- 15.05.2025, 13:35:17
- /
- OTS0133
„Elfriede Jelinek – Die Sprache von der Leine lassen“: „dokFilm“-Premiere am 18. Mai
Claudia Müllers ungewöhnliches Porträt der kontroversen Literaturnobelpreisträgerin – um 23.05 Uhr in ORF 2 und auf ORF ON
Elfriede Jelinek gilt als eine der bekanntesten und zugleich kontroversesten Autorinnen Österreichs. Der 2004 als erste österreichische Schriftstellerin mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichneten Künstlerin wird Vieles zugeschrieben, etwa Wunderkind, Feministin, Rebellin oder Nestbeschmutzerin zu sein. Mit ihren Texten und öffentlichen Statements hat sie über Jahrzehnte hinweg immer wieder Debatten ausgelöst und sich als unbequeme, scharfsinnige Beobachterin gesellschaftlicher Zustände positioniert. Regisseurin Claudia Müller nähert sich der öffentlichkeitsscheuen Literatin in „Elfriede Jelinek – Die Sprache von der Leine lassen“ – als „dokFilm“-Premiere am Sonntag, dem 18. Mai 2025, um 23.05 Uhr in ORF 2 und auf ORF ON zu sehen – auf besondere Weise. Die 2023 als Bester Dokumentarfilm mit dem Deutschen Filmpreis geehrte Produktion ist kein klassisches Porträt. Stattdessen entwirft die Filmemacherin ein vielschichtiges, assoziatives Bild der Autorin, indem sie Archivaufnahmen, persönliche Texte und Stimmen von Wegbegleiterinnen und Wegbegleitern zu einem eindrucksvollen filmischen Mosaik verwebt – fragmentarisch und poetisch wie Jelineks Werk selbst. Erstmals veröffentlichtes Film- und Tonmaterial, bisher unbekannte Interviewpassagen sowie neu eingesprochene Off-Texte geben Einblick in Denken, Werk und Persönlichkeit der außergewöhnlichen Künstlerin.
Mehr zum Inhalt:
2004 wurde Elfriede Jelinek als erste österreichische Schriftstellerin mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichnet. Eine Ehrung, die gleichermaßen gefeiert wie umstritten war. Mit ihrer Preisrede brüskierte die gebürtige Steirerin Kritiker:innen und machte einmal mehr deutlich: Sie scheut keine Konfrontation. Jelinek sucht stets die Auseinandersetzung: mit Machtstrukturen, mit tradierten Rollenbildern, mit Österreich selbst. Ihre Sprache ist nicht gefällig, sondern präzise, sperrig, politisch – ein literarisches Werkzeug, das nicht beruhigt, sondern aufrüttelt.
Im Mittelpunkt von Claudia Müllers Dokumentarfilm steht Elfriede Jelineks kreativer Umgang mit Sprache – als Mittel zur Aufklärung, zur Kritik und zur Selbstbehauptung. Die Sprache ist, wie der Film zeigt, für sie nicht nur Werkzeug, sondern Haltung.
Rückfragen & Kontakt
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NRF






