- 30.03.2025, 09:00:18
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FPÖ - Ecker: "Sind Ihnen Frauenfeindlichkeit und sexuelle Gewalt eigentlich egal, Herr Vizekanzler?"
Babler kritisiert zwar TV-Trashformat, ist gleichzeitig aber Bewunderer von RAF Camora - das passt nicht zusammen!
Rund um die Diskussionen betreffend eine TV-Unterhltungssendung richtet sich FPÖ-Frauensprecherin NAbg. heute mit einem “Offenen Brief" an SPÖ-Vizekanzler und Medienminister Andreas Babler. Hier der Brief im Wortlaut:
Sehr geehrter Herr Vizekanzler!
In den letzten Wochen gab es große Aufregung rund um die Fernsehsendung „Das Geschäft mit der Liebe“ auf ATV. Darin kam es zu frauenfeindlichen Aussagen. In diese Diskussion haben auch Sie sich eingeschaltet und damals gemeint: „Dieses offene Zurschaustellen von sexueller Ausbeutung von Frauen hat weder medial im TV noch sonst irgendwo in unserer Gesellschaft etwas zu suchen.“ Sie haben damals auch klargestellt, dass Sie diesen Umstand „persönlich und als Medienminister nicht einfach zur Kenntnis nehmen“ wollen und haben angekündigt, „an die Geschäftsführung von ATV heranzutreten, um die Inhalte dieser Sendung zu thematisieren“.
Gleichzeitig hat ihre Frauensprecherin einen „Offenen Brief“ an ATV initiiert, an dem ich mich als FPÖ-Frauensprecherin bewusst nicht beteiligt habe. Aus meiner Sicht haben die Frauenvorsitzenden jener Parteien, die durch ihr Fördern beziehungsweise Zulassen einer Massenzuwanderung aus islamischen Ländern unzählige Frauen in Österreich massiver Gewalt und vielen bestialischen Verbrechen ausgesetzt. Diese Politikerinnen sollten lieber bei der von ihnen geschaffenen Realität ansetzen, anstatt Frauenfeindlichkeit im Fernsehen zu kritisieren.
Ich nehme dennoch positiv zur Kenntnis, dass Sie, Herr Vizekanzler, das „offene Zurschaustellen von sexueller Ausbeutung von Frauen“ ablehnen. Umso erstaunter war ich dann, als ich kurz später in Ihrem Interview mit der „Kronen Zeitung“ gelesen habe, dass Sie offenbar ein Fan des österreichischen Rappers RAF Camora sind. Die Frage, ob Sie lieber RAF Camora oder Gabalier hören, haben Sie mit RAF Camora beantwortet. Sie zeigten sich auch von seinem Aufstieg beeindruckt und haben sich darüber gefreut, dass Sie ihn schon live gesehen und jetzt beim Amadeus-Award auch kennenlernen durften.
Ich bin ehrlich gesagt schockiert, als ich mir ein bisschen die Texte dieses Rappers durchgelesen habe, in denen es an manchen Stellen vor Frauenverachtung und sexueller Gewalt nur so strotzt. Wie können Sie, Herr Babler, einerseits gegen eine TV-Sendung so entschlossen vorgehen und andererseits „Fanboy“ von einem Musiker sein, der in manchen seiner Songs derart abschätzig über Frauen spricht? Ich erspare Ihnen an dieser Stelle das Wiedergeben von Zitaten der RAF-Camora-Lieder, weil das wirklich teilweise unterste Schublade ist.
Ihr Verhalten zeigt aber, wie heuchlerisch Sie an dieses Thema herangehen. Ein TV-Unterhaltungsformat wird von Ihnen groß bekämpft und kritisiert, und gleichzeitig finden Sie einen Rapper gut, der sich noch verächtlicher gegenüber Frauen äußert als die Darsteller in dieser TV-Sendung.
Wenn Ihnen Glaubwürdigkeit und Geradlinigkeit auch nur im Ansatz wichtig sind, dann erwarte ich mir von Ihnen eine Klarstellung in dieser Angelegenheit, denn sonst muss ich davon ausgehen, dass Ihnen Frauenfeindlichkeit und sexuelle Gewalt eigentlich egal sind und Sie nur dann auf diesen Zug aufspringen, wenn Sie glauben, damit in den Medien Punkte sammeln zu können.
Mit besten Grüßen,
Rosa Ecker, Abgeordnete zum Nationalrat und FPÖ-Frauensprecherin
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