• 29.08.2025, 11:24:02
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KORREKTUR OTS0045 29.8.25: Wiener Fachgruppe der Immobilientreuhänder sieht Chance, dass Vertrauen im Mietwohnungsbereich wieder steigt

Pisecky: Es ist keine Mietpreisbremse, sondern eine Dämpfung der Wertsicherungsanpassung für den Bereich Wohnen geplant

KORREKTUR ZU OTS_20250829_OTS0045

KORREKTUR-HINWEIS
Diese Meldung ist eine Korrektur

Wien (OTS) - 

„Ab 2026 soll es keine Mietpreisbremse, sondern vielmehr ein klares, transparentes Regelwerk für die Wertsicherungsanpassung aller Mietverträge im Wohnbereich geben“, erklärt der Obmann der Wiener Fachgruppe der Immobilien- und Vermögenstreuhänder, Michael Pisecky. Grundsätzlich sind Eingriffe ins Eigentum und in bestehende Verträge aus Sicht der Fachgruppe jedenfalls abzulehnen. Betrachtet man die geplante Maßnahme nicht durch die Ideologische Brille, kann man dieser Maßnahme auch Positives abgewinnen und Vertrauen langsam wieder aufbauen.

Maßnahme ideologiefrei beurteilen
„Seit Jahren fordern wir mehr Klarheit und Rechtssicherheit bei Mietverträgen, und zwar immer unter dem Gesichtspunkt eines fairen Interessenausgleichs. Da das Thema Wohnen alle betrifft, treffen hier unterschiedliche politische Meinungen aufeinander – so auch das aktuelle Thema der vermeintlichen Mietpreisbremse“, führt Pisecky aus.

„Ideologiebefreit betrachtet geht es nicht um eine Mietpreisbremse, sondern um ein klares Regelwerk für zukünftige Wertanpassungen bei Mietwohnungen“, so Pisecky.

Eine Lösung im Interesse aller
„Alle Mieterinnen und Mieter wissen, dass die Miete jährlich öfter angepasst werden kann. Die nun von der Regierung vorgeschlagene Lösung – die Abfederung einer Inflationsrate über drei Prozent – schafft Klarheit und Transparenz und einen einheitlichen Termin für alle“, betont Pisecky. „Das schafft Erleichterungen für Immobilienverwalter; und Mieterinnen und Mieter können Erhöhungen transparent nachvollziehen. Die Maßnahme ist somit ein kleiner Schritt auf einem guten, interessenausgleichenden Weg. Wenn die Indexanpassung vom BM für Justiz verlautbart wird und an einem Termin im Jahr für alle Wohnungsmietverträge erfolgt, schafft das Vertrauen, was es gerade im Mietwohnungsbereich dringend wieder aufzubauen gilt.“

Start mit 2026 auf Grund der aktuell hohen Inflation von 3,6 Prozent nachvollziehbar
„Die Branche war auf eine Lösung durch Ankündigung im Regierungsprogramm vorbereitet, dass sie nun aufgrund der zurzeit weiter steigenden Inflation bereits 2026 statt wie geplant 2028 eingeführt wird, ist aus politischer Sicht nachvollziehbar“, so Pisecky weiter.

Forderung nach weiteren raschen Maßnahmen
„Die Rechtssicherheit bei Wertsicherungsanpassung im Wohnbereich darf aber nicht der einzige Schritt als Maßnahme für einen rechtssicheren, transparenten Immobilienmarkt bleiben. Es gibt zahlreiche Ankündigungen im Regierungsprogramm in diesem Bereich, die ebenfalls sofort umgesetzt werden könnten“, so Pisecky. „Vor Beginn der Heizsaison liegt wieder die Duldungspflicht auf dem Tisch. Derzeit haben Vermieter ohne Zustimmung des Mieters keine Handhabe, das Heizsystem in dessen Wohnung ohne Zustimmung des Mieters zu tauschen. Weiters sind Anreize generell für Neubau von Wohnungen und Sanierungen notwendig, um die Wirtschaft anzukurbeln und den Wohnungsmarkt klimafit zu machen. Aktuell haben wir in Wien rund 1.000 Mietwohnungen im Neubau inkl. sanierter Einheiten auf Neubauniveau am Markt, die Tendenz geht weiter nach unten.“

Regierung muss handeln
„Die Wiener Immobilienwirtschaft und der Immobilienmarkt brauchen dringend weitere Impulse. Jetzt müssen bei der Regierungsklausur weitere Schritte für den Immobilienmarkt gesetzt werden. Unsere Forderungen für die Ankurbelung des Wohnungsneubaus und die Sanierung und Dekarbonisierung mit Wohnraumschaffung in der gebauten Stadt, müssen jetzt vorrangig behandelt werden. Die wichtigste Grundlage für stabile Preise und Interessenausgleich ist ein ausreichendes Angebot. Das müssen wir wieder erreichen“, schließt Pisecky.

Rückfragen & Kontakt

FG Immobilientreuhänder - Fachgruppengeschäftsführer
Mag. Rudolf North, MBA
Telefon: 01/514 50-3762
E-Mail: rudolf.north@wkw.at

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