- 04.07.2025, 14:52:33
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„kulturMontag“: Philipp Hochmairs Autobiografie, „Saturday Night Fever“ in Mörbisch, ImPulsTanz-Festival
Danach: „Die lange Nacht des Tanzes“ – am 7. Juli ab 22.30 Uhr in ORF 2 und auf ORF ON
Der von Peter Schneeberger präsentierte „kulturMontag“ am 7. Juli 2025 um 22.30 Uhr in ORF 2 und auf ORF ON setzt anlässlich des bevorstehenden ImPulsTanz – Vienna International Dance Festivals einen Tanz-Schwerpunkt. Neben einem Ausblick auf die diesjährige Festivalausgabe, die sich neben Wien auch auf Linz, Salzburg und Klagenfurt erstreckt, blickt die Sendung außerdem auf die aktuelle Produktion der Seefestspiele Mörbisch. Dort wird heuer der Musical-Dauerbrenner „Saturday Night Fever“ aufgeführt und verwandelt damit die Seebühne in einen sommerlichen Disco-Hotspot. Auch abseits des Tanzes präsentiert das ORF-Kulturmagazin spannende Themen, u. a. Philipp Hochmairs neu erschienene Autobiografie „Hochmair, wo bist du?“, über die der Schauspieler und amtierende Salzburger „Jedermann“ in einer Live-Schaltung erzählt.
Anschließend an den „kulturMontag“ steht „Die lange Nacht des Tanzes“ (ab 23.30 Uhr) auf dem Programm, die sich bis in die Morgenstunden mit ausgewählten Videoclips, Tanzfilmen und Dokumentationen ausführlich dem Genre zeitgenössischer Tanz widmet – eine Hommage an eine außergewöhnliche Kunstform! Zur Einstimmung steht bereits am Vortag das Filmporträt „Hans van Manen – Tanz einfach!“ (Sonntag, 6. Juli, 9.05 Uhr) über den berühmten Tänzer und Choreografen auf dem Spielplan.
Wer bin ich? Philipp Hochmairs Autobiografie
Philipp Hochmair gilt als Schauspielberserker, der seit Jahren mit seinen dynamischen Interpretationen von Goethe, Schiller und Hofmannsthal die großen wie kleinen Bühnen rockt. Mit seinen Solo-Projekten „Schiller Balladen Rave“ oder dem apokalyptischen Sprechkonzert „Jedermann Reloaded“, das er seit mehr als zehn Jahren spielt, hat der heute 51-jährige Wiener ein erfolgreiches genreübergreifendes Musik-Theater-Format geschaffen, bei dem Klassiker der Weltliteratur auf Elektro-Musik, altbekannte Balladen auf hochemotionale Performance treffen. Mit seiner schrillen „Jedermann“-Interpretation etwa, die er gemeinsam mit seiner Band „Die Elektrohand Gottes“ gibt, gelingt ihm ein leidenschaftlicher Kraftakt, verkörpert er doch immerhin (fast) alle Rollen selbst. Wer aber ist der Mensch hinter den Figuren, die er spielt? Dies versucht der amtierende „Jedermann“ der Salzburger Festspiele nun mit einer Art Autobiografie, die er gemeinsam mit Autorin und Journalistin Katharina von der Leyen vorlegt, zu ergründen. In „Hochmair, wo bist du?“ erzählt der Charakterschauspieler u. a. von seiner Suche nach einem Platz in dieser Welt, wie er seinen Weg auf die Bühne gefunden hat, über seine Arbeit im Theater und Film oder welche Rolle die angeborene Legasthenie spielt. Ob Kunst und Leben für ihn eins sind und ob er ohne die Bühne aus dem Leben fallen würde, darüber spricht Philipp Hochmair via Live-Schaltung nach Salzburg mit Peter Schneeberger.
„Saturday Night Fever“ in Mörbisch – Der Musical-Dauerbrenner bei den Seefestspielen
1977 bescherte der Kultfilm „Saturday Night Fever“ dem damals 23-jährigen John Travolta nebst einer Oscar-Nominierung Weltruhm. Erzählt wird darin die Geschichte des 19-jährigen Tony Manero, der aus dem New Yorker Stadtteil Brooklyn entfliehen will und von einem besseren Leben an der Seite eines schönen Mädchens träumt. Auf eine sichere Zukunft pfeift er, wenn er an den Wochenenden zum König der Disco-Tanzfläche wird. Spektakuläre Tanzeinlagen und vor allem auch die unvergesslichen Welthits der Bee Gees wie „Stayin’ Alive“ oder „Night Fever“ sorgen jetzt bei den Seefestspielen Mörbisch für echtes Discofieber unter freiem Himmel. Mit dem Musicalhit „Saturday Night Fever“ verwandelt Generalintendant Alfons Haider heuer die Seebühne zum sommerlichen Hotspot für Disco-Fans. Auch wenn der Stoff aus den 1970er Jahren stammt, ist für Haider das Thema aktueller denn je, stehen doch Identitätssuche und Selbstverwirklichung im Zentrum der Handlung. Ein internationales Ensemble rund um Regisseur Karl Absenger und Choreografin Faye Heather arbeitet mit Hochdruck an der Produktion. Ob die Inszenierung überzeugen wird, zeigt sich spätestens bei der Premiere. Fest steht jetzt schon, dass das Publikum wohl mit einigen Ohrwürmern der Bee Gees nach Hause gehen wird. Der „kulturMontag“ mit ersten Einblicken.
