- 26.06.2025, 10:50:32
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Grüne/Hammer: Einwegbecher belasten unsere Umwelt massiv – Österreich braucht gesetzliche Mehrwegalternativen
Über 900 Millionen Becher im Jahr für ein paar Minuten Komfort? Grüne unterstützen Forderung des Umweltbundesamtes nach Maßnahmen zur Reduktion von Einwegbechern
„Die Zahlen des Umweltbundesamts sind alarmierend – 2,5 Millionen Einwegbecher landen täglich im Müll, 30 pro Sekunde, über 900 Millionen jährlich. Das zeigt ganz klar: Wir müssen dringend handeln. Der Ressourcenverbrauch und die Müllberge, die durch Einwegverpackungen entstehen, sind weder ökologisch noch wirtschaftlich tragbar“, meint der Umweltsprecher der Grünen, Lukas Hammer.
„Wir haben mit Grüner Regierungsbeteiligung bereits wichtige Schritte gesetzt: Das Einwegpfandsystem wurde eingeführt und funktioniert, und der Handel ist zur stufenweisen Einführung von Mehrwegquoten verpflichtet. Doch besonders im Bereich der Take-away-Gastronomie und der Lieferdienste klafft noch eine große Lücke“ erläutert Hammer und weiter: „Allein bei den Coffee-to-go-Bechern sprechen wir von rund 800.000 Stück täglich. Ein Produkt, das im Schnitt 15 Minuten genutzt wird, hinterlässt einen überdimensionalen ökologischen Fußabdruck: Millionen Liter Wasser, Tonnen an CO₂, Energieverbrauch in der Größenordnung ganzer Haushaltsviertel und tausende gefällte Bäume jedes Jahr. Das ist ein ökologisches Desaster.“
Die Grünen haben daher einen Antrag für verpflichtende Mehrwegangebote in der Gastronomie eingebracht. Leider wurde dieser von der Regierungsmehrheit bisher nur vertagt. Dabei zeigt Deutschland längst vor, wie es geht: Wer Einweg anbietet, muss auch Mehrweg bereithalten – und das funktioniert.
Der Umweltsprecher der Grünen fordert daher verbindliche Reduktionsziele, klare gesetzliche Vorgaben für Mehrwegalternativen und Kooperationen mit Gastronomie, Handel und Lieferdiensten. „Nur so schaffen wir den echten Umstieg. Die Zeit des Wegwerfens muss vorbei sein.“
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