• 29.08.2025, 10:00:11
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FMA: Versicherungsunternehmen steigern im ersten Halbjahr 2025 Prämienvolumen und Gewinn

Bericht zum Auslandsgeschäft 2024 der österreichischen Versicherungsgruppen zeigt erneut starkes Wachstum in Osteuropa

Wien (OTS) - 

Die österreichischen Versicherungsunternehmen haben im ersten Halbjahr 2025 ihr Prämienvolumen und ihr Ergebnis steigern können. Während Schaden- und Unfallversicherung sowie Krankenversicherung Wachstumsimpulse lieferten, blieb das Geschäft mit Lebensversicherungen verhalten und wuchs nur dank einem Anstieg der Einmalerläge. Das zeigt der heute veröffentlichte Quartalsbericht der österreichischen Finanzmarktaufsicht (FMA) zu den Versicherungsunternehmen. Ein weiterer Bericht der FMA zum Auslandsgeschäft der österreichischen Versicherungsgruppen im Jahr 2024 zeigt erneut starkes Wachstum in Osteuropa.

Prämien- und Gewinnentwicklung im 1. Halbjahr 2025

Die gesamten verrechneten Prämien beliefen sich im ersten Halbjahr 2025 auf Ꞓ13,25 Milliarden, was einem Anstieg von 4,7% gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht.

- Die Schaden- und Unfallversicherung lieferte mit einem Prämienvolumen von Ꞓ8,78 Milliarden (+4,4%) den größten Beitrag zum Prämienvolumen.
- Die Krankenversicherung steuerte Ꞓ1,717 Milliarden bei und wuchs um 8,9%.
- Die Lebensversicherung hingegen verzeichnete Prämien von Ꞓ2,73 Milliarden und damit 3,7% mehr als im Vorjahreszeitraum. Dieses Wachstum ist allerdings fast ausschließlich auf Einmalprämien zurückzuführen, die um 29% auf Ꞓ433 Millionen stiegen. Das Volumen der laufenden Prämien blieb fast unverändert bei Ꞓ2,3 Milliarden.

Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) aller Bilanzabteilungen stieg im Halbjahr um 62% auf Ꞓ1,735 Milliarden.

- Die Schaden- und Unfallversicherung steigerte das Ergebnis um 59% auf Ꞓ1,464 Milliarden
- Die Krankenversicherung verzeichnete fast eine Verdreifachung des Ergebnisses auf Ꞓ155,4 Millionen
- In der Lebensversicherung wuchs das Ergebnis um 23% auf Ꞓ115,8 Millionen.

Bericht zum internationalen Geschäft 2024

Die FMA veröffentlichte ebenfalls heute ihren Bericht zum Auslandsgeschäft im Jahr 2024 der international tätigen österreichischen Versicherungsgruppen (Grawe, Merkur, Uniqa, Vienna Insurance Group (VIG), Wüstenrot). Darin zeigt sich erneut ein deutliches Wachstum dieser Geschäftsbereiche. Das Volumen der im Ausland generierten Nettoprämien stieg um 11% auf Ꞓ12,9 Milliarden, womit der Auslandsanteil von 55% weiterhin das Inlandsgeschäft übertrifft.

Besonders stark vertreten sind die Versicherer in Zentral- und Südosteuropa (CESEE), wobei Tschechien und Polen weiterhin die wichtigsten Auslandsmärkte darstellen. Die VIG blieb 2024 mit einem Gesamtprämienvolumen von Ꞓ13,5 Milliarden die größte österreichische Versicherungsgruppe, gefolgt von Uniqa mit Ꞓ7,5 Milliarden. Wesentliche Entwicklungen im Jahr 2024 waren unter anderem eine Verdoppelung des Prämienvolumens der VIG in der Türkei und der Rückzug der Uniqa aus Russland.

Trotz geopolitischer Herausforderungen und wirtschaftlicher Unsicherheiten zeigt sich das Auslandsgeschäft als stabiler Wachstumstreiber. Die Profitabilität im Ausland übertrifft bei mehreren Gruppen jene des Inlandsgeschäfts. Die FMA als die für die Gruppenaufsicht zuständige Behörde ist im laufenden Austausch mit den nationalen Behörden bei der Beaufsichtigung des Auslandsgeschäfts.

Der Quartalsbericht der Versicherungen sowie der Jahresbericht zum Auslandsgeschäft österreichischer Versicherungsgruppen können auf der Website der FMA abgerufen werden.

Rückfragen & Kontakt

FMA-Mediensprecher
Boris Gröndahl
Telefon: +43 1 24959-6010 / +43 676 8824 9995
E-Mail: boris.groendahl@fma.gv.at

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