• 29.08.2025, 13:36:02
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Sima/Reinagl: Ab 1. September unterwegs – neue Linie 12 verstärkt Wiener Straßenbahnnetz

Wien (OTS) - 

Pünktlich zu Schulbeginn startet am kommenden Montag die neue Straßenbahnlinie 12! Wie geplant, fährt die Linie 12 inklusive 2,2 km Neubaustrecke ab dem 1. September von der U6 Josefstädter Straße über den Franz-Josefs-Bahnhof zur U4 Friedensbrücke, U6 Jägerstraße und Dresdner Straße, weiter zur S-Bahn-Station Traisengasse über das Nordbahnviertel zur U1 Vorgartenstraße bis zur Hillerstraße. Der 12er verbindet dabei gleich vier Wiener Bezirke (8., 9., 20., 2.,) und bietet an fünf Haltestellen Umsteigemöglichkeiten zu den U-Bahn-Linien U1, U4 oder U6 sowie bei zwei Haltestellen Anbindung zur S-Bahn. Zukünftig ist der 12er beim Arne-Karlsson-Park im neunten Bezirk auch an die U5 angebunden. Bei der heutigen Premierenfahrt im zweiten Bezirk präsentierten Planungs- und Mobilitätsstadträtin Ulli Sima, Monika Unterholzner, stellvertretende Generaldirektorin der Wiener Stadtwerke und Wiener Linien-Geschäftsführerin Alexandra Reinagl, die Bezirksvorsteher*innen aus dem 2. und 20. Bezirk sowie NEOS-Mobilitätssprecherin Angelika Pipal-Leixner die erfolgreiche Erweiterung des Öffi-Netzes.

„Ich freu mich sehr, dass wir heute die erste von insgesamt drei neuen Straßenbahnlinien auf die Reise schicken können. Mit dem 12er haben wir pünktlich zu Schulbeginn eine hochrangige neue Öffi-Verbindung mit insgesamt 7,2 Kilometern Länge im Netz. Die Umgestaltung entlang der Neubaustrecke ist dabei ein Herzstück des Projekts. Auf 2,2 Kilometern wurden im zweiten Bezirk nicht nur Schienen verlegt, sondern auch ganz nach unserem Motto „Raus aus dem Asphalt“ 100 neue Bäume gepflanzt und ein 230 Meter langes Grüngleis gebaut. Besonders freut mich auch, dass wir mit der neuen Linie 12 nicht nur in den öffentlichen Verkehr, sondern mit über 2.000 Meter neuen Radwegen im Viertel auch in eine moderne und sichere Radinfrastruktur investiert haben“, so Planungs- und Mobilitätsstadträtin Ulli Sima.

Die Linie 12 verbindet somit klimafitte Stadtplanung mit umweltfreundlicher Mobilität und bringt noch mehr Lebensqualität ins Grätzel. Rund 250.000 Anrainer*innen entlang der gesamten Strecke profitieren ab Montag von der leistungsstarken Öffi-Anbindung, die Arbeitsplätze, Schulen und Einkaufsmöglichkeiten noch besser öffentlich erreichbar macht und für kürzere Fahrzeiten sorgt. Monika Unterholzner, stellvertretende Generaldirektorin der Wiener Stadtwerke ergänzt: „Die Linie 12 steht für die Mobilitätswende in Wien. Sie zeigt, wie wir als Wiener Stadtwerke gemeinsam mit der Stadt Wien zukunftsweisende Infrastrukturprojekte für ein klimafreundliches Wien realisieren und wie gut die Kooperation mit den Bezirken und städtischen Dienststellen funktioniert. Der 2. und 20. Bezirk sind in den vergangenen Jahren stark gewachsen, und es ist schön zu sehen wie stark das Bewusstsein und der Umsetzungswille in beiden Bezirken sind, den öffentlichen Verkehr entsprechend anzupassen.“

