückt. Das sind um 46 oder 13,1 Prozent mehr als im Jahr 2024 (351 Getötete) und liegt in etwa auf dem Niveau von 2023. Langfristig bedeutet dies die fünftniedrigste Opferzahl seit Beginn der Aufzeichnungen im Innenministerium im Jahr 1950. Nur in den Jahren 2020 bis 2022 und 2024 lag die Zahl ebenfalls unter 400 und sind noch weniger Menschen im Straßenverkehr ums Leben gekommen.
397 Verkehrstote sind weniger als ein Siebtel der Todesopfer vom Jahr 1972, dem Jahr mit den bisher meisten Todesopfern (2.948). Im Vergleich dazu hat sich die Zahl der zugelassenen Fahrzeuge in Österreich seit 1972 von 2,5 Millionen auf 7,4 Millionen im Jahr 2025 nahezu verdreifacht.
Jeder schwere Verkehrsunfall ist mit viel Leid für die Opfer und deren Angehörige verbunden, deshalb ist größtmögliche Verkehrssicherheit ein wichtiges Anliegen der Bundespolizei. Neben der zielgerichteten Überwachung und Kontrolle sind Prävention und Bewusstseinsbildung wesentliche Mittel der Exekutive zur Verhinderung von Unfällen.
Bundesländer und Verkehrsbeteiligung
Im Burgenland gab es im abgelaufenen Jahr 19 Verkehrstote (2024: 15), in Kärnten 35 (30), in Niederösterreich 108 (84), in Oberösterreich 73 (72), in Salzburg 24 (28), in der Steiermark 65 (63), in Tirol 44 (32), in Vorarlberg 14 (7) und in Wien 15 (20).
Bei den tödlichen Verkehrsunfällen 2025 verloren 164 Pkw-Insassen ihr Leben, 81 Motorradfahrer (davon 22 mit Leichtmotorrädern), 65 Radfahrer (davon 31 mit Elektro-Fahrrädern), 53 Fußgänger, 11 Lkw-Insassen (davon 9 im Klein-Lkw), 8 Lenker von Zug- und Arbeitsmaschinen, 7 Mopedfahrer, 6 Lenker von E-Scootern und 2 sonstige Beteiligte.
Gegenüber dem Vorjahr gibt es eine Verdoppelung der Zahl der getöteten Radfahrer und E-Bike-Lenker (2024: 32; 2025: 65) und langfristig die höchste Opferzahl seit dem Jahr 2002 (80 getötete Radfahrer). In diesem Detailbereich gab es heuer bereits vermehrt straßenpolizeiliche Schwerpunktaktionen, in Abstimmung mit den jeweils örtlich zuständigen Verkehrsbehörden.
Unfallursachen
Die Ursachen der tödlichen Verkehrsunfälle teilen sich auf in Unachtsamkeit/Ablenkung (30,5 Prozent), nicht angepasste Fahrgeschwindigkeit (25,3 Prozent), Vorrangverletzung (16,6 Prozent), Fehlverhalten von Fußgängern (6,3 Prozent), gesundheitliche Beeinträchtigungen (4,5 Prozent), Missachtung von Geboten/Verboten (3,9 Prozent), Überholen (3,7 Prozent) und sonstige Ursachen (2,4 Prozent). Alkohol, Drogen oder Medikamente waren bei 26 oder 6,8 Prozent der tödlichen Unfälle gegeben.
Gegenüber 2024 gab es bei den wichtigsten Ursachen leichte Anstiege. Bei den Ursachen Überholen, Alkohol, Drogen oder Medikamente und gesundheitliche Beeinträchtigungen wurden hingegen Rückgänge registriert.
149 oder 39,1 Prozent aller tödlichen Unfälle (381) sind Alleinunfälle, es war also nur ein Fahrzeug am Unfall beteiligt.
Straßenarten und Ortsgebiet/Freiland
45 Verkehrstote gab es auf Autobahnen und Schnellstraßen; das bedeutet einen Anteil von 11,3 Prozent an allen Verkehrstoten und einen Anstieg um 13 Getötete gegenüber 2024 (32). Der Großteil der tödlichen Unfälle ereignet sich auf den ehemaligen Bundesstraßen (147 Getötete), gefolgt von Landesstraßen (114) und sonstigen Straßen (91). 294 Verkehrsteilnehmer (74,1 Prozent) kamen im Jahr 2025 im Freiland ums Leben, 103 oder 25,9 Prozent im Ortsgebiet.
Unfälle mit beteiligten Minderjährigen
Acht Kinder im Alter bis 14 Jahre kamen im Straßenverkehr 2025 ums Leben, davon drei als Radfahrer, je zwei als Fußgänger und Pkw-Insassen und ein Kind mit einem E-Scooter. 2024 verunglückten vier und 2023 sieben Kinder tödlich. Ein Kind im Alter von sieben Jahren kam 2025 bei einem Schulwegunfall ums Leben.
Schwerster Unfall
Der schwerste Verkehrsunfall des vergangenen Jahres ereignete sich am 1. April 2025 auf der A2 Südautobahn im Bezirk Neunkirchen, Niederösterreich. Bei einem Auffahrunfall eines Pkw-Lenkers auf einen Sattelzug wurden fünf weibliche Pkw-Insassen aus der Ukraine getötet.
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