• 16.07.2025, 14:13:04
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Disoski/Koza: „Worauf wartet die Frauenministerin? Volle Unterstützung für schnelle Umsetzung gleichberechtigter Elternschaft!“

Modelle für partnerschaftliche Elternteilzeit liegen schon lange vor und warten nur noch auf Umsetzung

Wien (OTS) - 

Die Grünen begrüßen die Forderung von Frauenministerin Holzleitner nach gleichberechtigter Elternschaft und damit einhergehend einer gerechteren Verteilung der Elternkarenz und partnerschaftlicher Elternteilzeit zwischen Männern und Frauen. „Doch warum weiter zögern? Entsprechende Modelle liegen bereits vor und warten nur noch auf die Umsetzung“, fordern Meri Disoski, Frauensprecherin, und Markus Koza, Arbeits- und Sozialsprecher der Grünen.

Neben der Neugestaltung der Elternkarenz – mit einer gerechten Aufteilung auf beide Elternteile nach skandinavischem Vorbild – präferieren die Grünen dabei ein partnerschaftliches Eltern-Arbeitszeitmodell. „Das Modell ist so einfach wie schlüssig: Beide Elternteile arbeiten gleichzeitig und zeitlich befristet in einem Zeitkorridor - ‚erhöhte Teilzeit‘ bzw. ‚verkürzte Vollzeit‘ - und können sich so die Kleinkind-Betreuung partnerschaftlich aufteilen. Um Einkommensverluste aus kürzerer Vollzeit teilweise auszugleichen, gibt es eine öffentliche Förderung“, erklärt Koza.

Disoski ergänzt: „Die Vorteile für beide Elternteile und das Kind liegen auf der Hand: Mütter, die besonders stark von Teilzeit und den damit verbundenen Nachteilen – wie geringere Entlohnung, finanzielle Abhängigkeit, mögliche Arbeitslosigkeit und Armutsgefährdung im Alter – betroffen sind, können ihre Arbeitszeit erhöhen und sind dadurch finanziell und sozial besser und eigenständig abgesichert. Väter hingegen können gleichzeitig Arbeitszeit verkürzen, haben ausreichend Zeit für ihr Kind und erhalten einen teilweisen Lohnausgleich“.

„Für ein echtes Halbe-Halbe braucht es darüber hinaus einen Rechtsanspruch auf Kinderbetreuung ab dem ersten Geburtstag und ausreichend finanzielle Mittel für den flächendeckenden Ausbau qualitätsvoller Kinderbetreuungsplätze in ganz Österreich“, gibt Disoski angesichts der vagen Ankündigung der Bundesfrauenministerin zu Bedenken. „Nur so kann gleichberechtigte Elternschaft auch wirklich langfristig funktionieren“.

Disoski und Koza abschließend: „Unser Modell der partnerschaftlichen Elternteilzeit würde nicht nur bezahlte Erwerbs- und unbezahlte Betreuungsarbeit zwischen Vätern und Müttern gerechter verteilen, sondern insbesondere Frauen einen raschen beruflichen Wiedereinstieg ermöglichen und so doppelt einen Beitrag dazu leisten, den Gender-Pay-Gap zu verringern. Also – worauf noch warten? Wenn die Frauenministerin dahingehend aktiv wird – unsere Unterstützung hat sie“.

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