- 02.06.2025, 11:49:32
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ÖGB-Schuberth: „Arbeitslosigkeit steigt – AMS braucht mehr Ressourcen“
Aktion 55+ darf nicht auf Kosten anderer Fördermaßnahmen des AMS wie Qualifizierung oder Beratungen gehen
Die neuen Arbeitsmarktzahlen zeigen: Die Arbeitslosigkeit steigt weiter. „Auch wenn wieder mehr Personen, die über 50 Jahre alt sind, in Beschäftigung sind, haben es vor allem ältere Arbeitsuchende am Arbeitsmarkt besonders schwer“, warnt ÖGB Bundesgeschäftsführerin Helene Schuberth. „Sie sind häufiger und länger arbeitslos – viele schaffen den Wiedereinstieg nicht mehr“, so die Gewerkschafterin.
Dass zwei von fünf der älteren Arbeitsuchenden direkt aus der Arbeitslosigkeit in Pension gehen, zeigt: Hier braucht es gezielte Unterstützung. Die geplante Aktion 55+ geht in die richtige Richtung – aber nur, wenn dafür zusätzliche Mittel bereitgestellt werden. „Eine Umverteilung innerhalb des AMS – weg von Qualifizierung oder Beratung – wäre ein schwerer Fehler“, so Schuberth.
Coaching hilft – AMS braucht mehr Personal
Begleitendes Coaching kann älteren Menschen den Wiedereinstieg erleichtern. Doch dafür braucht das AMS mehr Ressourcen. „Das Personal ist jetzt schon am Limit. Ohne Aufstockung geht sich das nicht aus“, betont Schuberth. Auch für Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen braucht es bessere Kooperation: „Die Zuständigkeiten müssen klar sein. Die Leute dürfen nicht länger zwischen den Stellen hin- und hergeschickt werden.“ Hier brauche es ein besseres Zusammenspiel von ÖGK, PVA und AMS.
Das Regierungsprogramm sieht hier sinnvolle Schritte vor – etwa das AMS als zentrale Stelle für Wiedereingliederung zu verankern. „Jetzt muss auch geliefert werden“, fordert Schuberth.
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