• 19.02.2025, 12:02:47
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„matinee“ am 23. Februar: „Andalusien - Spaniens mythischer Süden: Von Sevilla an die Küste“, „Grace Bumbry singt ,Carmen‘“

Außerdem: „Visions of Music - Das ORF Musikjahr 2024“ - ab 9.05 Uhr, ORF 2 und ORF ON

Wien (OTS) - 

Die „matinee“ am Sonntag, dem 23. Februar 2025, um 9.05 Uhr in ORF 2 und auf ORF ON führt mit der Dokumentation „Andalusien - Spaniens mythischer Süden: Von Sevilla an die Küste“. Unter dem Titel „Grace Bumbry singt ,Carmen‘“ (9.50 Uhr) steht anschließend anlässlich des 150-jährigen Jubiläums der Uraufführung von Georges Bizets Opernklassiker ein Porträt der 2023 verstorbenen US-amerikanischen Sopranistin auf dem Programm, die mit ihrer Darstellung der Titelheldin für Sternstunden der Musik sorgte. Zum Abschluss des von Teresa Vogl präsentierten ORF-Kulturvormittags zeigt die Sendung „Visions of Music - Das ORF Musikjahr 2024“ (10.45 Uhr) mit einem künstlerischen Rückblick auf das gehaltvolle Vorjahr die Vielseitigkeit der österreichischen Kulturszene.

„Andalusien - Spaniens mythischer Süden: Von Sevilla an die Küste“ (9.05 Uhr)

Über ein ganzes Jahr hat ein Filmteam unter der Regie von Claudius Gehr für einen Doku-Zweiteiler über Andalusien die Menschen und die Natur in dieser einmaligen Region beobachtet. Folge eins „Von Sevilla an die Küste“ begleitet den andalusischen Cowboy Faustin, der im Nationalpark Coto de Doñana an der Atlantikküste Wildpferde zusammentreibt. Fischerei, Olivenanbau, die Herstellung des weltberühmten Schinkens ... reich sind die Andalusier an über Generationen überliefertem Können und Wissen. Tradition spielt überall in der südlichsten Provinz des spanischen Festlands eine große Rolle. Vor allem aber die Menschen machen diesen Landstrich so besonders. Der Stolz der Andalusier ist sprichwörtlich, aber sie haben ja auch allen Grund dazu.

„Grace Bumbry singt ,Carmen’“ (9.50 Uhr)

Mitte der 1960er Jahre interpretierte die aufgrund der Rassentrennung benachteiligte afroamerikanische Sängerin Grace Bumbry unter Herbert von Karajan ihre spätere Paraderolle „Carmen“ und wurde zum Shootingstar der Opernwelt. Ihre Stimme, ihr Charisma und ihre Schauspielkunst machten sie zu einer Ausnahmeerscheinung sowie zu einer Wegbereiterin für mehr Diversität auf den Opernbühnen.
Wie die von Dag Freyer gestaltete filmische Hommage veranschaulicht, mutet Bumbrys Karriere fast wie ein Märchen an: Aufgrund der gesellschaftspolitischen Situation konnte sie in den USA nicht einmal ihr Studium am St. Louis Institute of Music beginnen, obwohl sie bereits mit 17 Jahren einen Radiowettbewerb gewonnen hatte. Sie wurde aufgrund ihrer Hautfarbe nicht aufgenommen. Vor diesem Hintergrund muss man Grace Bumbrys spätere Triumphe sehen: Ihren Durchbruch feierte sie in Bayreuth, wohin sie Wieland Wagner für seinen „Tannhäuser“ holte. Die Presse dort bejubelte sie als „schwarze Venus“ und das begeisterte Publikum holte sie 40-mal vor den Vorhang.
Die Partie der Carmen - ihre Paraderolle - ist in der Perspektive heutiger Debatten nicht unproblematisch. Allzu leicht haftet ihr das Label „Femme fatale“ an, ohne zu reflektieren, dass schon diese Begrifflichkeit nicht der Realität, sondern einer Männerfantasie entspringt. Grace Bumbry, die diese Rolle mit bis dahin ungekannter Finesse interpretierte, hatte eine recht entspannte Haltung dazu: „Ich habe eine Make-up-Palette von Carmen bis Turandot. Man muss weiterdenken als nur die Hautfarbe, man muss überlegen: Wie mache ich diese Person glaubwürdig?“ Abseits der Bühne gab sich die Bumbry als Diva. Der Film nimmt „ihre“ Carmen unter Karajan in den Fokus und gibt darüber hinaus viele Einblicke in ihr Leben und ihre Arbeit.
Wegbegleiter:innen und Musiker:innen sprechen über ihre Zeit mit Grace Bumbry. Mit dem renommierten Gesangslehrer David Lee Brewer, der unter anderem Beyoncé coachte, besucht das Filmteam ihre Wohnung in Wien.

„Visions of Music - Das ORF Musikjahr 2024“ (10.45 Uhr)

Unter dem Motto „Experience Culture“ blickt die Sendung zurück auf ein ereignisreiches Kulturjahr 2024 im ORF. Mit Opern- und Konzertübertragungen, großen Namen der internationalen Kulturszene, außergewöhnlichen Veranstaltungsorten und renommierten Festivals steht die Vielseitigkeit der österreichischen Kunst und Kultur im Mittelpunkt. Vertiefende Dokumentationen schlagen Brücken zwischen den Genres, erforschen spannende Persönlichkeiten und führen hinter die Kulissen ikonischer Produktionen. Der fulminant montierte Trailer „Visions of Music“ ist eine Leistungsschau der besonderen Art.

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