• 09.09.2025, 15:07:35
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Grabetz / Sakic (SPÖ): „Konsolidierung mit Augenmaß – Wirtschaftswachstum ist der Schlüssel“

Wien (OTS) - 

„Die schwarz-grüne Bundesregierung hat die Teuerung einfach durchrauschen lassen. Das Ergebnis: Österreichs Inflation liegt doppelt so hoch wie im EU-Durchschnitt“, betont SPÖ-Gemeinderat Denis Sakic. Im August 2025 betrug die Inflation in Österreich +4,1 Prozent, während die EU nur +2,1 Prozent verzeichnete. Nun steht Österreich vor der größten Konsolidierungsaufgabe in der Geschichte der Zweiten Republik – und das mitten in der längsten Rezession seit Bestehen. „Dass ÖVP-Landesparteivorsitzender Figl nun versucht, die Verantwortung der schwarz-grünen Bundesregierung der Stadt Wien umzuhängen, ist ein durchschaubarer Ablenkungsversuch. Seine Bundespartei trägt das politische Versagen mit, anstatt Lösungen zu liefern“, so Sakic.

Teuerung bremst Wirtschaft und Einnahmen

„Die Folgen sind enorm“, erklärt die stellvertretende Bezirksvorsteherin der Inneren Stadt Lucia Grabetz: „Energiekosten sind explodiert, durch die hohe Inflation stiegen auch die Personalkosten massiv. Österreichs Wirtschaft kommt nicht vom Fleck und die Einnahmen aus dem Finanzausgleich sind eingebrochen.“ Während die Republik im dritten Jahr in Folge schrumpft, zeigt Wien als einziges Bundesland seit drei Jahren Wirtschaftswachstum – 2023 stieg die Wertschöpfung hier um +2,2 Prozent auf rund 120 Milliarden Euro, während sie in Österreich insgesamt um –1,2 Prozent zurückging. „Gerade in dieser Situation ist es unredlich, wenn die ÖVP hier in Wien kritisiert, während sie auf Bundesebene selbst Teil des Problems ist“, hält Grabetz fest.

Bekenntnis zur Konsolidierung

„Wir bekennen uns klar zum Konsolidierungspfad. Durch die gestiegenen Kosten und die sinkenden Einnahmen muss die gesamte Republik enorm konsolidieren – das ist das schwere Erbe der schwarz-grünen Bundesregierung. Das haben wir uns nicht ausgesucht“, so Sakic. „Für die Bezirke bedeutet das kein Minusbudget, sondern ein Einfrieren der Mittel. Notwendige Projekte können weiterhin umgesetzt werden – durch Umschichtungen im bestehenden Budget, so wie es auch Bund und Länder tun.“

Wien setzt auf Wirtschaftswachstum

„Unser Fokus liegt daher voll und ganz auf Wirtschaftspolitik. Jeder Arbeitsplatz zählt, jedes Prozent Wirtschaftswachstum wird erkämpft“, betont Sakic. Und die Strategie zeigt Wirkung: 2025 ist die Zahl der unselbstständig Beschäftigten in Wien bisher um +1,0 % gestiegen, während sie in Österreich um –0,1 % gesunken ist. „Wirtschaftswachstum schafft Arbeitsplätze, senkt die Arbeitslosigkeit und damit die Kosten für alle Ebenen. Das ist der nachhaltigste Beitrag zur Budgetkonsolidierung“, so Sakic.

Mehr Arbeitsplätze erhöhen den privaten Konsum und steigern die Unternehmensinvestitionen – zwei Faktoren, die laut IHS das österreichische Wachstum in den nächsten vier Jahren tragen werden. „Darum setzen wir nicht auf kurzfristige Sparpakete, sondern auf kluge Wirtschaftspolitik mit Augenmaß. Wachstum ist der Schlüssel, um wieder Spielräume zu gewinnen – und genau deshalb braucht es eine ehrliche Politik statt durchschaubarer Schuldzuweisungen, wie sie die ÖVP betreibt“, so Grabetz abschließend. (schluss) gm

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