„Modernisierung und Ausbau sind wichtige Eckpfeiler für ein attraktives Öffi-Netz, das die Menschen in der Stadt und alle Besucher*innen gerne und regelmäßig nutzen. Dafür arbeiten wir bei den Wiener Linien täglich mit vollem Einsatz. Die Linie 12 ist eine wichtige neue Querverbindung durch vier Bezirke und bietet zahlreiche Umsteigemöglichkeiten zu U-Bahnen, S-Bahnen, Straßenbahnen und Bussen. Sie bringt spürbare Fahrzeitverkürzungen für die Fahrgäste. Wir freuen uns sehr, ab 1. September täglich rund 16.000 Fahrgäste auf der Linie 12 begrüßen zu dürfen“, informiert Alexandra Reinagl, Vorsitzende der Geschäftsführung der Wiener Linien. So verkürzt sich mit der neuen Linie 12 die Fahrt vom Nordbahnviertel zur U6 Dresdner Straße von rund 10 –14 Minuten auf sieben Minuten, ins Donauzentrum geht es künftig in elf statt bisher 18 Minuten. Zu den Hauptverkehrszeiten ist sie ca. im 8-Minuten-Takt unterwegs. Von insgesamt 25 Haltestellen entlang der gesamten Linie 12 wurden 2. Bezirk fünf Haltestellen neu errichtet. Dafür hat die Linie 12 ab Taborstraße eine 2,2 Kilometer lange Neubaustrecke bis zur Hillerstraße bekommen, die restliche Strecke fährt sie auf bestehenden Gleisen.

Raus aus dem Asphalt & hinein in die klimafitte Neugestaltung

Die Linie 12 leistet einen wichtigen Beitrag zu den Klimazielen der Stadt Wien. Durch die Verlagerung von PKW-Fahrten auf Öffis können jährlich bis zu 650 Tonnen CO₂ eingespart werden. Gleichzeitig wurde die Oberfläche entlang der Neubaustrecke umfassend neugestaltet: 100 neu gepflanzte Bäume im 2. Bezirk sorgen für Kühlung und Schatten an heißen Sommertagen. Im Streckenabschnitt Haussteinstraße bis Walcherstraße fährt die Linie 12 auf rund 230 Metern über ein Grüngleis, ein Plus für das Mikroklima.

„Ich freue mich sehr, dass die erste unserer drei neuen Straßenbahnlinien mit Schulbeginn in Betrieb geht. Dank der neuen Straßenbahnlinie 12, die vier Bezirke querverbindet, werden wiederum mehr Wienerinnen und Wiener für sich feststellen, dass man in Wien kein Auto braucht, um mobil zu sein. Begleitende neue Radwege, Bäume und Grüngleise machen das Radfahren und Zu-Fuß-Gehen entlang der Strecke sicherer und angenehmer. Für gesunde und klimafreundliche Mobilität“, so Neos Wien Mobilitätssprecherin Angelika Pipal-Leixner.

Neue Radwege im Nordbahnviertel

Auch das Radwegenetz wird im neuen Stadtentwicklungsgebiet Nordbahnviertel ausgebaut. „Über 2.000 Meter neue Radinfrastruktur sorgen künftig für mehr Platz, Qualität und Sicherheit für Radfahrende“, erklärt Planungs- und Mobilitätsstadträtin Ulli Sima. Im Zuge der Arbeiten an der neuen Straßenbahnlinie 12 wurde entlang der Taborstraße von der Nordbahnstraße bis zur Vorgartenstraße ein 525 Meter langer, baulich getrennter Zwei-Richtungs-Radweg errichtet.

Gleich mehrere Projekte aus der großen Radwegoffensive der Stadt Wien im Nordbahnviertel sind schon fertiggestellt oder befinden sich in Bau: Der 445 Meter lange Zwei-Richtungs-Radweg in der Nordbahnstraße (von Am Tabor bis Taborstraße) wurde bereits errichtet. Ein neuer, 270 Meter langer und baulich getrennter Ein-Richtungs-Radweg Am Tabor (von Bruno-Marek-Allee bis Nordbahnstraße) wird bald fertiggestellt. Und auf der westlichen Straßenseite der Bruno-Marek-Allee, zwischen Am Tabor und der Taborstraße, entstehen über 400 Meter neue Radinfrastruktur.

