- 16.07.2025, 11:33:36
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Koza/Grüne: „Statt über Pensionsantrittsalter zu streiten, soll sich ÖVP endlich bei Bonus-Malus-System bewegen“
Grüne fordern Schluss mit der Dauer-Verunsicherung älterer Arbeitnehmer:innen
Wenig Verständnis für die ÖVP-internen Streitereien um die Anhebung des gesetzlichen Pensionsantrittsalters hat Markus Koza, Arbeits- und Sozialsprecher der Grünen. „Dieses Hü und Hott der ÖVP bei der Frage nach der Anhebung des gesetzlichen Pensionsantrittsalters schafft nur Verunsicherung und leistet unserem öffentlichen Pensionssystem einen Bärendienst . Die ÖVP ist aufgerufen, diese unselige Debatte endlich zu beenden und sich um das zu kümmern, wofür sie als Regierungspartei eigentlich da ist: Nämlich dafür zu sorgen, dass es ausreichend Jobs für ältere Menschen gibt“, fordert Koza.
Denn hier sei die Regierung bislang säumig. „Während es mit der Anhebung des Zutrittsalters zur Korridorpension gar nicht schnell genug gehen konnte, ebenso bei der Verkürzung der Altersteilzeit, warten wir immer noch auf geeignete Maßnahmen, um Arbeitnehmer:innen länger und gesund in Beschäftigung zu halten“, bekräftigt Koza einmal mehr die Forderung nach einem Bonus-Malus-System für ältere Arbeitnehmer:innen. „Das Prinzip ist einfach: Betriebe, die überdurchschnittlich viele ältere Arbeitnehmer:innen beschäftigen und für alternsgerechte Jobs sorgen, sollen unterstützt werden. Umgekehrt sollen Unternehmen, die ältere Arbeitnehmer:innen kündigen oder unterdurchschnittlich wenige beschäftigen, einen höheren Beitrag leisten.“ ÖGB, AK aber auch prominente Sozialdemokraten wie Finanzminister Marterbauer würden inzwischen ein Bonus-Malus-System fordern. „Die ÖVP weigert sich allerdings immer noch darüber auch nur nachzudenken und blockiert hier wie eh und je.“
Koza stellt klar: „Darüber zu philosophieren, ob man Menschen mit 65, 67 oder 70 in Pension schicken soll, ist nur zynisch, nützt niemandem und schafft auch keine Jobs für Ältere. Die ÖVP soll sich endlich einen Ruck geben und zu einer ernsthaften Politik für ältere Arbeitnehmer:innen zurückkehren. Die von ihr betriebene Verunsicherung braucht jedenfalls keiner.“
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