- 15.07.2025, 11:53:33
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WKÖ-Szaal: „Österreichs Kunsthandel braucht dringend eine Senkung der Umsatzsteuer“
„Mehrere EU-Staaten haben den Steuersatz für den Handel mit Kunstgegenständen massiv reduziert - das setzt den österreichischen Kunsthandel im Wettbewerb unter Druck“
„Nach Frankreich mit 5,5 Prozent und Deutschland mit 7 Prozent hat jetzt auch unser Nachbarland Italien den Umsatzsteuersatz auf den Handel mit Kunstgegenständen auf sogar nur noch 5 Prozent reduziert. Österreich hat nach wie vor einen Steuersatz in Höhe von 13 Prozent - das bedeutet einen eklatanten Wettbewerbsnachteil und bringt den österreichischen Kunsthandel im Wettbewerb enorm unter Druck“, sagt Horst Szaal, stellvertretender Obmann des für den Kunst- und Antiquitätenhandel zuständigen Bundesgremiums in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ). Daher fordern der österreichische Kunst- und Antiquitätenhandel und seine Interessenvertretung: „Österreich sollte in Europa nachziehen und die Umsatzsteuer auf Kunstgegenstände ebenfalls minimieren.“ Die Branchenvertretung betont die dringende Notwendigkeit dieser Senkung, da ansonsten die Abwanderung von Kunsthändlerinnen und -händler sowie Galerien aus Österreich in das benachbarte Ausland droht.
Außerdem setzt man sich für die steuerliche Absetzbarkeit von Kunstankäufen ein, wie sie bereits in Deutschland praktiziert wird: „Das würde wichtige Impulse für die Branche bedeuten und Österreichs Ruf als Kulturnation festigen. Von den beiden Maßnahmen würden nicht nur der Kunsthandel, sondern auch Künstlerinnen und Künstler – junge ebenso wie arrivierte – profitieren, ebenso würde die Position Österreichs als moderner, weltoffener Kunst- und Kulturstandort gestärkt werden.
Als positiv bewertet der Branchensprecher des österreichischen Kunsthandels, Horst Szaal, „dass sich die geforderten steuerlichen Schritte auch im aktuellen Regierungsprogramm wiederfinden. Jetzt heißt es allerdings, rasch in die Umsetzung zu kommen“, appelliert er an die heimische Politik. Denn: „Der Kunstmarkt spielt eine bedeutende Rolle in der kulturellen und wirtschaftlichen Landschaft Österreichs. Um erfolgreich zu sein, braucht es konkurrenzfähige Rahmenbedingungen im EU-Vergleich“, so Szaal abschließend. (PWK291/JHR)
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