ImPulsTanz – Der unglaubliche Erfolg des Festivals
„Tanzt, tanzt, sonst sind wir verloren“, lautete einst ein Ausspruch der deutschen Starchoreografin Pina Bausch. Eine Aufforderung, die angesichts der aktuellen Weltlage nichts an Brisanz verloren hat. Seit mehr als 40 Jahren lockt ImPulsTanz, das größte Festival für zeitgenössischen Tanz, im Sommer das Who’s who der international renommierten Choreografinnen und Choreografen nach Wien. Im Burgtheater gastiert das Tanztheater Wuppertal Pina Bausch mit seinem „Club Amour“; das Ensemble der Berlinerin Sasha Waltz, der Londoner Akram Khan oder die Österreicherin Doris Uhlich verwandeln die Donaumetropole in ein riesiges Tanzfest. Jahr für Jahr verzeichnet ImPulsTanz einen Publikumszuwachs – das liegt auch an den zahlreichen Workshops, die den Tanzfans zusätzlich angeboten werden, wie etwa die Gratis-Tanzklassen „Public Moves“. Nicht nur Wien verwandelt sich in einen kolossalen Tanzpalast unter freiem Himmel, auch Linz, Salzburg und Klagenfurt sind dabei. Mehr als 150 Choreografinnen und Choreografen vermitteln dabei Menschen jeden Alters und Levels spielerisch ihr Wissen. Vom trendigen Afro-Haiti, über Breakdance, HipHop und Ballett bis hin zu Energie-Tanzkursen – denn getanzt wird bei ImPulsTanz, was gefällt. Der „kulturMontag“ hat sich unter die Tanzbegeisterten gemischt.
„Die lange Nacht des Tanzes“ (ab 23.30 Uhr)
Anlässlich des ImPulsTanz – Vienna International Dance Festivals widmet der ORF dem Genre zeitgenössischer Tanz eine dreigeteilte „Lange Nacht“. In ausgewählten Videoclips, Tanzfilmen und Dokus wird die Bandbreite der künstlerischen Vielfalt sichtbar. Dazwischen geben ausgewählte Akteure der österreichischen Tanzszene Einblicke in ihre persönliche Begeisterung für das Thema Tanz.
Teil 1: „Von der Vielfalt des modernen Tanzes“
Den Anfang macht der französische Tanzfilm „BOLERO.S“ von Mehdi Kerkouche, für den sich der generations- und kulturübergreifende Regisseur und Choreograf von der Universalität und Energie von Maurice Ravels Meisterwerk inspirieren ließ.
„JOSIANES oder die Kunst des Widerstands“ verbindet Zirkus und Tanz. Mit schrägem Humor und wilder Akrobatik erzählen die vier Frauen der Kompanie JOSIANES von ihren unglaublichen Abenteuern und erforschen den Begriff des Widerstands in weiblicher Form.
„MOVEMENT“ aus der Reihe „Dance plus City“ zeigt, wie zeitgenössischer Tanz aus Litauen mit unterschiedlichen architektonischen Räumen in Interaktion tritt.
„Im Gleichschritt/Sur Mesure“ präsentiert innovative Begegnungen zwischen Tanz und Musik an ungewöhnlichen Orten. Die Kompanie des avantgardistischen Choreografen Hervé Koubi tanzt dabei in der sinnlich-verträumten Atmosphäre des Château d' Ormesson.
Teil 2: „Von der Sinnlichkeit des Tanzes“ (0.55 Uhr)
Die Tanzclips aus der Reihe „DANCE + CITY“ erforschen auf sehr spezielle Weise, wie die physischen Strukturen um uns herum mit dem menschlichen Körper interagieren. So wird in „Circus of Love and Lament“ die Zirkusarena von Riga zu einem lebendigen, atmenden Gebilde. In „Drama King“ verwandelt eine Reinigungskraft die leeren Räume des litauischen Nationaltheaters in ihre persönliche Bühne. Und in „In Between“ werden die Grenzen zwischen Architektur und Natur vermeintlich aufgehoben.
Die mehrfach prämierte Dokumentation „CALL ME DANCER“ von Leslie Shampaine erzählt die Geschichte des indischen Straßentänzers Manish. Aus einfachen Verhältnissen stammend, trifft er in einer Tanzschule auf Yehuda, einen mürrischen Ballettmeister. Sein Traum, ein professioneller Tänzer zu werden, scheint allen Widrigkeiten zum Trotz wahr werden zu können. Gemeinsam begibt sich das ungleiche Duo auf eine Reise, die beider Leben verändert.
Teil 3: „PINA – tanzt, tanzt, sonst sind wir verloren“ (2.05 Uhr)
Den Abschluss der Tanznacht bildet Wim Wenders’ legendärer Dokumentarfilm „PINA – tanzt, tanzt, sonst sind wir verloren“. 25 Jahre nach ihrem ersten Aufeinandertreffen in Venedig planten der Regisseur und Choreografin Pina Bausch ein Projekt, das die Sinnlichkeit ihrer Arbeit auf die Leinwand bringen sollte. Doch wenige Wochen vor Drehbeginn stirbt Bausch und Wenders erklärt das Vorhaben für beendet. Auf Drängen des Ensembles nimmt er es jedoch wieder auf, um gemeinsam mit den Tänzerinnen und Tänzern Trauerarbeit zu leisten und sich vor Pina Bausch zu verneigen.
Beim diesjährigen ImPuls Tanz – Vienna International Dance Festival ist das Ensemble des Tanztheater Wuppertal Pina Bausch mit ikonischen Choreografien, wie „Café Müller“ zu Gast.
Die Produktionen der ORF-„Langen Nacht des Tanzes“ sind auch als Tanzschwerpunkt auf ORF ON abrufbar.
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