• 29.08.2025, 10:45:02
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Taborsky/Hammerer: Drogenbrennpunkt Fritz-Imhoff-Park – Stadt Wien darf Probleme nicht länger auf die Polizei abschieben

Durchsichtiges Ablenkmanöver der Stadt - Volkspartei fordert Umsetzung eines Maßnahmenpakets

Wien (OTS) - 

Spritzen im Park, direkt neben spielenden Kindern: Der Fritz-Imhoff-Park in Mariahilf sorgt erneut für Schlagzeilen. Laut einem Bericht in der Sendung „Wien Heute“ hat sich der Park mittlerweile zu einem Brennpunkt der Drogenszene entwickelt. Immer mehr Menschen konsumieren Drogen im öffentlichen Raum – oft in unmittelbarer Nähe von Kindern.

Sicherheitsgefühl der Anrainer massiv beeinträchtigt

Das nahegelegene Suchtzentrum Jedmayer steht seit Jahren unter Druck, wie vor allem der Tätigkeitsbericht der Suchthilfe Wien für 2024 zeigt: Die Inanspruchnahme ist massiv gestiegen, teilweise weit über das Vor-Corona-Niveau hinaus.

„Der Fritz-Imhoff-Park und die U6-Station Gumpendorfer Straße samt Vorplatz zählen seit Jahren zu den größten Sicherheitsbrennpunkten Wiens. Das subjektive Sicherheitsgefühl der Anrainerinnen und Anrainer ist massiv eingeschränkt – und die Politik schaut zu. Bezirksvorsteher Rumelhart hat 2024 im Bezirksparlament eine Anrainerversammlung mit Polizei und allen zuständigen Dienststellen versprochen. Angesichts der massiven Verschlechterung der Lage muss diese jetzt endlich stattfinden. Hier werden wir nicht lockerlassen“, fordert Gerhard Hammerer, Bezirksparteiobmann der ÖVP Mariahilf, der auch ankündigt dieses Thema in der nächsten Bezirksvertretungssitzung neuerlich aufs Tapet zu bringen.

Die Volkspartei fordert daher die Umsetzung eines kurz- bis mittelfristigen Maßnahmenpakets. Darunter die Verordnung einer Alkoholverbotszone, die regelmäßige Reinigung und verstärkter Einsatz von Sozialarbeitern im Fritz-Imhoff-Park, ein permanenter Sicherheitsdienst der Wiener Linien in der U6-Station Gumpendorfer Straße sowie die Einrichtung von Notrufsäulen und Videoüberwachung im Bereich der Hotspots.

„Wien braucht endlich auch ein umfassendes, stadtweites Suchthilfekonzept, um den Standort zu entlasten. Eine einzige Einrichtung, ein einzelnes Grätzel kann nicht die Drogenprobleme einer Zwei-Millionen-Metropole schultern. Nur wenn wir die Sorgen der Menschen vor Ort ernst nehmen und handeln, können wir das subjektive Sicherheitsgefühl und damit die Lebensqualität im Jedmayer-Grätzl wieder deutlich verbessern“, so Hammerer.

Polizei darf nicht zum Sündenbock gemacht werden

Der Sicherheitssprecher der Wiener Volkspartei, Gemeinderat Hannes Taborsky kritisiert die Stadtregierung scharf: „Es ist ein durchsichtiges Ablenkungsmanöver, wenn der Drogenkoordinator der Stadt versucht, die Verantwortung für die massiven Probleme im Fritz-Imhoff-Park der Polizei zuzuschieben. Die Wiener Polizei arbeitet Tag für Tag mit höchstem Einsatz und Professionalität, sie garantiert Sicherheit unter schwierigsten Rahmenbedingungen und ist damit nicht Teil des Problems, sondern oft die letzte Bastion. Befremdlich ist vielmehr die Tatsache, dass die Stadt seit Jahren die Augen vor der Realität verschließt, keine nachhaltigen Maßnahmen setzt und nun versucht, ihre eigenen Versäumnisse auf die Polizei abzuwälzen. Anstatt jene Institution schlechtzureden, die den Menschen in Wien Sicherheit gibt, wäre es höchste Zeit, endlich selbst Verantwortung zu übernehmen. Die Stadtregierung ist gefordert, sofort wirksame Maßnahmen zu setzen, anstatt auf billige Schuldzuweisungen auszuweichen.“

In diesem Zusammenhang erinnert Taborsky daran, dass hierbei auch die seitens der Wiener Volkspartei geforderte Stadtwache für Abhilfe sorgen könnte. „Die Stadt Wien leistet sich bekanntlich zig `Kapperltruppen´ – von Waste-Watchern über Parkraumüberwachung bis zu den Ordnungsdiensten in den öffentlichen Verkehrsmitteln. Diese Vielzahl an Parallelorganisationen ist ineffizient und unkoordiniert. Diese Kräfte sollten gebündelt und sinnvoll eingesetzt werden, um auch die Bundespolizei spürbar zu entlasten. Die Stadtregierung darf hier nicht länger blockieren“, so Taborsky abschließend.

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