Die Verbindung zwischen Nordbahnviertel und dem Radhighway Nord ist mit einer neuen, rund 800 Meter langen Radinfrastruktur in der Vorgartenstraße (von Taborstraße bis Lassallestraße) bereits vorhanden. Damit gelangen die Bewohner*innen aus dem Stadtentwicklungsgebiet mit dem Rad direkt auf Wiens 1. Mega-Radhighway. Die Durchfahrt durch das Nordbahnviertel wird künftig ausschließlich für die Straßenbahn und Radfahrer*innen möglich sein. Das sorgt für mehr Sicherheit und Lebensqualität in einem der dynamischsten Stadtteile Wiens.

Bessere öffentliche Anbindung für 25.000 Bewohner*innen im Nordbahnviertel

Mit der Inbetriebnahme der Linie 12 wird das Wiener Öffi-Netz erweitert und leistungsfähiger: So wird etwa das Nordbahnviertel bei der neuen Doppelhaltestelle Bruno-Marek-Allee, mit Anbindung an die Linie O, und der Haltestelle Haussteinstraße noch besser öffentlich angebunden. Die Bewohner*innen können nun direkt mit der neuen Linie 12 zur U1, U4, U6, S-Bahn oder anderen Straßenbahnlinien sowie Bussen gelangen. Davon profitieren auch die zahlreichen neuen Anrainer*innen, die seit Baustart der Linie 12 im Sommer 2024 ins Nordbahnviertel gezogen sind, insgesamt wohnen dort aktuell ca. 22.700 Menschen. Rund 1.000 Wohnung für weitere 2.300 Bewohner*innen werden noch errichtet - im Endausbau werden hier 25.000 Menschen leben und von der Linie 12 profitieren.

11A und 11B: Buslinie 11B wird in den Fahrplan der Linie 11A integriert

Auch der Busverkehr im 2. Bezirk wird ab dem Start der Linie 12 angepasst: Ab Montag, dem 1. September, werden die Fahrten der Linie 11B in den Fahrplan der Linie 11A integriert. Der 11A bekommt somit von Montag bis Samstag Verstärkerbusse im zentralen Abschnitt. Aufgrund der Neugestaltung des Straßenraumes werden diese Busse verlängert und fahren von Friedrich-Engels-Platz bis Elderschplatz. Damit entfällt für Fahrgäste der Blick auf zwei verschiedene Fahrpläne, um zu wissen, wann der nächste Bus kommt.

„Mit dem Startbetrieb der neuen Straßenbahnlinie 12 erfährt die Leopoldstadt eine wichtige Aufwertung: Unsere Grätzel werden besser mit dem Nordbahnviertel und der ganzen Stadt verbunden, die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel wird gefördert und gerade für Schulkinder entsteht eine sichere, direkte Verbindung. Damit schaffen wir eine spürbare Entlastung auf den Hauptverkehrsachsen und eine Steigerung der Lebensqualität“, so Alexander Nikolai, Bezirksvorsteher des 2. Bezirks.

Christine Dubravac-Widholm, Bezirksvorsteherin des 20.Bezirks ergänzt: „Bei der Linie 12 geht es ja nicht „nur“ um eine neue Straßenbahn. Wer genau hinschaut, erkennt rasch, dass rund um die aktuelle Streckenführung eine Vielzahl an Maßnahmen gesetzt wurden, die das „Öffi-Leben“ noch attraktiver machen. Begrünung, Radwege und noch einiges mehr machen den 12er zu einer „Lebenslinie“. Daher freue ich mich schon auf den Endausbau im 20. Bezirk. Hier ist insbesondere die Versorgung des künftigen Nordwestbahnhofs ein großes Thema. Aber schon jetzt kann man von einer weiteren Verbesserung des Öffentlichen-Personen-Nahverkehrs sprechen. In der Brigittenau besteht schon jetzt ein hervorragendes Netz, der 12er wird in der Brigittenau die Öffi-Verbindungen auf ein neues verkehrstechnisches Niveau heben.“

Rückfragen & Kontakt

Wiener Linien Kommunikation
Deborah Giehrl
Mobiltelefon: 0664 881 35 280
E-Mail: deborah.giehrl@wienerlinien.at

Ava Farajpoory
Mediensprecherin StRin Ulli Sima
Telefon: 01/4000 81356
Mobiltelefon: 0676/8118 81356
E-Mail: ava.farajpoory@wien.gv.at

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