• 29.08.2025, 13:21:03
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Grüne Wien/Huemer: Ausbauplan für gesicherte Versorgung in der Kinder- und Jugendpsychiatrie notwendig

Bis zu 90 Tage Wartezeit auf einen Behandlungstermin in der Kinder- und Jugendpsychiatrie sind inakzeptabel.

Wien (OTS) - 

„Der Ausbau für eine gesicherte Versorgung in der Kinder- und Jugendpsychiatrie muss bundes- und landesweit deutlich schneller erfolgen“, fordert Barbara Huemer, Gesundheitssprecherin der Grünen Wien, anlässlich des heute präsentierten Rechnungshofberichts „Kinder- und Jugendpsychiatrie – Versorgungsplanung und Umsetzung“.
Der Bericht zeigt massive Versorgungslücken auf – auch in Wien. So wurden vom Bundesrechnungshof durch anonyme Testanrufe durchschnittliche Wartezeiten von 90 Tagen auf einen Behandlungstermin bei einer Kinder- und Jugendpsychiater:in mit Kassenvertrag festgestellt. „90 Tage warten auf einen Behandlungstermin ist für psychisch erkrankte Kinder und Jugendliche absolut inakzeptabel. Wir brauchen dringend mehr Tempo im Aufbau einer gesicherten Versorgung: mehr Kassenstellen und eine funktionierende, integrative Versorgung“, so Huemer.

Massive Engpässe schon lange bekannt

Die Wiener Grünen sehen sich durch den Rechnungshofbericht in ihrer langjährigen Kritik bestätigt. Schon 2021 stellten sie ein Prüfansuchen an den Stadtrechnungshof zur gesundheitlichen Versorgung psychisch und psychosomatisch erkrankter Kinder und Jugendlicher in Wien. Dessen Ergebnisse belegten: massive Engpässe im stationären Bereich, zu wenig Betten, zu wenig Personal, zu lange Wartezeiten sowie wiederkehrende Unterbringung von Minderjährigen in der Erwachsenenpsychiatrie. Darüber hinaus sind bisher nur 2 von 6 im Versorgungsplan vorgesehenen „extramuralen Ambulatorien“ tatsächlich in Betrieb. Besonders prekär ist die Lage für autistische Kinder und Jugendliche: Im Kompetenzzentrum Favoriten betrug die Wartezeit auf einen Therapieplatz zuletzt eineinhalb Jahre – und selbst dann standen Plätze nur Kindern aus der unmittelbaren Umgebung zur Verfügung.

„Die Berichte von Bundes- und Stadtrechnungshof zeichnen ein klares Bild: Die Versorgung ist nach wie vor unzureichend. Die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen muss endlich ernster genommen und durch konkrete Maßnahmen nachhaltig verbessert werden“, so Huemer abschließend.

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