- 27.03.2025, 10:46:47
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Wien als Zentrum des Digitalen Humanismus – erste Internationale Konferenz mit hochkarätigen Panels und vielfältigem Programm
Vom 26. bis 28. Mai 2025 wird Wien zum globalen Treffpunkt für führende Wissenschaftler:innen, Denker:innen und Politiker:innen: Die erste Internationale Konferenz für Digitalen Humanismus widmet sich den drängendsten Fragen zur Zukunft der digitalen Transformation – und wie diese aktiv im Einklang mit einem demokratisch-humanistischen Weltbild gestaltet werden kann.
„Digitaler Fortschritt ohne Ethik ist kein Fortschritt. Technologie muss den Menschen dienen – nicht umgekehrt“, benennt Wiens Kultur- und Wissenschaftsstadträtin Veronica Kaup-Hasler eine zentrale Herausforderung unserer Zeit. Wien stellt genau diese Frage ins Zentrum: Wie können wir digitale Innovation so gestalten, dass sie demokratische Werte, soziale Gerechtigkeit und individuelle Freiheit stärkt?
Im Zentrum des Digitalen Humanismus steht das Ziel, sicherzustellen, dass Technologie unsere gemeinsamen Menschenrechte, Freiheiten und demokratischen Grundwerte stärkt – statt sie zu untergraben. Wien hat sich in den vergangenen Jahren als Vorreiterin einer ethisch reflektierten, gesellschaftlich verantwortungsvollen Digitalisierung positioniert. Wien setzt mit einem starken akademischen Netzwerk, zukunftsgerichteten politischen Initiativen und einem klaren Bekenntnis zur menschenzentrierten Technologiegestaltung ein internationales Zeichen.
Digitale Transformation braucht Reflexion
Künstliche Intelligenz, Big Data und Automatisierung verändern unser Leben und unsere Gesellschaft in rasantem Tempo. Die Chancen dieser Technologien werden häufig betont – doch ihre Risiken für Demokratie, soziale Gerechtigkeit und Grundrechte geraten oft in den Hintergrund. Mit der ersten Internationalen Konferenz für Digitalen Humanismus setzt Wien ein klares Zeichen: Technologie muss der Gesellschaft dienen – nicht umgekehrt.
Die Konferenz bringt führende Köpfe aus Wissenschaft, Politik und Technologie zusammen, um zentrale Fragen unserer Zeit zu beleuchten: Wie beeinflussen algorithmische Systeme demokratische Prozesse? Welche ethischen und rechtlichen Leitplanken braucht es für den Umgang mit KI? Wie kann Innovation gestaltet werden, ohne gesellschaftliche Verantwortung auszublenden? Auch die Rolle internationaler Regulierung, die Auswirkungen auf Medien und Journalismus sowie neue Anwendungsfelder stehen im Mittelpunkt.
Dabei geht es nicht nur um Austausch, sondern um konkrete Handlungsperspektiven – für Politik und Verwaltung ebenso wie für Forschung, Wirtschaft und Zivilgesellschaft. Die Konferenz will Orientierung geben und Impulse setzen, wie eine inklusive, gerechte und demokratisch kontrollierte digitale Zukunft möglich werden kann.
Impulse aus Wien für die internationale Debatte
Wien hat früh begonnen, Digitalisierung nicht nur als technologische Herausforderung zu begreifen, sondern als gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Ein wesentlicher Impuls ging bereits 2019 vom Wiener Manifest für Digitalen Humanismus aus – initiiert von Hannes Werthner, ehemaliger Informatikprofessor an der TU Wien. Das Manifest versteht sich als Aufruf, digitale Technologien im Sinne demokratischer Verantwortung und Menschenrechte zu gestalten – eine Haltung, die heute aktueller denn je ist. „Der Digitale Humanismus ist die Antwort auf den sich rasant beschleunigenden Prozess der Digitalisierung, nun eindrucksvoll sichtbar durch die Künstliche Intelligenz. Er reflektiert diese Entwicklung und bietet zugleich Lösungen für eine lebenswerte Welt – für den Menschen, die Gesellschaft und die Natur“, so Werthner. Dass Wien dieser Bewegung eine Heimat bietet, sei kein Zufall, sondern das Resultat langjähriger Arbeit einer aktiven Community, die den Diskurs weltweit mitprägt.
Wien fördert Digitalen Humanismus weit über die Konferenz hinaus
Die Stadt Wien setzt europaweit Maßstäbe, wenn es darum geht, Digitalisierung im Sinne des Menschen zu denken und zu gestalten. Ein zentrales Instrument stellt das interdisziplinäre Doktoratskolleg zum Digitalen Humanismus dar, das in enger Zusammenarbeit mit dem WWTF (Wiener Wissenschafts-, Forschungs- und Technologiefonds) und Wiener Universitäten realisiert wurde. Es bringt Forscher:innen aus Technik, Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaften zusammen und widmet sich grundlegenden Fragen zur Rolle digitaler Technologien in unserer Gesellschaft.
Flankiert wird dieser wissenschaftspolitischer Schwerpunkt durch eine Vielzahl weiterer Initiativen: Bereits 2019 förderte die Stadt Wien im Rahmen eines Calls der MA7 interdisziplinäre Forschungsprojekte zum Digitalen Humanismus, die städtische Digitale Agenda 2030 verankert den Digitalen Humanismus strategisch als Leitbild für alle digitalen Entwicklungen. Die Wienbibliothek trägt mit dem Lehrbuch „Digitalisierung und wir“ zur breiten gesellschaftlichen Auseinandersetzung mit digitalen Fragen bei. International sichtbar wird Wiens Engagement auch durch die jährlich stattfindende Digital Humanism Summer School an der Technischen Universität Wien sowie durch aktive Beteiligung an europäischen Projekten wie GAIA-X. Die Stadt Wien zeigt damit eindrucksvoll, wie eine progressive, wertebasierte Digitalpolitik aussehen kann – und wie Digitaler Humanismus zur Grundlage einer demokratischen digitalen Zukunft werden kann.
Über die Konferenz
Die erste Internationale Konferenz für Digitalen Humanismus findet vom 26. bis 28. Mai 2025 im Wiener MuseumsQuartier statt. Organisiert wird sie vom Verein zur Förderung des Digitalen Humanismus, mit starker Einbindung der TU Wien, der Universität Wien, der Stadt Wien sowie weiterer Partnerinstitutionen. Ziel ist es, die Digitalisierung nicht nur zu analysieren, sondern konkrete Gestaltungsansätze für eine gerechte, demokratische und lebenswerte digitale Zukunft zu entwickeln.
Wien unterstreicht mit der Konferenz seine Rolle als globale Hauptstadt des Digitalen Humanismus – als Stadt, die technologische Entwicklung nicht nur zulässt, sondern bewusst und verantwortungsvoll mitgestaltet.
Weiterführende Informationen zur Konferenz finden sie unter: https://dighum.wien/
Rückfragen & Kontakt
Philipp Stoisits
Mediensprecher StRin
Mag.a Veronica Kaup-Hasler
+43 1 4000 81175
philipp.stoisits@wien.gv.at
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