• 29.08.2025, 09:16:39
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Alpenverein bekommt bei Wegearbeit Unterstützung aus den Niederlanden

Niederländische Ehrenamtliche reisten nach Österreich, um mit heimischen Alpenvereinssektionen in der Steiermark, Kärnten, Oberösterreich, Salzburg und Tirol Wege zu sanieren.

Engagierte Ehrenamtliche aus den Niederlanden im Rahmen ihres
Einsatzes in der Nähe der Zollnersee-Hütte in Kärnten.
Innsbruck (OTS) - 

Zunehmende Wetterextreme und auftauender Permafrost setzen den alpinen Wegen in Österreich immer stärker zu und stellen den Alpenverein vor enorme Herausforderungen. Erstmals gab es heuer Unterstützung aus den Niederlanden: Über den Niederländischen Kletter- und Bergsportverein (NKBV) reisten Ehrenamtliche nach Österreich, um gemeinsam mit heimischen Alpenvereinssektionen in der Steiermark, Kärnten, Oberösterreich, Salzburg und Tirol Wege zu sanieren. Der Alpenverein erhofft sich davon eine Signalwirkung, um auch hierzulande wieder mehr Menschen für die wichtige Aufgabe als Wegewarte zu gewinnen. Denn neue Ehrenamtliche zu finden, wird zunehmend schwieriger.

Umfangreiches Pressematerial: Text, Fotos, Audiodateien und Zitate aus fünf Bundesländern auf der Presseseite des Österreichischen Alpenvereins: https://www.alpenverein.at/portal/service/presse/2025/2025_08_28_Niederlande.php

Die Initiative ist für den Österreichischen Alpenverein ein schönes Zeichen der Solidarität: Erstmals erhielt der Alpenverein in diesem Sommer tatkräftige Unterstützung aus den Niederlanden. Gemeinsam mit heimischen Sektionen packten niederländische Ehrenamtliche je eine Woche lang bei der Instandhaltung alpiner Wege an. Organisiert wurden die Ehrenamtlichen vom Niederländischen Kletter- und Bergsportverein (NKBV), der sich aktiv einbringen und einen Beitrag in Österreich leisten wollte.

„Das Projekt war eine Win-Win-Situation: Ehrenamtliche aus den Niederlanden lernten die Wegeinstandhaltung kennen, sammelten wertvolle Erfahrungen und verbrachten eine schöne und bereichernde Zeit in Österreich. Gleichzeitig ist für den Alpenverein jede helfende Hand sehr willkommen“, erklärt Marco Gabl, Projektverantwortlicher im Alpenverein. Der Aspekt des voneinander Lernens und des Erfahrungsaustausches war laut Gabl dabei besonders wichtig.

Wunsch aus den Niederlanden, „etwas zurückzugeben“

„Wir wissen, dass es immer schwieriger wird, Wege instand zu halten. Deshalb wollten wir bei der Wegearbeit mit anpacken und den Österreichischen Alpenverein unterstützen. Gleichzeitig war es unser Wunsch, etwas zurückzugeben, schließlich nutzen wir diese Wege auch”, erläutert Tim van der Linden vom NKBV, der selbst eine Woche lang bei der Wegearbeit mitgeholfen hat. Und weiter: „Für uns war es erstaunlich, wie viel Arbeit in den Wegen steckt und wie viel Aufwand tatsächlich nötig ist, um die Wege zu erhalten. Oft nimmt man das als selbstverständlich hin.“

Insgesamt fünf Teams mit jeweils vier bis zehn Ehrenamtlichen aus den Niederlanden arbeiteten jeweils eine Woche lang Seite an Seite mit Verantwortlichen der Alpenvereinssektionen. Mit dabei waren Sektionen aus der Steiermark, Kärnten, Oberösterreich, Salzburg und Tirol: Der Alpenverein Graz, Obergailtal-Lesachtal, Steyr, Lungau und der Alpenverein Hall in Tirol.


Klimawandel und Ehrenamt als Herausforderung

Ein Ziel des Projekts war es, den Ehrenamtlichen die Folgen des Klimawandels unmittelbar erlebbar zu machen. Denn zunehmende Wetterextreme und auftauender Permafrost erschweren die Wegearbeit massiv – immer öfter ist nicht mehr eine Sanierung, sondern nur eine Verlegung der Wege die sinnvollste Lösung. Gleichzeitig macht sich auch der Rückgang des Ehrenamts bemerkbar: Immer weniger Menschen übernehmen langfristig Verantwortung in der Wegearbeit. Der Alpenverein sieht die Gründe unter anderem darin, dass die Wegearbeit körperlich fordernd ist und die Bindungsbereitschaft abnimmt.

Gerade deshalb sind Projekte wie jenes mit dem NKBV besonders wertvoll. Das grundlegende Problem, dass immer weniger Menschen in Österreich dauerhaft die Verantwortung als Wegewarte übernehmen, wird laut Alpenverein durch solche Projekte aber nicht gelöst. Die Einsätze aus den Niederlanden sind punktuelle Hilfe. Umso wichtiger ist laut Alpenverein die Signalwirkung des Projekts, die zeigt, wie wichtig und bereichernd ehrenamtliches Engagement in der Wegearbeit ist. Der Alpenverein wünscht sich, dass möglichst viele Menschen von diesem Projekt erfahren und dadurch motiviert werden, sich zu beteiligen. Erfreulich: Aufgrund der erfolgreichen Premiere soll das Projekt im kommenden Jahr fortgeführt werden.

Rückfragen & Kontakt

Österreichischer Alpenverein
Mag. Peter Neuner-Knabl
E-Mail: presse@alpenverein.at
Website: https://www.alpenverein.at

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